Produktkonfigurator Quick Guide - Neuerungen IDE

Zur Abwicklung der Variantenfertigung steht in proALPHA der proALPHA Produktkonfigurator zur Verfügung, eine Software zum Erstellen von Konfigurationsanwendungen. Diese Konfigurationsanwendungen können Sie verwenden, um Konfigurationsteile in proALPHA nach Ihren Anforderungen zu konfigurieren. Die Konfigurationsanwendung wird in der IDE (Entwicklungsumgebung) erstellt. Der Quick Guide bietet einen schnellen Überblick zum Umstieg von proALPHA Produktkonfigurator 2 auf 3. Neuerungen dabei sind:

Thematik

Neuerungen

Produktkonfigurator installieren

Die Installation des Produktkonfigurators erfolgt nun je Umgebung. Damit sind Updates auch vor einem Echtbetrieb in einer Testumgebung prüfbar.

Produktkonfigurator bedienen

Die Produktkonfigurator Oberfläche wurde komplett überarbeitet.

Thema: Produktkonfigurator Oberfläche

Anwendungen kopieren

Arbeits- und Sicherungskopien von Anwendungen müssen nun angelegt werden (Aufruf: Ribbon | Registerkarte Start | Gruppe Application | Element New | New App from Other App).

Anwendungsobjekte verwalten

Beim Verwalten von Anwendungsobjekten kann man nun gezielt nach Objektnamen suchen. Zusätzlich kann man verschiedene Objekte logisch gruppieren.

Anwendungen ausführen

Die Ausführungen von Anwendungen kann nun parametriert werden. Die Parametrierung erfolgt in einem separaten Fenster (Aufruf: Ribbon | Registerkarte Start | Gruppe Run | Feld Play-Drop-Down | Add Configuration bzw. Edit Configuration).

Parametertabellen pflegen

Parametertabellen werden nun direkt im Tool-Window Application Explorer über das Kontextmenü oder im Ribbon über die Registerkarte Application | Gruppe Context | Element Add... angelegt. Die Schlüsselfelder der Datenquelle werden über Ihren jeweiligen Index automatisch vorgeschlagen und können bei Bedarf über die Schaltfläche Connect Fields übernommen werden.

ODBC-Datenbanken verwalten

ODBC-Datenbanken können nun in den Optionen verwaltet werden. Dort definierte Datenbanken können nun wie proALPHA Datenbanken für Parametertabellen verwendet werden.

Datenbankfelder über Parameter mit Listen verknüpfen

Datenbankfelder werden nicht mehr automatisch über Datensatzparameter mit Listen-Widgets (z.B. Combobox) verknüpft. Die Daten können nun bei Bedarf über den Systembaustein Data.Value List aus der Datenbank abgerufen werden.

Dialoge bearbeiten

Widgets werden nun in ein Raster eingefügt. Zusätzlich können Reihen oder Spalten mit Hilfe von Schlössern fixiert werden.

Label dynamisch binden

Zusätzlich zu statischen Texten können nun Parameter dynamisch an ein Label gebunden werden.

Tabellen-Widgets pflegen

Die Verwaltung zur Definition der Tabellenfelder wurde überarbeitet. Dadurch kann nun die Spaltenbreite von Tabellen-Widgets festgelegt werden.

Widgets optisch bearbeiten

Widgets können nun benutzerdefiniert optisch bearbeitet werden. Dabei erfolgt die benutzerdefinierte Anpassung hierarchisch. So kann neben dem Standardaussehen auf Anwendungsebene ein Theme und auf Widget-Ebene das konkrete Aussehen festgelegt werden. Die Übersteuerung der Widget-Ebene ist auch über eine dynamische Bindung möglich.

Sichtbarkeitsgruppen anlegen und pflegen

Sichtbarkeitsgruppen werden nun im Ribbon in der Registerkarte Content angelegt und gepflegt. Dabei können Widgets über deren Eigenschaften zugeordnet werden.

Z-Index definieren

In einer Zelle befindliche Widgets unterschiedlicher Sichtbarkeitsgruppen können sich überdecken. Mit Hilfe eines Z-Indexes kann nun die Überdeckungsreihenfolge gesteuert werden. Den Z-Index können Sie in den Eigenschaften des entsprechenden Widgets festlegen.

Dialog- und Codeobjekte bearbeiten

Dialog- und Codeobjekte kann man nun zusätzlich, ähnlich wie Anwendungsobjekte, in einem separaten Tool-Window bearbeiten.

Quellcode programmieren

Zusätzlich zum bekannten Drag & Drop- Mechanismus kann der Quellcode nun auch über die Tastatur bearbeitet werden. Dabei wird die korrekte Eingabe durch eine Vorschlagbox unterstützt.

Objekte im Code identifizieren

Objekte im Code können nun anhand von Tooltips identifiziert werden. Besonders hilfreich ist dies bei gleichnamigen Objekten.

Events und Regeln einfügen

Die Neuanlage eines Events oder einer Regel zu einem Widget erfolgt nun über das Kontextmenü.

IsValid-Regel für Widgets definieren

Um fehlerhaften Eingaben ersichtlich zu machen, kann nun die Isvalid-Regel verwendet werden.

Fallunterscheidungen bearbeiten

Fallunterscheidungen werden nun im Code als Verweis gekennzeichnet. Die Pflege erfolgt in einem separaten Fenster.

Fehler erkennen

Fehler werden nun an allen Stellen rot markiert, inklusive der entsprechenden Elemente. Zusätzlich werden alle Fehler in einem separaten Fenster angezeigt (aktives Kontrollkästchen Error List). Von hier aus erfolgt auch die Navigation zu der fehlerhaften Stelle.

Systemmeldungen einsehen

Systemmeldungen können Sie nun in einem separaten Tool-Window einsehen.

Kataloge und Strukturen verwalten

Kataloge und Strukturen können Sie nun in separaten Tool-Windows einsehen und pflegen (aktive Kontrollkästchen Catalogs und Structures).

Bibliotheken verwalten

Anwendungen können nun als Bibliothek angelegt werden. Die Objekte von Bibliotheken sind anwendungsübergreifend verwendbar.

Thema: Bibliotheken

Anwendungen austauschen

Anwendungen können nun direkt im Ribbon exportiert und importiert werden. Zusätzlich kann man Anwendungen zu Bibliotheken umwandeln.

Anwendungen abgleichen

Das Abgleichen von Anwendungen erfolgt nun integriert in einem eigenen Fenster. Unterschiedliche Objekte können nun spezifischer mit den gleichen Werkzeugen, die auch in der IDE verwendet werden, angepasst werden.

Optionen öffnen

Optionen können Sie nun in der Toolbar über die entsprechende Schaltfläche (Wrench) pflegen.

Produktkonfigurator Oberfläche

Die Produktkonfigurator Oberfläche setzt sich aus der Toolbar, dem Ribbon mit verschiedenen Registerkarten sowie diversen Tool-Windows zusammen.

Ribbon

Das Ribbon beinhaltet folgende Registerkarten:

Start

In der Registerkarte Start können Sie zentrale Funktionalitäten für Projekte aufrufen.

Gruppen

Elemente

Application: Anwendungen verwalten

Open: Anwendung öffnen

Close: Aktuelle Anwendung schließen

New: Neue Anwendung mit oder ohne Kopiervorlage anlegen

Run: Konfigurationen ausführen

Feld Drop-Down: Konfigurationen auswählen

Schaltfläche Play: Aktuell ausgewählte Konfiguration auswählen

Feld Play-Drop-Down: Konfigurationsanlage- bzw. Editierdialog (Debug-Modus, Startparameter, etc.) ausführen

Schaltfläche Stop: Ausführung der Konfiguration anhalten

Help: Hilfe aufrufen

Open Web Help: Hilfe öffnen

View

In der Registerkarte View können Sie Optionen der Designer verwalten und Tool-Windows ein- und ausblenden.

Gruppen

Elemente

UI Designer: Ansicht im UI-Designer umschalten, insbesondere zur Unterstützung des Layouts

-

Code Designer: Ansicht des Codes umschalten

Break Line for Function Arguments: Bestimmung, ob Übergabeparameter eines Bausteins untereinander (aktiv) oder nebeneinander (inaktiv) angezeigt werden

Views: Tool-Windows ein- und ausblenden

-

Application

In der Registerkarte Application können Sie Funktionalitäten zur Anlage von Anwendungsobjekten und Sonderfunktionen zur Anwendung sowie zum Import und Export aufrufen.

Gruppen

Elemente

Context: Entsprechendes Element anlegen, wobei je nach Auswahl, unterschiedliche Funktionalitäten angezeigt werden

Add...: Entsprechendes Element anlegen

Apply Theme to Widgets: Alle explizit angegebenen Widget Stylingeigenschaften mit dem ausgewählten Theme-Default übersteuern

Conversion: Diverse Konvertierungen von A nach B oder von A nach A bereitstellen

Reconvert Application: Bereits konvertierte Produktkonfigurator 3 Anwendungen erneut ausführen, indem der ursprüngliche Produktkonfigurator 2 Stand erneut konvertiert wird, z.B. wenn unerwünschtes Konvertierungsergebnis vorliegt

Repair App: Anwendung erneut serialisieren und Format an aktuelle Runtime angleichen, z.B. wenn nach einem Update des Produktkonfigurators die Funktionalitäten nicht mehr wie gewünscht ausgeführt werden

Reconvert System: Systembausteine aus System in System.net erneut konvertieren, z.B. wenn neue Systembausteine von proALPHA übernommen werden

Convert App to Lib: Aktuell geöffnete Anwendung in eine Bibliothek übernehmen, z.B. bei Hilfsanwendungen, die im Produktkonfigurator 2 mit Kopieren und Einfügen in Anwendungen kopiert wurden

Web Packages: Funktionen zur Bereitstellung von Web-Produktkonfigurator Anwendungen aufrufen, z.B. die Anwendung in einen Ordner kopieren, der in den Optionen hinterlegt ist

-

App Exchange: Anwendungen importieren und exportieren

-

Lib Exchange: Bibliotheken importieren und exportieren

-

Catalogs

In der Registerkarte Catalogs können Sie Optionen der Designer verwalten und Tool-Windows ein- und ausblenden.

Gruppen

Elemente

BOM/Quote/Execution: Entsprechendes Katalogelement anlegen, wobei je nach Auswahl, unterschiedliche Funktionalitäten angezeigt werden

-

Utilties: Anlage-Wizard für die aktuelle Auswahl öffnen, um wichtige Eigenschaften festzulegen

-

Catalog Exchange: Kataloge importieren und exportieren

-

Content

In der Registerkarte Content | Gruppe UI Groups können Sie Sichtbarkeitsgruppen anlegen und pflegen (Ansichten wechseln).

Die Registerkarte und die Gruppen werden nur angezeigt, wenn ein Dialogbaustein geöffnet ist.

Tool-Windows

Die Produktkonfigurator Oberfläche setzt sich aus folgenden frei platzierbaren Tool-Windows zusammen:

Tool-Windows

Erläuterungen

Catalogs

Im Tool-Window Catalogs können Strukturkataloge bearbeitet werden. So können Ablaufstrukturen, Angebotsstrukturen und Stücklisten erstellt und gepflegt werden. Abhängig von der geöffneten Anwendung, sind die einzelnen Eigenschaften der Positionen als Datensatzparameter eingeblendet. Des Weiteren wird abhängig vom ausgewählten Katalogtyp im Ribbon die Gruppe zur Anlage im Tool-Window Catalogs umgeschaltet.

Structures

Im Tool-Window Structures werden Konfigurationsstrukturen sortiert nach Datum angezeigt. Dabei ermöglicht die Darstellung insbesondere die Identifizierung von Fehlern.

Application Explorer

Im Tool-Window Application Explorer werden alle verfügbaren Anwendungsobjekte hierarchisch in einer Baumstruktur angezeigt. Dazu zählen Module, Datensätze, Parametertabellen, Parameter und Bausteine. Über das Kontextmenü des jeweiligen Anwendungsobjekts können Sie diverse Aktionen ausführen, wie z.B. anlegen, kopieren, ausschneiden und löschen sowie diverse Spezialaktionen. Über die Suchfunktion können Sie nach den gewünschten Begriffen filtern. Anstatt die gewünschten Elemente direkt als Code zu erfassen, können Sie diese per Drag&Drop im Code und bei Bindungen verwenden.

System Explorer

Im Tool-Window System Explorer werden alle verfügbaren Systembausteine sowie Systemparameter und -parametertabellen hierarchisch angezeigt entsprechend der Anwendungsobjekte im Tool-Window Application Explorer. Die Darstellung und die Funktionalitäten entsprechen der im Tool-Window Application Explorer.

Library Explorer

Im Tool-Window Library Explorer werden alle verfügbaren Libraries hierarchisch angezeigt entsprechend der Anwendungsobjekte im Tool-Window Application Explorer. Die Darstellung und die Funktionalitäten entsprechen der im Tool-Window Application Explorer.

Error List

Im Tool-Window Error List werden Code-Fehler und Fehler in der Widget-Bindung der Anwendung zur Laufzeit angezeigt.

Event Monitor

Je nach ausgeführter Aktion können verschiedene Events auftreten, z.B. als PopUp oder Interaktions-Dialog. Im Tool-Window Event-Monitor werden diese als Systemmeldungen protokolliert und können dort beauskunftet werden. So können bei verschiedenen Aktionen folgende Events auftreten:

  • Fehler (Error)

  • Warnungen (Warning)

  • Informationen (Information)

Die Daten des Protokolls können Sie löschen.

Reference Search

Im Tool-Window Reference Search werden alle Suchtreffer zum gleichnamigen Befehl angezeigt. Dieser kann auch über die Kontextmenüs der Explorer und diverse Code-Elementen aufgerufen werden, z.B. Systembausteine. Als Referenzen werden alle Code-Stellen herangezogen, an denen der Befehl verwendet wird. Die entsprechende Codestelle wird per Doppelklick auf die gewünschte Referenz angezeigt. Die Daten der Referenzsuche können Sie löschen.

Properties

Im Tool-Window Properties werden alle Eigenschaften des gewählten Objekts angezeigt. Dazu können Sie die Eigenschaften nach Gruppen oder alphabetisch sortieren. Dies kann auch für die Katalogbearbeitung verwendet werden.

Outline

Im Tool-Window Outline werden alle Elemente des aktuellen Bausteins zur schnellen Orientierung angezeigt. So können Sie Widgets bei Dialogbausteinen und Abschnitte im Code, wie z.B. Inits und Events, einsehen. Über die Suchfunktion können Sie nach den gewünschten Begriff filtern. Die Baumelemente haben die gleiche Kontextfunktionalität wie ihre Designer-Pendants.

Tastenbelegungen nach Kontext und jeweiligen Aktionen

Kontext

Aktionen

Shortcuts

Auswirkungen

Baustein

Start Component

<Strg + F5>

Im Tree ausgewählten Systembaustein ausführen

Code

Block Down

<Strg + Shift + Rechts>

Ausgewählten Code in der Hierachie einen Block nach unten rücken

Code

Block Up

<Strg + Shift + Links>

Ausgewählten Code in der Hierachie einen Block nach oben rücken

Code

Duplicate Code Line

<Klick auf ":" und mit Strg und gedrückter Maustaste die Zeile ziehen>

Ausgewählte Zeilen verdoppeln

Code

Edit

<Tab> oder <Shift + Tab>

Cursor im nächsten oder vorhergehenden Segment positionieren

Code

Insert If

<Strg +I>

If-Block an der Stelle des Cursors einfügen

Code

Insert Case

<Strg + M>

Fallunterscheidung an der Stelle des Cursors einfügen

Code

Insert Count Loop

<Strg + N>

For-Block an der Stelle des Cursors einfügen

Code

Insert Loop

<Strg + L>

Loop-Block an der Stelle des Cursors einfügen

Code

Move Code Line

<Klick auf ":" und mit gedrückter Maustaste die Zeile ziehen>

Ausgewählte Zeilen verschieben

Code

Navigation

<Strg + Pfeiltaste>

In einzelne Codeabschnitte navigieren

Code

Select Code Line

<Klick auf ":">

Ganze Zeile auswählen

Code

Select Several Consecutive Lines

<Klick auf ":" dann Shift + Klick auf ":">

Alle Zeilen zwischen der ersten und zweiten markierten Zeile auswählen

Code

Select Several Lines

<Strg + Klick auf ":">

Alle markierten Zeilen auswählen

IDE

Help

<F1>/<Help>

Hilfe allgemein öffnen/Hilfe des im Tree ausgewählten Systembausteins öffnen

IDE

New Project

<Strg + N>

Neues Projekt erzeugen

IDE

Save

<Strg + S>

Aktuell ausgewähltes Dokument speichern

IDE

Save All

<Strg + Shift + S>

Alle Änderungen speichern

IDE

Start Configuration

<F5>

Aktuell ausgewählte Start Configuration auswählen

Objekt

Copy

<Strg + C>

Aktuell ausgewähltes Objekt kopieren

Objekt

Cut

<Strg + X>

Aktuell ausgewähltes Objekt ausschneiden

Objekt

Delete

<Entf>

Aktuell ausgewähltes Objekt löschen

Objekt

Paste

<Strg + V>

In der Zwischenablage gespeicherte Objekte nach Möglichkeit am Zielort einfügen

Widget

Cascading Context Menu

<Strg + Rechts>

Kontextmenü des Widgets innerhalb einer Gruppe oder eines Tabs öffnen

Widget

Insert Event

<Strg + E>

Standard-Event für das ausgewählte Widget erstellen

Widget

Insert Enabled Rule

<Strg + J>

Enabled-Rule für das ausgewählte Widget erstellen

Oberflächenbegriffe Deutsch/Englisch

Die Oberfläche des Produktkonfigurators wird in Englisch ausgeliefert. Zur besseren Orientierung werden im Folgenden die wichtigsten Oberflächenbegriffe in Deutsch und Englisch aufgeführt:

Kontext

Deutsch

Englisch

Baum

Verwendung anzeigen

Reference Search

Objekte

Anwendung

App

Baustein

Component

Datensatz

Dataset

Modul

Module

Parametertabelle

Parameter Table

Strukturen

Ablaufstruktur

Execution

Aktivität

Operation

Angebotsstruktur

Quote

Baugruppe

Assembly

Struktur

Structure

Strukturkatalog

Catalog

Stückliste

Bill of Materials (BOM)

Teil

Part

Code

Bedingung

If

Fallunterscheidung

Case Matrix

Logik bei...

Event

Logik für...

Rule

Schleife

Loop (While)

Zählschleife

Count Loop (For)

Dialog

Dialogelement

Widget

Parameter (Bindung) (Selektierter Wert)

Selected Value

Register

Tab

Tabelle

Grid

Werte-Parameter (Datenquelle)

Data Source

Datenbank

Datenquelle (Datenbanktabelle)

Database Source

SML (Sachmerkmalsleiste)

PCLS (Classification System)

Bibliotheken

Eine Bibliothek, auch Library oder Lib genannt, ist eine Sammlung von Programmen. Die Programme können Sie für konkrete wiederkehrende Anwendungsfälle verwenden. Dazu können Sie diese bei Bedarf in eine Hauptanwendung oder eine andere Bibliothek einbinden, da die Programme nicht eigenständig lauffähig sind. Des Weiteren können Sie auch Parametertabellen, Datensätze und Modulparameter innerhalb der Programme verwenden.

Ein Beispiel: Im Baustein Configure Document muss ein Result-Parameter befüllt werden. Die Befüllung muss mit einer speziellen Quadrierung erfolgen, die für unsere Beispielfirma essenziell ist und in jedem Konfigurator dieser Firma verwendet wird. Im Produktkonfigurator 2 wurde der Baustein dafür in jede Anwendung übernommen (kopiert). Änderungen an der Quadrierungslogik mussten deswegen in allen Konfiguratoren nachimplementiert werden. Im Produktkonfigurator 3 wird dieser Baustein in einer Bibliothek implementiert. Die Pflege erfolgt somit an einer zentralen Stelle. Des Weiteren sind die Objekte im Library-Explorer in allen Anwendungen und anderen Bibliotheken nutzbar. Dabei ist zu beachten, dass Querverweise zwischen Bibliotheken aus Gründen der Modularität vermieden werden. Im Code der Hauptanwendung wird der Quadrierungsbaustein wie ein normaler Baustein berücksichtigt. Der lokale Result-Parameter, der in der Hauptanwendung verwendet wird, wird somit mit einer anwendungsunabhängigen Logik ermittelt.

Hinweis: Die Ausführung von Bausteinen mit Systemdatensätzen, die in direkter Verbindung zu einer Struktur oder einem Katalog stehen, berücksichtigt auch immer die entsprechenden Strukturdatensätze. Das bedeutet: Wenn in der Library ein stlpos angelegt ist und innerhalb der Library auf der Struktur navigiert wird, wird auch der Datensatz der Library gefüllt. Der Datensatz der Anwendung bleibt leer. Entgegengesetzt verhält es sich ebenso. Aus diesem Grund sollten Sie diese Datensätze nur in der Anwendung anlegen und auch nur in der Anwendung bearbeiten. Des Weiteren sollten Strukturoperationen innerhalb von Libraries nur als abgeschlossene modulare Operationen durchgeführt werden.