Verfügbarkeitsanfragen

Wenn für einen Kundenauftrag nicht genügend Teile verfügbar sind, dann können Sie die Verfügbarkeit der Teile bei Lieferanten anfragen. Lieferanten können andere Mandanten Ihres Unternehmens sein oder auch externe Lieferanten.

Ziel einer Verfügbarkeitsanfrage ist, eine Aussage darüber zu erhalten, ob genügend Lagerbestand auf den Lagerorten der Lieferanten vorhanden ist. Wenn nicht genügend Lagerbestand vorhanden ist, dann erhalten Sie eine Aussage zum frühesten Liefertermin.

Der Datenaustausch im Rahmen der Verfügbarkeitsanfragen erfolgt über die Integration Workbench (INWB).

Hinweise zu Verfügbarkeitsanfragen

Thematik

Hinweise

Vertriebsbelege

Verfügbarkeitsanfragen können Sie für Teile von Belegpositionen folgender Vertriebsbelege durchführen:

  • Angebote

  • Aufträge

Ausnahmen: Für die Teile von Angeboten und Aufträgen, die im Rahmen von Streckengeschäften erfasst wurden, können Sie keine Verfügbarkeitsanfragen durchführen.

Teilearten der Teile, für die Verfügbarkeitsanfragen durchgeführt werden können

Verfügbarkeitsanfragen können Sie für Teile mit Lagerführung durchführen.

Die Teilearten, deren Teile auf Lagerorten geführt werden können, sind in der Compilerkonstante pa_M_PTList_StorageArea hinterlegt.

Ausnahmen:

  • Für Konfigurationsteile (Teileart "4") und Variantenteile (Teileart "7") können Sie keine Verfügbarkeitsanfragen durchführen.

  • Für Sets (Teileart "45") und Set-Bestandteile können Sie keine Verfügbarkeitsanfragen durchführen.

Alternativteile

Alternativteile, die im Teilestamm zu dem betreffenden Teil hinterlegt sind, werden bei der Verfügbarkeitsanfrage nicht berücksichtigt.

Chargenteile

Für Chargenteile können Sie Verfügbarkeitsanfragen ohne Angaben von Chargen durchführen.

Kommissionspflichtige Teile

Für kommissionspflichtige Teile können Sie Verfügbarkeitsanfragen ohne Angaben von Kommissionen durchführen.

Teile mit Variantenarten

Für Teile mit Variantenarten können Sie Verfügbarkeitsanfragen ohne Angaben von Varianten durchführen.

Seriennummernführende Teile

Für seriennummernführende Teile können Sie Verfügbarkeitsanfragen ohne Angaben von Seriennummern durchführen.

Reservierungen

Durch Verfügbarkeitsanfragen erfolgen keine Reservierungen.

Bestellungen

Im Rahmen der Verfügbarkeitsanfragen werden noch keine Bestellungen generiert.

Komponenten für Verfügbarkeitsanfragen

Komponenten

Erläuterungen

INWB (Integration Workbench) und INWB-Nachrichten

Der Datenaustausch im Rahmen der Verfügbarkeitsanfragen erfolgt über die Integration Workbench (INWB).

Über die INWB werden die Verfügbarkeitsanfragen an die Lieferanten gesendet und die Antworten auf die Verfügbarkeitsanfragen von den Lieferanten zurückgesendet. Der Datenaustausch erfolgt anhand von INWB-Nachrichten des Nachrichtentyps "pAX-INVRPT".

Für den Datenaustausch über die INWB werden Geschäftspartner und Systeme als Partner geführt. Für die beteiligten Partner muss der Datenaustausch über die INWB konfiguriert sein, sodass aktive Partnervereinbarungen für den Nachrichtentyp "pAX-INVRPT" existieren.

Mappings für Mengeneinheiten und Varianten

Beim Datenaustausch können Abweichungen in der Datenstruktur zwischen Sender und Empfänger berücksichtigt werden. Wenn z.B. dieselben Mengeneinheiten beim Sender und Empfänger unter unterschiedlichen Schlüsseln geführt werden, dann können die Schlüssel automatisch umgesetzt (gemappt) werden.

Für Verfügbarkeitsanfragen werden folgende Mappings herangezogen:

  • Mapping für Mengeneinheiten (pAX-QuantityUnit)

  • Mapping für Varianten (pAX-PartVariant)

Stammdaten für Mandanten

Für Verfügbarkeitsanfragen an andere Mandanten Ihres Unternehmens werden folgende Stammdaten benötigt:

  • Lieferantenstammdatensätze für Mandanten, an die Verfügbarkeitsanfragen gesendet werden.

    Mandanten, an die Verfügbarkeitsanfragen gesendet werden, müssen gleichzeitig als Lieferanten im eigenen Mandanten geführt werden. Daher erfassen Sie im eigenen Mandanten Lieferantenstammdatensätze für alle anderen Mandanten Ihres Unternehmens, bei denen Sie die Verfügbarkeit von Teilen anfragen wollen, je Mandant ein Lieferantenstammdatensatz.

    Dazu erfassen Sie entsprechende Teile-Lieferanten-Beziehungen für die Teile, deren Verfügbarkeit angefragt wird.

  • Kundenstammdatensätze für den eigenen Mandanten bei den anderen Mandanten.

    In den Mandanten, die Verfügbarkeitsanfragen erhalten, muss Ihr Mandant jeweils als Kunde geführt werden. Daher ist in den anderen Mandanten jeweils ein Kundenstammdatensatz für Ihren Mandanten zu erfassen.

    Dazu erfassen Sie Teile-Kunden-Beziehungen für die Teile, deren Verfügbarkeit angefragt wird.

    Zudem erfassen Sie die Lieferadressen der Kunden, an die die Teile geliefert werden.

Belegart für Verfügbarkeitsanfragen

Verfügbarkeitsanfragen werden unter der Belegart "MMV" geführt.

Speicherdauer für Verfügbarkeitsanfragen

Für Verfügbarkeitsanfragen gibt es die Speicherdauer "MMV".

Das Datum für den Ablauf der Speicherdauer einer Verfügbarkeitsanfrage wird anhand des Belegdatums der Verfügbarkeitsanfrage ermittelt.

Fenster Verfügbarkeitsanfrage in den Belegpositionen von Aufträgen und Angeboten

Das Fenster steht im eigenen Mandanten in den Belegpositionen von Angeboten und Aufträgen zur Verfügung.

Das Fenster enthält Daten für die Verfügbarkeitsanfrage zu einer Belegposition, z.B. Menge und Termin.

In dem Fenster starten Sie die Versendung der Verfügbarkeit des Teils einer Belegposition. Mehr dazu unter: Verfügbarkeitsanfragen erstellen und an Lieferanten senden

Fenster empfangene Verfügbarkeitsanfragen bearbeiten

Das Fenster steht bei den Lieferanten zur Verfügung.

Das Fenster enthält die Daten von empfangenen Verfügbarkeitsanfragen. Dies können Verfügbarkeitsanfragen zu unterschiedlichen Teilen sein, die von unterschiedlichen Kunden gesendet wurden.

In dem Fenster führt der Lieferant die Verfügbarkeitsprüfungen durch. Anschließend startet er die Versendung der Antwort auf die Verfügbarkeitsanfrage. Mehr dazu unter: Verfügbarkeitsanfragen bei Lieferanten bearbeiten

Soundex Coding System und Adressmatrix

Diese Komponenten werden bei den Lieferanten zur Berechnung der Versandtermine benötigt.

Mit Hilfe des Soundex Coding Systems wird die Lieferadresse eines Kunden ermittelt und identifiziert, sodass die Transportzeit zu der Lieferadresse aus der Adressmatrix herangezogen werden kann. Mehr dazu unter: Erläuterungen zu den Terminen

Hinweis: In der Adressmatrix kann die Transportzeit z.B. in Stunden oder Arbeitstagen erfasst werden. Für Verfügbarkeitsanfragen muss die Transportzeit in Kalendertagen erfasst werden.

WorkflowAutomation für Verfügbarkeitsanfragen bei Lieferanten

Verfügbarkeitsanfragen, die bei Lieferanten eingehen, können in der WorkflowAutomation überwacht werden. Dazu sind in der Workflow-Bereich Verfügbarkeitsanfrage (MMV) verschiedene Komponenten vordefiniert.

  • Ereignis Neuanlage Verfügbarkeitsanfrage (EreignisNr 10)

  • Vorgang Verfügbarkeitsanfrage bearbeiten (VorgangsNr 100)

  • Verarbeitungsvorgang Verfügbarkeit prüfen (VorgangsNr 200)

  • Verarbeitungsvorgang Übertragungsfreigabe setzen (VorgangsNr 300)

  • Verarbeitungsvorgang Verfügbarkeitsanfrage zurücksenden (VorgangsNr 400)

Die für die WorkflowAutomation benötigte Verteilergruppe hinterlegen Sie in den Standardbelegparametern. Mehr dazu unter: Verfügbarkeitsanfragen bei Lieferanten überwachen

WorkflowAutomation für Antworten auf Verfügbarkeitsanfragen

Antworten auf Verfügbarkeitsanfragen, die bei Kunden eingehen, können in der WorkflowAutomation überwacht werden. Dazu ist das Ereignis Verfügbarkeitsanfragen beantwortet (EreignisNr 630) für die Workflow-Bereiche Angebot (VN) und Auftrag (Normalauftrag) (VU) vordefiniert. Mehr dazu unter: Antworten auf Verfügbarkeitsanfragen überwachen

Ablauf von Geschäftsprozessen mit Verfügbarkeitsanfragen

Zum besseren Verständnis nachfolgend ein beispielhafter Ablauf für einen Geschäftsprozess mit einer Verfügbarkeitsanfrage.

Begriffserläuterung: Mandanten und externe Lieferanten, an die Sie Verfügbarkeitsanfragen senden, werden im eigenen Mandaten als Lieferanten geführt. Die Lieferanten werden wiederum für den Datenaustausch über die INWB als Partner geführt. Zur Vereinfachung wird in der nachfolgenden Beschreibung der Begriff "Lieferant" verwendet, der auch Partner meint.

Arbeitsschritte des Vertriebsprozesses im eigenen Mandanten

(kundenseitig)

Arbeitsschritte des Einkaufsprozesses beim Lieferanten

(lieferantenseitig)

Belegposition in einem Auftrag anlegen.

-

Verfügbarkeit des Teils der Belegposition im eigenen Mandanten prüfen.

Je nach Teil stehen dazu in der Belegposition die üblichen Prüfungen zur Verfügung:

  • Statische Verfügbarkeitsprüfung

  • Dynamische Verfügbarkeitsprüfung

  • CTP-Terminanfrage

Die Prüfung hat ergeben, dass der verfügbare Lagerbestand für die Lieferung nicht ausreicht und das Teil zum gewünschten Termin nicht lieferbar ist.

-

Verfügbarkeit des Teils beim Lieferanten anfragen.

Dazu öffnen Sie das Fenster Verfügbarkeitsanfrage in der Belegposition des Auftrags (Menüpunkt Extras | Verfügbarkeitsanfrage). In dem Fenster werden verschiedene Daten für Verfügbarkeitsanfrage vorgeschlagen, u.a. Menge und Termin.

Nachdem Sie die gewünschten Daten geändert oder erfasst haben, senden Sie die Verfügbarkeitsanfrage an die gewünschten Lieferanten. Mehr dazu unter: Verfügbarkeitsanfragen erstellen und an Lieferanten senden

-

-

Wenn die Verfügbarkeitsanfrage beim Lieferanten eingegangen ist, dann wird die INWB-Nachricht aus der INWB-Schnittstelle nach proALPHA übernommen. Die Übernahme (das Einlesen) aus der INWB-Schnittstelle erfolgt in der Regel automatisiert über einen permanenten Job.

Die Daten der Verfügbarkeitsanfrage werden in das Fenster empfangene Verfügbarkeitsanfragen bearbeiten übernommen. Dort kann der Lieferant die Verfügbarkeitsprüfungen durchführen und eine Antwort an den Kunden senden. Je nach Teil stehen dazu die üblichen Prüfungen zur Verfügung:

  • Statische Verfügbarkeitsprüfung

  • Dynamische Verfügbarkeitsprüfung

  • CTP-Terminanfrage

Mehr dazu unter: Verfügbarkeitsanfragen bei Lieferanten bearbeiten

Hinweis: Empfangene Verfügbarkeitsanfragen können in der WorkflowAutomation überwacht und automatisiert werden. Mehr dazu unter: Verfügbarkeitsanfragen bei Lieferanten überwachen

Wenn die Antwort auf die Verfügbarkeitsanfrage vom Lieferanten übermittelt wurde, dann wird die INWB-Nachricht aus der INWB-Schnittstelle nach proALPHA übernommen. Die Übernahme (das Einlesen) aus der INWB-Schnittstelle erfolgt in der Regel automatisiert über einen permanenten Job.

Die übermittelten Daten werden in das Fenster Verfügbarkeitsanfrage der betreffenden Belegposition übernommen. Mehr dazu unter: Antworten zu Verfügbarkeitsanfragen übernehmen

Hinweis: Eingehenden Antworten auf Verfügbarkeitsanfragen können mit der WorkflowAutomation überwacht werden. Mehr dazu unter: Antworten auf Verfügbarkeitsanfragen überwachen

-

Teil bei dem Lieferanten bestellen.

Hinweis: Durch eine Verfügbarkeitsanfrage erfolgt keine Reservierung beim Lieferanten. So kann sich die Verfügbarkeit des Teils beim Lieferanten durch andere Geschäftsvorgänge schnell ändern. Wenn das Teil zum gewünschten Termin beim Lieferanten verfügbar ist, dann sollte die Bestellung zeitnah erfolgen.

-

Tipp: Ab dem Senden einer Verfügbarkeitsanfrage können nahezu alle Arbeitsschritte automatisiert durchgeführt werden. Voraussetzung dafür ist, dass der Datenaustausch über die INWB entsprechend konfiguriert ist. Zudem muss die WorkflowAutomation für Verfügbarkeitsanfragen eingerichtet sein. Erläuterungen zu den Ereignissen und Vorgängen für die WorkflowAutomation finden Sie unter:

Verfügbarkeitsanfragen erstellen und an Lieferanten senden

Für eine Verfügbarkeitsanfrage öffnen Sie das Fenster Verfügbarkeitsanfrage in der Belegposition des Auftrags oder Angebots (Menüpunkt Extras | Verfügbarkeitsanfrage).

Die Verfügbarkeit des Teils einer Belegposition können Sie bei unterschiedlichen Lieferanten anfragen. Dazu werden in der Übersicht des Fensters die Lieferanten aufgelistet, zu denen Teile-Lieferanten-Beziehungen für das Teil der Belegposition existieren.

Voraussetzung für die Auflistung eines Lieferanten ist, dass die Teile-Lieferanten-Beziehungen nicht archiviert ist.

Themen:

Erläuterungen zu den Spalten im Fenster "Verfügbarkeitsanfrage"

Spalten

Erläuterungen

BelegNr

Die Belegnummer einer Verfügbarkeitsanfrage ist eine fortlaufende Nummer ohne Nummernkreis. Die Belegnummer ist mandantenübergreifend eindeutig.

Die Belegnummer einer Verfügbarkeitsanfrage wird erstmals automatisch vergeben, sobald die Daten der Verfügbarkeitsanfrage gespeichert werden.

Eine Verfügbarkeitsanfrage erhält automatisch eine neue Belegnummer, wenn Sie die Verfügbarkeitsanfrage erneut senden wollen und dazu die Menge und/oder den Termin der Verfügbarkeitsanfrage ändern.

Belegdatum

Das Belegdatum einer Verfügbarkeitsanfrage ist das Datum, zu dem die Übertragungsfreigabe erteilt wurde.

Das Belegdatum wird automatisch vergeben, wenn Sie das Kontrollkästchen in der Spalte ÜbertragungsFgbe aktivieren.

Lieferant

In der Spalte wird die Lieferantennummer angezeigt, unter der der Partner als Lieferant im Lieferantenstamm des eigenen Mandanten geführt werden.

Name

In der Spalte werden Name (Name 1) und Adressangaben (Straße und Ort) des Lieferanten angezeigt.

PVb vh (Partnervereinbarung vorhanden)

Das Kontrollkästchen ist aktiv, wenn für den Lieferanten der Datenaustausch über die INWB konfiguriert ist, sodass für den Lieferanten eine aktive Partnervereinbarung für den Nachrichtentyp "pAX-INVRPT" existiert.

In dem Fenster werden Lieferanten mit aktiven Partnervereinbarungen angezeigt und Lieferanten ohne aktive Partnervereinbarungen. Anhand des Kontrollkästchens erkennen Sie, bei welchen Lieferanten die Voraussetzungen für das Versenden der Verfügbarkeitsanfrage erfüllt sind.

ÜFgb (Übertragungsfreigabe)

Mit dem aktiven Kontrollkästchen bestimmen Sie, dass die Verfügbarkeitsanfrage für die Versendung über die INWB freigegeben ist.

Das Kontrollkästchen können Sie aktivieren, wenn für den Lieferanten eine aktive Partnervereinbarung für den Nachrichtentyp "pAX-INVRPT" existiert. Dies erkennen Sie anhand des aktiven Kontrollkästchens in der Spalte PVb vh.

Das Kontrollkästchen können Sie manuell deaktivieren, wenn die Verfügbarkeitsanfrage nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt an den Lieferanten gesendet werden soll.

Das Kontrollkästchen wird automatisch deaktiviert, wenn Sie die Menge und/oder den Termin der Verfügbarkeitsanfrage ändern, um die Verfügbarkeitsanfrage erneut zu senden.

BelS (Beleg gesendet)

Anhand des Kontrollkästchens erkennen Sie, ob die Ausgangsnachricht zu einer Verfügbarkeitsanfrage tatsächlich an den Lieferanten gesendet wurde. Das Kontrollkästchen wird automatisch aktiviert, sobald die INWB-Nachricht aus dem Nachrichtenausgang der INWB-Schnittstelle übertragen wurde.

Das Kontrollkästchen können Sie manuell deaktivieren, wenn die Verfügbarkeitsanfrage erneut gesendet werden soll.

Das Kontrollkästchen wird automatisch deaktiviert, wenn Sie die Menge und/oder den Termin der Verfügbarkeitsanfrage ändern, um die Verfügbarkeitsanfrage erneut zu senden.

Teil

Teilenummer des Teils laut Belegposition

Menge und KBME

Menge des Teils, für die Sie die Verfügbarkeit anfragen

Die Menge wird in die Mengeneinheit umgerechnet, in der das Teil bei dem betreffenden Lieferanten geführt und bestellt wird. Diese Mengeneinheit wird aus der Teile-Lieferanten-Beziehung des Lieferanten ermittelt. Die Mengeneinheit wird auch als Lieferantenmengeneinheit oder Bestellmengeneinheit bezeichnet.

Für die Berechnung werden folgende Daten herangezogen:

  • Offene Menge in der Verpackungsmengeneinheit laut Belegposition

  • Lieferantenmengeneinheit aus der Teile-Lieferanten-Beziehung

  • Faktor für die Umrechnung der Menge von der Verpackungsmengeneinheit in die Lieferantenmengeneinheit

    Der Faktor wird in der Spalte zu der Mengeneinheit angezeigt, z.B. "Stück (je 0,2)".

  • Mindestbestellmenge aus der Teile-Lieferanten-Beziehung

  • Grundmenge aus der Teile-Lieferanten-Beziehung

Die berechnete Menge wird vorgeschlagen, sodass Sie die anzufragende Menge nach Ihren Anforderungen ändern können.

Menge in VME und VME

Menge des Teils in der Verpackungsmengeneinheit laut Belegposition

Die Menge wird berechnet und in die Verfügbarkeitsanfrage übernommen. Mehr dazu unter: Erläuterungen zu den Spalten für Mengen

Termin

Termin, zu dem Sie das Teil benötigen.

Zu diesem Termin wird das Teil auf dem Lagerort laut Belegposition benötigt.

Als Termin wird der Versandtermin laut Belegposition vorgeschlagen. Den Termin können Sie nach Ihren Anforderungen ändern.

Antw erh (Antwort erhalten)

Diese Spalten werden erst dann gefüllt, wenn Sie vom Lieferanten die Antwort auf die Verfügbarkeitsanfrage erhalten. In den Spalten werden die Ergebnisse aus den Verfügbarkeitsprüfungen angezeigt, die beim Lieferanten durchgeführt wurden. Mehr dazu unter: Verfügbarkeitsprüfungen bei Lieferanten durchführen

Anhand des aktiven Kontrollkästchens Antw erh erkennen Sie, dass Sie vom Lieferanten eine Antwort auf die Verfügbarkeitsanfrage erhalten haben. Das Kontrollkästchen wird beim Einlesen der INWB-Nachricht automatisch aktiviert.

Die Spalteninhalte werden automatisch gelöscht, wenn Sie die Verfügbarkeitsanfrage erneut senden wollen und dazu die Menge und/oder den Termin der Verfügbarkeitsanfrage ändern.

Bestand

verfügbar

vfgb zum (verfügbar zum)

Erläuterungen zu den Spalten für Mengen

In den Spalten Menge und KBME wird die Menge des Teils vorgeschlagen, für die Sie die Verfügbarkeit beim Lieferanten anfragen. Dazu wird die Menge von der Verpackungsmengeneinheit laut Belegposition in die Lieferantenmengeneinheit (Bestellmengeneinheit) umgerechnet. Für die Berechnung wird auch die Mindestbestellmenge herangezogen und ggf. die Grundmenge aus der Teile-Lieferanten-Beziehung beachtet. Die berechnete Menge wird vorgeschlagen, sodass Sie die anzufragende Menge nach Ihren Anforderungen ändern können.

In den Spalten Menge in VME und VME wird die Menge des Teils in der Verpackungsmengeneinheit laut Belegposition angezeigt. Die Menge können Sie nicht manuell ändern, jedoch kann die Menge automatisch neu berechnet und/oder aktualisiert werden. Je nach Anwendungsfall können für die Berechnung folgende Daten herangezogen werden:

  • Offene Menge in der Verpackungsmengeneinheit laut Belegposition

  • Menge in der Lieferantenmengeneinheit laut Spalte Menge

  • Faktor für die Umrechnung der Menge von der Lieferantenmengeneinheit in die Verpackungsmengeneinheit

Folgende Anwendungsfälle werden u.a. unterschieden:

Anwendungsfälle

Erläuterungen

Verpackungsmengeneinheit laut Belegposition und Lieferantenmengeneinheit sind identisch.

In der Teile-Lieferanten-Beziehung ist keine Mindestbestellmenge hinterlegt.

In der Teile-Lieferanten-Beziehung ist keine Grundmenge hinterlegt.

In diesem Fall wird sowohl in der Spalte Menge als auch in der Spalte Menge in VME die Menge laut Belegposition angezeigt.

Wenn Sie die Menge in der Belegposition nachträglich ändern, dann werden die Spalteninhalte entsprechend aktualisiert, sodass die neue Menge angezeigt wird.

Voraussetzung: Die Verfügbarkeitsanfrage wurde noch nicht gespeichert. Nachdem die Verfügbarkeitsanfrage gespeichert wurde, erfolgen keine Aktualisierungen mehr. Dies gilt für alle Anwendungsfälle.

Verpackungsmengeneinheit laut Belegposition und Lieferantenmengeneinheit sind nicht identisch.

In der Teile-Lieferanten-Beziehung ist keine Mindestbestellmenge hinterlegt.

In der Teile-Lieferanten-Beziehung ist keine Grundmenge hinterlegt.

In diesem Fall werden folgende Mengen angezeigt:

  • Spalte Menge: Umgerechnete Menge in der Lieferantenmengeneinheit

    Der Faktor für die Umrechnung wird in der Spalte KBME angezeigt.

  • Spalte Menge in VME: Menge laut Belegposition

Beispiel 1: VME = Kartons, Lieferantenmengeneinheit = Stück

Ausgangsdaten:

  • Menge in der Belegposition: 10 Kartons (VME)

    Ein Karton enthält 5 Stück.

  • Lieferantenmengeneinheit: Stück

Daten der Verfügbarkeitsanfrage:

  • Spalten Menge und KBME: 50 Stück (je 0,2)

  • Spalten Menge in VME und VME: 10 Kartons

Beispiel 2: VME = Stück, Lieferantenmengeneinheit = Kartons

Ausgangsdaten:

  • Menge in der Belegposition: 100 Stück (VME)

  • Lieferantenmengeneinheit: Kartons

    Ein Karton enthält 5 Stück.

Daten der Verfügbarkeitsanfrage:

  • Spalten Menge und KBME: 20 Kartons (je 5)

  • Spalten Menge in VME und VME: 100 Stück

Verpackungsmengeneinheit laut Belegposition und Lieferantenmengeneinheit sind nicht identisch.

In der Teile-Lieferanten-Beziehung ist eine Mindestbestellmenge hinterlegt.

In der Teile-Lieferanten-Beziehung ist keine Grundmenge hinterlegt.

In diesem Fall werden folgende Mengen angezeigt:

  • Spalte Menge: Umgerechnete Menge in der Lieferantenmengeneinheit, ggf. erhöht auf die Mindestbestellmenge

    Der Faktor für die Umrechnung wird in der Spalte KBME angezeigt.

  • Spalte Menge in VME: Berechnete Menge in der Verpackungsmengeneinheit

    Wenn die Menge in der Lieferantenmengeneinheit auf Grund der Mindestbestellmenge erhöht wurde, dann wird die daraus resultierende Menge in der Verpackungsmengeneinheit berechnet und angezeigt.

    Damit bei der Umrechnung keine unvollständige Verpackungsmengeneinheiten entstehen, wird zur nächsten vollständigen Verpackungsmengeneinheit aufgerundet.

Beispiel 1: VME = Kartons, Lieferantenmengeneinheit = Stück

Ausgangsdaten:

  • Menge in der Belegposition: 10 Kartons (VME)

    Ein Karton enthält 5 Stück.

  • Lieferantenmengeneinheit: Stück

  • Mindestbestellmenge: 100 Stück

Daten der Verfügbarkeitsanfrage:

  • Spalten Menge und KBME: 100 Stück (je 0,2)

  • Spalten Menge in VME und VME: 20 Kartons

Beispiel 2: VME = Stück, Lieferantenmengeneinheit = Kartons

Ausgangsdaten:

  • Menge in der Belegposition: 100 Stück (VME)

  • Lieferantenmengeneinheit: Kartons

    Ein Karton enthält 5 Stück.

  • Mindestbestellmenge: 30 Kartons

Daten der Verfügbarkeitsanfrage:

  • Spalten Menge und KBME: 30 Kartons (je 5)

  • Spalten Menge in VME und VME: 150 Stück

Hinweis: Auch bei einer manuellen Änderung der Menge (Spalte Menge) wird die daraus resultierende Menge in der Verpackungsmengeneinheit neu berechnet und in der Spalte Menge in VME angezeigt. Dies gilt für alle Anwendungsfälle und ist unabhängig davon, ob die Verfügbarkeitsanfrage bereits gespeichert wurde oder nicht.

Verfügbarkeitsanfragen pflegen

Sie können:

Daten der Verfügbarkeitsanfrage ändern

Beim Öffnen des Fensters Verfügbarkeitsanfrage werden je Lieferant verschiedene Daten für die Verfügbarkeitsanfrage angezeigt oder vorgeschlagen. Die Menge und der Versandtermin aus der zu Grunde liegenden Belegposition werden vorgeschlagen. Solange die Verfügbarkeitsanfrage noch nicht gespeichert wurde, sind dies temporäre Daten. Das bedeutet: Die Daten werden bei jedem Öffnen des Fensters automatisch aktualisiert. Wenn Sie in der zu Grunde liegenden Belegposition z.B. die Menge ändern, dann wird beim erneuten Öffnen des Fensters automatisch die neue Menge vorgeschlagen.

Die Daten einer Verfügbarkeitsanfrage werden gespeichert, nachdem Sie die Menge und/oder den Termin geändert haben oder die Übertragungsfreigabe erteilt haben. Beim Speichern erhält die Verfügbarkeitsanfrage eine Belegnummer. Die Daten einer gespeicherten Verfügbarkeitsanfrage werden beim Öffnen des Fensters nicht mehr automatisch aktualisiert. So kann die Verfügbarkeitsanfrage auch noch zu einem späteren Zeitpunkt mit den gewünschten Daten versendet werden.

Wenn Sie in der zu Grunde liegenden Belegposition die Menge oder den Versandtermin nachträglich ändern, dann müssen Sie diese Daten in der gespeicherten Verfügbarkeitsanfrage manuell ändern.

Die Daten können Sie auch dann noch ändern, wenn die Verfügbarkeitsanfrage bereits an den Lieferanten gesendet wurde. Dies ist z.B. erforderlich, um die Verfügbarkeitsanfrage erneut an den Lieferanten zu senden. In diesem Fall haben die Änderungen weitere Auswirkungen. Mehr dazu unter: Verfügbarkeitsanfragen an Lieferanten senden

Verfügbarkeitsanfragen archivieren

Im Fenster Verfügbarkeitsanfrage werden Verfügbarkeitsanfragen wie folgt automatisch archiviert:

  • Beim Archivieren einer Belegposition wird die zugehörige Verfügbarkeitsanfrage zu der Belegposition archiviert.

  • Beim Archivieren eines Angebots oder Auftrags werden die Belegpositionen inkl. der zugehörigen Verfügbarkeitsanfragen archiviert.

Hinweis: Das Archivieren einer bereits gesendeten Verfügbarkeitsanfrage hat keine Auswirkungen beim Lieferanten. Die Verfügbarkeitsanfrage bleibt trotzdem im Fenster empfangene Verfügbarkeitsanfragen bearbeiten erhalten. Wenn der Lieferant die Antwort zu der Verfügbarkeitsanfrage sendet, dann wird die Eingangsnachricht nicht eingelesen und bleibt somit im Nachrichteneingang der INWB-Schnittstelle.

Verfügbarkeitsanfragen löschen

Im Fenster Verfügbarkeitsanfrage werden Verfügbarkeitsanfragen wie folgt automatisch gelöscht:

  • Beim Löschen einer Belegposition wird die zugehörige Verfügbarkeitsanfrage gelöscht.

  • Beim Löschen eines Angebots oder Auftrags werden die Belegpositionen inkl. der zugehörigen Verfügbarkeitsanfragen gelöscht.

Der Systemverwalter Ihres Unternehmens kann anhand der Speicherdauer bestimmen, wie lange archivierte Verfügbarkeitsanfragen zur Einsicht bereitstehen. Wenn die Speicherdauer einer Verfügbarkeitsanfrage abgelaufen ist, dann wird sie im Tagesabschluss automatisch gelöscht.

Hinweis: Das Löschen einer bereits gesendeten Verfügbarkeitsanfrage hat keine Auswirkungen beim Lieferanten. Die Verfügbarkeitsanfrage bleibt trotzdem im Fenster empfangene Verfügbarkeitsanfragen bearbeiten erhalten. Wenn der Lieferant die Antwort zu der Verfügbarkeitsanfrage sendet, dann wird die Eingangsnachricht nicht eingelesen und bleibt somit im Nachrichteneingang der INWB-Schnittstelle.

Verfügbarkeitsanfragen an Lieferanten senden

Verfügbarkeitsanfragen können Sie nur an Partner (Lieferanten) mit aktiven Partnervereinbarungen für den Nachrichtentyp "pAX-INVRPT" senden (aktives Kontrollkästchen in der Spalte PVb vh).

Voraussetzungen für das Senden einer Verfügbarkeitsanfrage sind:

Voraussetzungen

Erläuterungen

Der Datenaustausch über die INWB für Verfügbarkeitsanfragen ist konfiguriert.

Für den Partner (Lieferant) existiert eine aktive Partnervereinbarung für den Nachrichtentyp "pAX-INVRPT" (aktives Kontrollkästchen in der Spalte PVb vh).

Die Verfügbarkeitsanfrage ist nicht archiviert.

-

Die Menge ist größer "0".

-

Das Sendekennzeichen ist nicht gesetzt.

Das Kontrollkästchen in der Spalte BelS (Beleg gesendet) ist inaktiv.

Die Übertragungsfreigabe ist erteilt.

Das Kontrollkästchen in der Spalte ÜFgb (Übertragungsfreigabe) ist aktiv.

Die Verfügbarkeitsanfrage können Sie wie folgt senden:

  • Verfügbarkeitsanfragen an mehrere Lieferanten in einem Arbeitsschritt senden.

    Dazu wählen Sie den Menüpunkt Datei | Verfügbarkeitsanfragen senden, wodurch ein Filter geöffnet wird. In dem Filter grenzen Sie die Verfügbarkeitsanfragen und die Lieferanten mit Übertragungsfreigabe nochmals ein. Dies kann z.B. hilfreich sein, wenn die Verfügbarkeitsanfrage im ersten Schritt nur an bestimmte Lieferanten gesendet werden soll und zu einem späteren Zeitpunkt an weitere Lieferanten.

  • Eine Verfügbarkeitsanfrage an einen Lieferanten senden.

    Dazu wählen Sie den Menüpunkt Verfügbarkeitsanfrage senden im Kontextmenü der Zeile des gewünschten Lieferanten mit Übertragungsfreigabe. Auch hier wird ein Filter geöffnet. Der Filter enthält die Selektion zum Senden der Verfügbarkeitsanfrage an den betreffenden Lieferanten.

    Alternativ: Menüpunkt Extras | Verfügbarkeitsanfrage senden

Nachdem Sie das Senden gestartet haben, wird für die betreffenden Lieferanten jeweils eine INWB-Nachricht mit den Daten der Verfügbarkeitsanfrage erstellt. Die INWB-Nachrichten werden im Verzeichnis für Ausgangsnachrichten in der INWB-Schnittstelle gespeichert. Somit werden die INWB-Nachrichten wie für Ausgangsnachrichten üblich versendet. Wenn eine INWB-Nachricht tatsächlich an einen Lieferanten gesendet wurde, dann wird das Kontrollkästchen in der Spalte BelS aktiviert.

Hinweis: Der Datenaustausch über die INWB wird nicht in der Belegausgabe protokolliert. Informationen über den Datenaustausch erhalten Sie im Infofenster Datenaustausch (Menüpunkt Info | Datenaustausch im Fenster Verfügbarkeitsanfrage).

Verfügbarkeitsanfrage erneut senden

Eine Verfügbarkeitsanfrage, die bereits gesendet wurde, können Sie erneut senden. Dies kann z.B. erforderlich sein, wenn eine andere Menge benötigt wird oder der Termin nachträglich geändert wurde. In einem solchen Fall ändern Sie die Menge und/oder den Termin der Verfügbarkeitsanfrage. Durch das Ändern der Daten wird die Verfügbarkeitsanfrage als neue Anfrage betrachtet. Daher hat das Ändern der Daten folgende Auswirkungen:

  • Die Verfügbarkeitsanfrage erhält eine neue Belegnummer.

    Somit erhält der Lieferant eine neue Verfügbarkeitsanfrage.

  • Als Belegdatum wird das Tagesdatum der Änderung übernommen.

  • Das Sendekennzeichen wird zurückgenommen.

    Das Kontrollkästchen in der Spalte BelS wird deaktiviert.

  • Die Übertragungsfreigabe wird zurückgenommen.

    Das Kontrollkästchen in der Spalte ÜFgb wird deaktiviert.

  • Wenn zu der ursprünglichen Verfügbarkeitsanfrage bereits eine Antwort vorliegt, dann werden die Daten aus der Antwort gelöscht.

    Gelöscht werden die Werte der Spalten Bestand, verfügbar und vfgb zum.

    Zudem wird das Kontrollkästchen in der Antw erh deaktiviert.

Nachdem Sie die gewünschten Daten geändert haben, erteilen Sie die Übertragungsfreigabe für den betreffenden Lieferanten. Dazu aktivieren Sie wieder das Kontrollkästchen in der Spalte ÜFgb. Anschließend starten Sie das erneute Senden wie für das Senden üblich, z.B. über den Menüpunkt Verfügbarkeitsanfrage senden im Kontextmenü.

Verfügbarkeitsanfragen bei Lieferanten bearbeiten

Wenn eine Verfügbarkeitsanfrage von einem Kunden an Sie als Lieferant übermittelt wurde, dann wird die INWB-Nachricht aus der INWB-Schnittstelle nach proALPHA übernommen. Die Übernahme (das Einlesen) aus der INWB-Schnittstelle erfolgt in der Regel automatisiert über einen permanenten Job.

Hinweis: Eingehenden Verfügbarkeitsanfragen können mit der WorkflowAutomation überwacht werden. Dazu gibt es folgendes Ereignis: Neuanlage Verfügbarkeitsanfrage.

Die Daten der Verfügbarkeitsanfrage werden in die Übersicht des Fensters empfangene Verfügbarkeitsanfragen bearbeiten übernommen. Das Fenster öffnen Sie mit dem Menüpunkt empfangene Verfügbarkeitsanfragen bearbeiten in der Programmauswahl.

Beim Öffnen des Fensters können Sie die Verfügbarkeitsanfragen mit Hilfe eines Filters eingrenzen. Dazu stehen folgende Selektionskriterien zur Verfügung:

Selektionskriterien

Erläuterungen

Felder von Kunde und bis Kunde

Mit den Feldern grenzen Sie die Kunden ein, von denen Sie die Verfügbarkeitsanfragen erhalten haben. Dazu können Sie in den Feldern jeweils eine Kundennummer eingeben oder zuordnen.

Felder von Belegnummer und bis Belegnummer

Mit den Feldern grenzen Sie die Verfügbarkeitsanfragen ein. Dazu können Sie in den Feldern jeweils eine Belegnummer eingeben oder zuordnen.

Felder von Belegdatum und bis Belegdatum

Mit den Feldern grenzen Sie die Verfügbarkeitsanfragen ein. Dazu können Sie in den Feldern jeweils ein Belegdatum eingeben oder zuordnen.

Felder von Teil und bis Teil

Mit den Feldern grenzen Sie die Teile ein, zu denen Verfügbarkeitsanfragen angezeigt werden sollen. Dazu können Sie in den Feldern jeweils eine Teilenummer eingeben oder zuordnen.

Felder von Termin und bis Termin

Mit den Feldern grenzen Sie die Termine ein, zu denen die Teile laut Verfügbarkeitsanfrage bei den Kunden benötigt werden. Dazu können Sie in den Feldern jeweils ein Datum eingegeben oder im Kalender auswählen.

Kontrollkästchen ÜbertragungsFgbe

Mit dem Kontrollkästchen bestimmen Sie, ob nur Verfügbarkeitsanfragen mit Übertragungsfreigabe angezeigt werden oder nur Verfügbarkeitsanfragen ohne Übertragungsfreigabe.

So können Sie z.B. Verfügbarkeitsanfragen mit Übertragungsfreigabe selektieren, um anschließend die Antworten an die Kunden zu senden. Ebenso können Sie Verfügbarkeitsanfragen ohne Übertragungsfreigabe selektieren, z.B. um die Verfügbarkeitsprüfungen durchzuführen.

Optionsgruppe offene/ archivierte/alle

Mit der Optionsgruppe bestimmen Sie, ob nur offene ,nur archivierte oder alle Verfügbarkeitsanfragen angezeigt werden.

Hinweis: Wenn ein Kunde eine fehlerhafte Verfügbarkeitsanfrage sendet, dann wird die Eingangsnachricht nicht eingelesen und bleibt somit im Nachrichteneingang der INWB-Schnittstelle. Eine Nachricht wird als fehlerhaft betrachtet, wenn sie z.B. eine nicht identifizierbare Teilenummer oder Mengeneinheit enthält. Solche Nachrichten können wie dafür üblich überwacht und bearbeitet werden. So können die Nachrichten z.B. storniert werden, sodass sie nach Ablauf der Speicherdauer für INWB-Nachrichten automatisch gelöscht werden.

Themen:

Erläuterungen zu den Spalten im Fenster "empfangene Verfügbarkeitsanfragen bearbeiten"

Spalten

Erläuterungen

BelegNr

Belegnummer der Verfügbarkeitsanfrage

Belegdatum

Belegdatum der Verfügbarkeitsanfrage

Kunde

Partner ist der Mandant oder Kunde, von dem Sie die Verfügbarkeitsanfrage erhalten haben. An diesen Partner senden Sie das Ergebnis Ihrer Verfügbarkeitsprüfung.

In der Spalte wird die Kundennummer angezeigt, unter der der Partner bei Ihnen als Kunde im Kundenstamm geführt wird.

Name

In der Spalte werden Name (Name 1) und Adressangaben (Straße und Ort) des Kunden angezeigt.

PVb vh (Partnervereinbarung vorhanden)

Das Kontrollkästchen ist aktiv, wenn für den Kunden der Datenaustausch über die INWB konfiguriert ist, sodass für den Kunden eine aktive Partnervereinbarung für den Nachrichtentyp "pAX-INVRPT" existiert.

ÜFgb (Übertragungsfreigabe)

Mit dem aktiven Kontrollkästchen bestimmen Sie, dass die Antwort auf die Verfügbarkeitsanfrage für die Versendung über die INWB freigegeben ist.

Das Kontrollkästchen aktivieren Sie, nachdem das Ergebnis der Verfügbarkeitsprüfung zu der Verfügbarkeitsanfrage vorliegt und die daraus resultierenden Daten im Fenster empfangene Verfügbarkeitsanfragen bearbeiten erfasst wurden.

Das Kontrollkästchen können Sie aktivieren, wenn für den Kunden eine aktive Partnervereinbarung für den Nachrichtentyp "pAX-INVRPT" existiert. Dies erkennen Sie anhand des aktiven Kontrollkästchens in der Spalte PVb vh.

Hinweis: Die Übertragungsfreigabe kann in der WorkflowAutomation automatisch erteilt werden. Dazu gibt es folgenden Verarbeitungsvorgang: Übertragungsfreigabe setzen

Das Kontrollkästchen können Sie manuell deaktivieren, wenn die Antwort nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt an den Kunden gesendet werden soll.

Das Kontrollkästchen wird automatisch deaktiviert, wenn Sie folgende Daten ändern, um die Antwort erneut zu senden: Bestand und/oder die verfügbare Menge und/oder das Datum "verfügbar zum".

BelS (Beleg gesendet)

Anhand des Kontrollkästchens erkennen Sie, ob die Ausgangsnachricht mit der Antwort zu der Verfügbarkeitsanfrage tatsächlich an den Kunden gesendet wurde. Das Kontrollkästchen wird automatisch aktiviert, sobald die INWB-Nachricht aus dem Nachrichtenausgang der INWB-Schnittstelle übertragen wurde.

Das Kontrollkästchen können Sie manuell deaktivieren, wenn die Antwort erneut gesendet werden soll.

Das Kontrollkästchen wird automatisch deaktiviert, wenn Sie folgende Daten ändern, um die Antwort erneut zu senden: Bestand und/oder die verfügbare Menge und/oder das Datum "verfügbar zum".

Teil

Nummer, unter der das angefragte Teil beim Lieferanten geführt wird (Lieferantenteilenummer)

Tipp: Mit dem Menüpunkt Info | Teil können Sie das Infofenster Teile (Info) öffnen. In dem Infofenster sehen Sie Informationen zu dem angefragten Teil. In dem Infofenster können Sie weitere Informationen aufrufen, u.a. Bestandsübersicht und Dispositionskonto des Teils.

Menge und KBME

Angefragte Menge des Teils laut Verfügbarkeitsanfrage in der Lieferantenmengeneinheit (Bestellmengeneinheit)

Die Menge wird für alle Verfügbarkeitsprüfungen herangezogen.

Termin

Angefragter Termin laut Verfügbarkeitsanfrage

VersTermin (Versandtermin)

Versandtermin beim Lieferanten

Zu diesem Termin muss das Teil vom Lieferanten an den Kunden versendet werden, damit es beim Kunden zu dem angefragten Termin verfügbar ist. Der Versandtermin wird bei der Übernahme der Verfügbarkeitsanfrage berechnet und in der Verfügbarkeitsanfrage vorgeschlagen. Mehr dazu unter: Erläuterungen zu den Terminen

Der Versandtermin wird für die dynamische Verfügbarkeitsprüfung oder die CTP-Terminanfrage herangezogen.

Bestand

In diesen Spalten werden die Ergebnisse aus den Verfügbarkeitsprüfungen vorgeschlagen. Mehr dazu unter: Verfügbarkeitsprüfungen bei Lieferanten durchführen

verfügbar

vfgb zum

lz VfPf (stat)

Zeitpunkt (Datum und Uhrzeit), zu dem die letzte statische Verfügbarkeitsprüfung durchgeführt wurde und das Prüfungsergebnis in die Spalte Bestand übernommen wurde.

lz VfPf (dyn)

Zeitpunkt (Datum und Uhrzeit), zu dem die letzte dynamisch Verfügbarkeitsprüfung durchgeführt wurde und das Prüfungsergebnis in die Spalten verfügbar und vfgb zum übernommen wurde.

lz CTP-Anfrage

Zeitpunkt (Datum und Uhrzeit), zu dem die letzte CTP-Anfrage durchgeführt wurde und das Prüfungsergebnis in die Spalten verfügbar und vfgb zum übernommen wurde.

VertGr

Mit der Verteilergruppe bestimmen Sie, welche Sachbearbeiter über Vorgängen informiert werden, die in der WorkflowAutomation für die Verfügbarkeitsanfrage ausgelöst werden. Mehr dazu unter: Verfügbarkeitsanfragen bei Lieferanten überwachen

Die Verteilergruppe wird beim Einlesen der Verfügbarkeitsanfrage aus den Standardbelegparametern ermittelt und vorgeschlagen. Den Vorschlagswert können Sie ändern.

arch (archiviert)

Anhand des aktiven Kontrollkästchens erkennen Sie, dass die Verfügbarkeitsanfrage archiviert ist. Mehr dazu unter: Verfügbarkeitsanfragen bei Lieferanten archivieren

Erläuterungen zu den Terminen

In der Spalte Termin wird der vom Kunden angefragte Termin angezeigt. Dies ist der Termin, zu dem der Kunde das Teil auf dem Lagerort der zu Grunde liegenden Belegposition benötigt.

Die Spalte VersTermin enthält den Versandtermin beim Lieferanten. Zu diesem Termin muss das Teil vom Lieferanten an den Kunden versendet werden, damit es beim Kunden zu dem angefragten Termin verfügbar ist. Der Versandtermin ist der angefragte Termin abzüglich der Transportzeit, die für den Transport des Teils vom Lieferanten an den Kunden benötigt wird.

Der Versandtermin wird bei der Übernahme der empfangenen Verfügbarkeitsanfrage berechnet und in der Verfügbarkeitsanfrage vorgeschlagen. Dazu wird die Transportzeit aus der Adressmatrix der folgenden Adressen ermittelt:

  • Abgangsadresse beim Lieferanten

    Als Abgangsadresse wird die Adresse des Basislagers des Teils aus dem Dispositionsbereich ermittelt, der auch für die Verfügbarkeitsprüfungen beim Lieferanten herangezogen wird. Der Dispositionsbereich wird aus dem Anwendungsparameter MD_DefaultMRPArea ermittelt. Wenn dort kein Dispositionsbereich hinterlegt ist, dann wird der Dispositionsbereich aus den Dispositionsparametern des Teils ermittelt. Wenn zu dem Teil mehrere Dispositionsbereiche hinterlegt sind, dann wird der Dispositionsbereich mit dem kleinsten Schlüssel ermittelt.

    Wenn kein Dispositionsbereich ermittelt wurde, dann wird auch keine Transportzeit ermittelt.

  • Empfängeradresse beim Kunden (Lieferadresse)

    Als Empfängeradress wird die Adresse des Lagerorts verwendet, der in der zu Grunde liegenden Belegposition erfasst ist. Diese Adresse wird mit der INWB-Nachricht übermittelt, jedoch im Fenster empfangene Verfügbarkeitsanfragen bearbeiten nicht angezeigt.

    Bei der Übernahme der Verfügbarkeitsanfrage wird mit Hilfe des Soundex Coding Systems geprüft, ob im Kundenstamm des betreffenden Kunden zu der übermittelten Empfängeradresse eine korrespondierende Lieferadresse erfasst ist.

    Wenn eine Lieferadresse erfasst ist, dann wird dazu die Transportzeit aus der Adressmatrix ermittelt.

    Wenn mehrere Lieferadressen erfasst sind oder keine Lieferadresse erfasst ist, dann wird keine Transportzeit ermittelt.

Wenn eine Transportzeit ermittelt wurde, dann wird der Versandtermin in der Spalte VersTermin vorgeschlagen, sodass Sie ihn nach Ihren Anforderungen ändern können. Wurde keine Transportzeit ermittelt, dann bleibt die Spalte leer.

Der Versandtermin wird für die dynamische Verfügbarkeitsprüfung oder die CTP-Terminanfrage herangezogen. Mehr dazu unter: Verfügbarkeitsprüfungen bei Lieferanten durchführen

Verfügbarkeitsanfragen bei Lieferanten überwachen

Verfügbarkeitsanfragen, die bei Lieferanten eingehen, können in der WorkflowAutomation überwacht und automatisiert werden. Anhand der WorkflowAutomation können Sie:

  • Sachbearbeiter über eingehende Verfügbarkeitsanfragen informieren und Vorgänge in der WorkflowAutomation automatisch abarbeiten lassen. Dazu sind im Workflow-Bereich Verfügbarkeitsanfrage (MMV) verschiedene Komponenten vordefiniert.

    • Ereignis Neuanlage Verfügbarkeitsanfrage (EreignisNr 10)

    • Vorgang Verfügbarkeitsanfrage bearbeiten (VorgangsNr 100)

    • Verarbeitungsvorgang Verfügbarkeit prüfen (VorgangsNr 200)

    • Verarbeitungsvorgang Übertragungsfreigabe setzen (VorgangsNr 300)

    • Verarbeitungsvorgang Verfügbarkeitsanfrage zurücksenden (VorgangsNr 400)

  • Verfügbarkeitsanfragen können Sie mit Zuständen sperren.

Hinweis: Die WorkflowAutomation zu dem Ereignis können Sie auch manuell starten (Menüpunkt Extras | Workflow Ereignis auslösen).

Ereignis auslösen

Bedingungen

Die Voraussetzungen für die WorkflowAutomation sind erfüllt.

Hinweis: Die für die WorkflowAutomation benötigte Verteilergruppe wird bei der Übernahme der INWB-Nachricht aus den Standardbelegparametern ermittelt und zu der Verfügbarkeitsanfrage vorgeschlagen. Den Vorschlagswert können Sie im Fenster empfangene Verfügbarkeitsanfragen bearbeiten ändern (Spalte VertGr).

Zeitpunkt

Das Ereignis "10" wird zu einer Verfügbarkeitsanfrage ausgelöst, wenn diese durch die Übernahme der INWB-Nachricht erfasst wird.

Auswirkungen

Der betreffenden Verfügbarkeitsanfrage wird ein Zustand automatisch zugeordnet. Den Zustand können Sie im Fenster empfangene Verfügbarkeitsanfragen bearbeiten einsehen (Menüpunkt Funktion | Zustände).

Der Zustand einer Verfügbarkeitsanfrage wird in der Regel automatisch aufgehoben. So wird z.B. eine Sperre aufgehoben, wenn alle Vorgänge, die auf Grund des Ereignisses angefallen sind, abgearbeitet wurden.

Die zuständigen Sachbearbeiter werden anhand des Vorgangs "Verfügbarkeitsanfrage bearbeiten" (VorgangsNr 100) informiert. Die Sachbearbeiter werden aus der Verteilergruppe ermittelt, die zu der Verfügbarkeitsanfrage hinterlegt ist.

Vorgänge, die auf Grund von Ereignissen anfallen, werden in der WorkflowAutomation automatisch in die Aufgabenmonitore der zuständigen Sachbearbeiter gestellt. Dort können die Sachbearbeiter die angefallenen Vorgänge abarbeiten.

Vorgänge auslösen

Mit Hilfe des Ereignisses kann die Bearbeitung der Verfügbarkeitsanfragen in der WorkflowAutomation automatisiert werden. Dazu gibt es folgende Vorgänge, die durch das Ereignis "10" ausgelöst werden können.

Vorgänge

Verwendung

Verfügbarkeitsanfrage bearbeiten (VorgangsNr 100)

Vorgangstyp: Manueller Vorgang (Dialog)

Benachrichtigung eines Sachbearbeiters, der für die Bearbeitung der Verfügbarkeitsanfrage zuständig ist. Dazu wird der Vorgang in den Aufgabenmonitor des zuständigen Sachbearbeiters gestellt.

Verfügbarkeit prüfen (VorgangsNr 200)

Vorgangstyp: Verarbeitungsvorgang

Automatische Durchführung der folgenden Verfügbarkeitsprüfungen:

  • Statische Verfügbarkeitsprüfung

  • Dynamische Verfügbarkeitsprüfung

  • CTP-Terminanfrage

    (Gilt nur für Eigenfertigungsteile.)

Durch den Verarbeitungsvorgang wird im ersten Schritt eine statische Verfügbarkeitsprüfung durchgeführt. Anschließend erfolgt je nach Teil entweder eine dynamische Verfügbarkeitsprüfung oder eine CTP-Terminanfrage. Die CTP-Anfrage erfolgt nur dann, wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt. Ansonsten erfolgt die dynamische Verfügbarkeitsprüfung. Mehr dazu unter: Verfügbarkeitsprüfungen bei Lieferanten durchführen

Die Ergebnisse der Prüfungen werden in den folgenden Spalten vorgeschlagen:

  • Bestand (Ergebnis aus der statischen Verfügbarkeitsprüfung)

  • verfügbar (Ergebnis aus der dynamischen Verfügbarkeitsprüfung oder der CTP-Terminanfrage)

  • vfgb zum (Ergebnis aus der dynamischen Verfügbarkeitsprüfung oder der CTP-Terminanfrage)

Wenn die Verarbeitung des Vorgangs abgebrochen wird, dann wird der Vorgang in den Aufgabenmonitor des zuständigen Sachbearbeiters gestellt. Dieser kann die Daten entsprechend bearbeiten und den Verarbeitungsvorgang freigeben, womit dessen automatische Verarbeitung erneut gestartet wird.

Übertragungsfreigabe setzen (VorgangsNr 300)

Vorgangstyp: Verarbeitungsvorgang

Automatische Freigabe einer Verfügbarkeitsanfrage für die Versendung der Antwort über die INWB.

Im Fenster empfangene Verfügbarkeitsanfragen bearbeiten wird das Kontrollkästchen in der Spalte ÜFgb aktiviert, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Eine Voraussetzung ist, dass für den Kunden eine aktive Partnervereinbarung für den Nachrichtentyp "pAX-INVRPT" existiert.

Wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt sind, dann wird die Verarbeitung des Vorgangs abgebrochen und der Vorgang wird in den Aufgabenmonitor des zuständigen Sachbearbeiters gestellt. Dieser kann die Verfügbarkeitsanfrage entsprechend bearbeiten und den Verarbeitungsvorgang freigeben, womit dessen automatische Verarbeitung erneut gestartet wird.

Verfügbarkeitsanfrage zurücksenden (VorgangsNr 400)

Vorgangstyp: Verarbeitungsvorgang

Automatisches Senden der Antwort auf eine Verfügbarkeitsanfrage über die INWB.

Die Antwort wird gesendet, wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt sind.

Wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt sind, dann wird die Verarbeitung des Vorgangs abgebrochen und der Vorgang wird in den Aufgabenmonitor des zuständigen Sachbearbeiters gestellt. Dieser kann den Auftrag entsprechend bearbeiten und den Verarbeitungsvorgang freigeben, womit dessen automatische Verarbeitung erneut gestartet wird.

Verfügbarkeitsprüfungen bei Lieferanten durchführen

Für die Prüfung der Verfügbarkeit des Teils einer Verfügbarkeitsanfrage gibt es folgenden Verfügbarkeitsprüfungen:

  • Statische Verfügbarkeitsprüfung

  • Dynamische Verfügbarkeitsprüfung

  • CTP-Terminanfrage

    (Gilt nur für Eigenfertigungsteile.)

Voraussetzungen für das Durchführen einer Verfügbarkeitsprüfung sind:

Voraussetzungen

Erläuterungen

Das Teil ist nicht archiviert.

-

Das Teil wird auf Lagerorten geführt.

Verfügbarkeitsprüfungen können Sie für Teile mit Lagerführung durchführen.

Die Teilearten, deren Teile auf Lagerorten geführt werden können, sind in der Compilerkonstante pa_M_PTList_StorageArea hinterlegt.

Ausnahmen:

  • Für Konfigurationsteile (Teileart "4") und Variantenteile (Teileart "7") können Sie keine Verfügbarkeitsanfragen durchführen.

  • Für Sets (Teileart "45") und Set-Bestandteile können Sie keine Verfügbarkeitsanfragen durchführen.

Für das Teil existiert ein Dispositionsbereich, in dem die Verfügbarkeit geprüft werden kann.

Die Verfügbarkeit des Teils wird innerhalb eines Dispositionsbereichs geprüft. Der Dispositionsbereich wird beim Start einer Verfügbarkeitsprüfung in folgender Reihenfolge ermittelt:

  1. Dispositionsbereich, der in dem Anwendungsparameter MD_DefaultMRPArea hinterlegt ist.

  2. Dispositionsbereich, der in den Dispositionsparametern des Teils hinterlegt ist.

    Wenn zu dem Teil mehrere Dispositionsbereiche hinterlegt sind, dann wird der Dispositionsbereich mit dem kleinsten Schlüssel ermittelt.

Die Verfügbarkeit des Teils wird in dem Dispositionsbereich geprüft, der in der beschriebenen Reihenfolge zuerst ermittelt wurde. So werden z.B. bei der statischen Verfügbarkeitsprüfung die Lagerbestände auf den Lagerorten innerhalb des ermittelten Dispositionsbereichs geprüft.

Wenn kein Dispositionsbereich ermittelt wurde, dann erfolgt keine Verfügbarkeitsprüfung.

Das Teil ist ein Eigenfertigungsteil und hat eine zulässige Teileart.

(Gilt nur für die Verfügbarkeitsprüfung durch CTP-Terminanfragen.)

Zulässig sind:

  • Fertigungsteile (Teileart "0")

  • Vorfertigungsteile (Teileart "1" und "2")

  • Allgemeine Baugruppen (Teileart "5")

  • Vorfertigungsbaugruppen (Teileart "6")

  • Endprodukte (Teileart "9")

Ausnahmen: Für Teile mit Variantenarten können Sie keine CTP-Terminanfragen durchführen.

Wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt sind, dann ist im Fenster empfangene Verfügbarkeitsanfragen bearbeiten der Menüpunkt Extras | Verfügbarkeit prüfen (CTP) ausgegraut.

Die Voraussetzungen werden auch in der WorkflowAutomation beim Auslösen des Verarbeitungsvorgangs "Verfügbarkeit prüfen" geprüft. Wenn die Voraussetzungen für die CTP-Terminanfrage nicht erfüllt sind, dann erfolgt eine dynamische Verfügbarkeitsprüfung.

Eine Verfügbarkeitsprüfung kann wie folgt durchgeführt werden:

  • Sie starten die einzelnen Verfügbarkeitsprüfungen manuell mit dem jeweiligen Menüpunkt im Menü Extras des Fensters empfangene Verfügbarkeitsanfragen bearbeiten.

  • Die Verfügbarkeitsprüfungen werden in der WorkflowAutomation automatisch durchgeführt. Dazu gibt es den Verarbeitungsvorgang "Verfügbarkeit prüfen". Mehr dazu unter: Verfügbarkeitsanfragen bei Lieferanten überwachen

Erläuterungen zu den Verfügbarkeitsprüfungen:

Verfügbarkeitsprüfungen

Erläuterungen

Statische Verfügbarkeitsprüfung (Menüpunkt Extras | Verfügbarkeit prüfen (statisch))

Bei der statischen Verfügbarkeitsprüfung wird geprüft, ob der verfügbare Lagerbestand des Teils für die Lieferung zum gewünschten Termin ausreicht. Die Prüfung erfolgt auf den Lagerorten innerhalb des Dispositionsbereichs, der beim Start der Verfügbarkeitsprüfung ermittelt wurde. Geprüft wird jeweils der verfügbare Lagerbestand nach Abzug der Lagerreservierungen (verfügbar 1 (LO)).

Ergebnis der Prüfung ist die aktuell verfügbare Bestandsmenge. Die Bestandsmenge wird in der Spalte Bestand vorgeschlagen.

In der Spalte lz VfPf (stat) wird der Zeitpunkt (Datum und Uhrzeit) angezeigt, zu dem die letzte statische Verfügbarkeitsprüfung durchgeführt wurde.

Dynamische Verfügbarkeitsprüfung (Menüpunkt Extras | Verfügbarkeit prüfen (dynamisch))

Bei der dynamischen Verfügbarkeitsprüfung wird geprüft, wann das Teil voraussichtlich wieder verfügbar ist. Die Prüfung erfolgt in dem Dispositionsbereich, der beim Start der Verfügbarkeitsprüfung ermittelt wurde.

Die Prüfung basiert auf folgenden Werten:

  • Angefragte Menge des Teils laut Verfügbarkeitsanfrage (Spalte Menge) in der Lieferantenmengeneinheit (Bestellmengeneinheit)

  • Versandtermin beim Lieferanten (Spalte VersTermin)

    Der Versandtermin ist der angefragte Termin abzüglich der Transportzeit. Der Versandtermin wird bei der Übernahme der empfangenen Verfügbarkeitsanfrage berechnet. Mehr dazu unter: Erläuterungen zu den Terminen

    Wenn keine Transportzeit ermittelt wurde, dann wird der angefragte Termin herangezogen (Spalte Termin).

Ergebnis der Prüfung:

  • Lieferbare Menge

    Dies kann die komplette angefragte Menge sein oder eine Teilmenge davon. Wenn in der Spalte eine Teilmenge angezeigt wird, dann ist diese Teilmenge zu dem angefragten Termin verfügbar.

    Die lieferbare Menge wird in der Spalte verfügbar vorgeschlagen.

  • Frühester Liefertermin für die lieferbare Menge

    Dies ist der Termin, zu dem die komplette angefragte Menge des Teils beim Kunden frühestens angeliefert werden kann. Bei der Berechnung des Termins wird die Transportzeit für den Transport des Teils vom Lieferanten an den Kunden berücksichtigt.

    Der früheste Liefertermin wird in der Spalte vfgb zum vorgeschlagen.

    Beim Senden der Antwort wird jedoch der folgende Termin an den Kunden übermittelt:

    • Der angefragte Termin, wenn der berechnete früheste Liefertermin vor oder zu dem angefragten Termin liegt.

    • Der berechnete früheste Liefertermin, wenn er nach dem angefragten Termin liegt.

      In diesem Fall ist das Feld rot unterlegt. So erkennen Sie, dass das Teil nicht termingerecht geliefert werden kann.

In der Spalte lz VfPf (dyn) wird der Zeitpunkt (Datum und Uhrzeit) angezeigt, zu dem die letzte dynamische Verfügbarkeitsprüfung durchgeführt wurde.

CTP-Terminanfrage (Menüpunkt Extras | Verfügbarkeit prüfen (CTP))

(Gilt nur für Eigenfertigungsteile.)

Für ein Eigenfertigungsteil wird mit Hilfe einer Terminanfrage ein realistischer Endtermin für die Fertigstellung ermittelt. Die Prüfung erfolgt in dem Dispositionsbereich, der beim Start der Verfügbarkeitsprüfung ermittelt wurde.

Die Prüfung basiert auf folgenden Werten:

  • Angefragte Menge des Teils laut Verfügbarkeitsanfrage (Spalte Menge) in der Lieferantenmengeneinheit (Bestellmengeneinheit)

  • Versandtermin beim Lieferanten (Spalte VersTermin)

    Der Versandtermin ist der angefragte Termin abzüglich der Transportzeit. Der Versandtermin wird bei der Übernahme der empfangenen Verfügbarkeitsanfrage berechnet. Mehr dazu unter: Erläuterungen zu den Terminen

    Wenn keine Transportzeit ermittelt wurde, dann wird der angefragte Termin herangezogen (Spalte Termin).

Ergebnis der Prüfung:

  • Lieferbare Menge

    Als lieferbare Menge wird die komplette angefragte Menge des Teils vorgeschlagen.

  • Frühester Liefertermin für die komplette angefragte Menge des Teils.

    Dies ist der Termin, zu dem die komplette angefragte Menge des Teils beim Kunden frühestens angeliefert werden kann. Bei der Berechnung des Termins wird die Transportzeit für den Transport des Teils vom Lieferanten an den Kunden berücksichtigt.

    Der früheste Liefertermin wird in der Spalte vfgb zum vorgeschlagen.

    Beim Senden der Antwort wird jedoch der folgende Termin an den Kunden übermittelt:

    • Der angefragte Termin, wenn der berechnete früheste Liefertermin vor oder zu dem angefragten Termin liegt.

    • Der berechnete früheste Liefertermin, wenn er nach dem angefragten Termin liegt.

      In diesem Fall ist das Feld rot unterlegt. So erkennen Sie, dass das Teil nicht termingerecht geliefert werden kann.

In der Spalte lz CTP-Anfrage wird der Zeitpunkt (Datum und Uhrzeit) angezeigt, zu dem die letzte CTP-Terminanfrage durchgeführt wurde.

Verfügbarkeitsanfragen bei Lieferanten pflegen

Sie können:

Daten der Verfügbarkeitsanfragen bei Lieferanten ändern

Im Fenster empfangene Verfügbarkeitsanfragen bearbeiten können Sie folgende Daten einer Verfügbarkeitsanfrage manuell ändern:

  • Bestandsmenge, die beim Durchführen der statischen Verfügbarkeitsprüfung ermittelt wurde (Spalte Bestand)

  • Verfügbare Menge, die beim Durchführen der dynamischen Verfügbarkeitsprüfung oder der CTP-Terminanfrage ermittelt wurde (Spalte verfügbar)

  • Termin, der beim Durchführen der dynamischen Verfügbarkeitsprüfung oder der CTP-Terminanfrage ermittelt wurde (Spalte vfgb zum)

  • Übertragungsfreigabe (Spalte ÜbertragungsFgbe).

    Das Kontrollkästchen können Sie aktivieren, wenn für den Kunden eine aktive Partnervereinbarung für den Nachrichtentyp "pAX-INVRPT" existiert.

  • Verteilergruppe für die WorkflowAutomation (Spalte VertGr)

Die Daten können Sie auch dann noch ändern, wenn die Antwort auf die Verfügbarkeitsanfrage bereits an den Kunden gesendet wurde. Dies ist z.B. erforderlich, um die Antwort mit geänderten Daten erneut an den Kunden zu senden. Mehr dazu unter: Antworten auf Verfügbarkeitsanfragen an Kunden senden

Verfügbarkeitsanfragen bei Lieferanten archivieren

Im Fenster empfangene Verfügbarkeitsanfragen bearbeiten können Verfügbarkeitsanfragen wie folgt archiviert werden:

  • Sie archivieren einzelne Verfügbarkeitsanfragen manuell.

    Um eine Verfügbarkeitsanfrage zu archivieren, wählen Sie den Menüpunkt Verfügbarkeitsanfrage archivieren im Kontextmenü zu der Verfügbarkeitsanfrage.

    Alternativ: Menüpunkt Extras | Verfügbarkeitsanfrage archivieren

    Durch das Archivieren wird das Kontrollkästchen in der Spalte arch aktiviert.

  • Sie archivieren mehrere Verfügbarkeitsanfragen in einem Arbeitsschritt manuell.

    Um mehrere Verfügbarkeitsanfragen zu archivieren, grenzen Sie diese zuerst im Filter des Fensters ein. Wenn die zu archivierenden Verfügbarkeitsanfragen in dem Fenster angezeigt werden, dann wählen Sie den Menüpunkt Extras | Verfügbarkeitsanfragen archivieren. Dadurch werden alle angezeigten Verfügbarkeitsanfragen archiviert und die Kontrollkästchen in der Spalte arch aktiviert.

  • Eine Verfügbarkeitsanfrage wird automatisch archiviert, nachdem die Antwort an den Kunden gesendet wurde.

  • Verfügbarkeitsanfragen werden in der WorkflowAutomation automatisch archiviert, nachdem der Verarbeitungsvorgang "Verfügbarkeitsanfrage zurücksenden" abgearbeitet wurde. Mehr dazu unter: Verfügbarkeitsanfragen bei Lieferanten überwachen

Archivierung aufheben

Im Fenster empfangene Verfügbarkeitsanfragen bearbeiten können Sie die Archivierung einzelner Verfügbarkeitsanfragen wieder aufheben. Dazu wählen Sie den Menüpunkt Verfügbarkeitsanfrage dearchivieren im Kontextmenü zu der archivierten Verfügbarkeitsanfrage.

Alternativ: Menüpunkt Extras | Verfügbarkeitsanfrage dearchivieren

Durch das Dearchivieren wird das Kontrollkästchen in der Spalte arch deaktiviert.

Verfügbarkeitsanfragen bei Lieferanten löschen

Im Fenster empfangene Verfügbarkeitsanfragen bearbeiten können Sie einzelne Verfügbarkeitsanfragen löschen (Schaltfläche ).

Der Systemverwalter Ihres Unternehmens kann anhand der Speicherdauer bestimmen, wie lange archivierte Verfügbarkeitsanfragen zur Einsicht bereitstehen. Wenn die Speicherdauer einer Verfügbarkeitsanfrage abgelaufen ist, dann wird sie im Tagesabschluss automatisch gelöscht.

Antworten auf Verfügbarkeitsanfragen an Kunden senden

Wenn die Ergebnisse aus den Verfügbarkeitsprüfungen vorliegen, dann senden Sie dem Kunden die Antwort auf seine Verfügbarkeitsanfrage. Dadurch werden dem Kunden u.a. die Daten der folgenden Spalten zur der Verfügbarkeitsanfrage übermittelt:

  • Spalte Bestand

  • Spalte verfügbar

  • Spalte vfgb zum

Voraussetzungen für das Senden der Antwort auf eine Verfügbarkeitsanfrage sind:

Voraussetzungen

Erläuterungen

Der Datenaustausch über die INWB für Verfügbarkeitsanfragen ist konfiguriert.

Für den Partner (Kunden) existiert eine aktive Partnervereinbarung für den Nachrichtentyp "pAX-INVRPT" senden (aktives Kontrollkästchen in der Spalte PVb vh).

Die Verfügbarkeitsanfrage ist nicht archiviert.

Beim Lieferanten wurde die empfangende Verfügbarkeitsanfrage nicht archiviert.

Die Verfügbarkeitsanfrage ist nicht gesperrt.

Der Verfügbarkeitsanfrage ist kein Zustand mit der Funktion Sperre für den Workflow-Bereich Verfügbarkeitsanfrage (MMV) zugeordnet.

Das Sendekennzeichen ist nicht gesetzt.

Das Kontrollkästchen in der Spalte BelS (Beleg gesendet) ist inaktiv.

Die Übertragungsfreigabe ist erteilt.

Das Kontrollkästchen in der Spalte ÜFgb (Übertragungsfreigabe) ist aktiv.

Die Antwort können Sie wie folgt senden:

  • Antworten auf verschiedene Verfügbarkeitsanfragen von mehreren Kunden in einem Arbeitsschritt senden.

    Dazu wählen Sie den Menüpunkt Datei | Verfügbarkeitsanfragen senden, wodurch ein Filter geöffnet wird. In dem Filter grenzen Sie die Verfügbarkeitsanfragen und die Kunden mit Übertragungsfreigabe nochmals ein. Dies kann z.B. hilfreich sein, wenn die Antworten im ersten Schritt nur an bestimmte Kunden gesendet werden soll und zu einem späteren Zeitpunkt an weitere Kunden.

  • Die Antwort auf eine Verfügbarkeitsanfrage eines Kunden senden.

    Dazu wählen Sie den Menüpunkt Verfügbarkeitsanfrage senden im Kontextmenü der Zeile des gewünschten Kunden mit Übertragungsfreigabe. Auch hier wird ein Filter geöffnet. Der Filter enthält die Selektion zum Senden der Antwort an den betreffenden Kunden.

    Alternativ: Menüpunkt Extras | Verfügbarkeitsanfrage senden

  • Antworten auf Verfügbarkeitsanfragen können in der WorkflowAutomation automatisch gesendet werden. Dazu gibt es den Verarbeitungsvorgang "Verfügbarkeitsanfrage zurücksenden".

Nachdem Sie das Senden gestartet haben, wird für die betreffenden Kunden jeweils eine INWB-Nachricht mit den Daten der Verfügbarkeitsanfrage inkl. der Ergebnisse aus den Verfügbarkeitsprüfungen erstellt. Die INWB-Nachrichten werden im Verzeichnis für Ausgangsnachrichten in der INWB-Schnittstelle gespeichert. Somit werden die INWB-Nachrichten wie für Ausgangsnachrichten üblich versendet. Wenn eine INWB-Nachricht tatsächlich an einen Kunden gesendet wurde, dann wird das Kontrollkästchen in der Spalte BelS aktiviert. Gleichzeitig wird die Verfügbarkeitsanfrage automatisch archiviert. Dazu wird das Kontrollkästchen in der Spalte arch aktiviert.

Hinweis: Der Datenaustausch über die INWB wird nicht in der Belegausgabe protokolliert. Informationen über den Datenaustausch erhalten Sie im Infofenster Datenaustausch (Menüpunkt Info | Datenaustausch im Fenster empfangene Verfügbarkeitsanfragen bearbeiten).

Antworten auf Verfügbarkeitsanfragen erneut senden

Eine Antwort, die bereits gesendet wurde, können Sie erneut senden. Dies kann z.B. erforderlich sein, wenn sich die Bestandssituation des Teils geändert hat. In einem solchen Fall dearchivieren Sie zuerst die Verfügbarkeitsanfrage. Anschließend ändern Sie den Bestand und/oder die verfügbare Menge und/oder das Datum "verfügbar zum". Das Ändern der Daten hat folgende Auswirkungen:

  • Das Sendekennzeichen wird zurückgenommen.

    Das Kontrollkästchen in der Spalte BelS wird deaktiviert.

  • Die Übertragungsfreigabe wird zurückgenommen.

    Das Kontrollkästchen in der Spalte ÜFgb wird deaktiviert.

Nachdem Sie die gewünschten Daten geändert haben, erteilen Sie die Übertragungsfreigabe für den betreffenden Kunden. Dazu aktivieren Sie wieder das Kontrollkästchen in der Spalte ÜFgb. Anschließend starten Sie das erneute Senden wie für das Senden üblich, z.B. über den Menüpunkt Verfügbarkeitsanfrage senden im Kontextmenü.

Antworten zu Verfügbarkeitsanfragen übernehmen

Wenn die Antwort auf eine Verfügbarkeitsanfrage vom Lieferanten an Sie als Kunde übermittelt wurde, dann wird die INWB-Nachricht aus der INWB-Schnittstelle nach proALPHA übernommen. Die Übernahme (das Einlesen) aus der INWB-Schnittstelle erfolgt in der Regel automatisiert über einen permanenten Job.

Hinweis: Eingehenden Antworten auf Verfügbarkeitsanfragen können mit der WorkflowAutomation überwacht werden. Dazu gibt es folgendes Ereignis: Verfügbarkeitsanfragen beantwortet.

Die übermittelten Daten werden zu der betreffenden Verfügbarkeitsanfrage des Angebots oder Auftrags übernommen (Fenster Verfügbarkeitsanfrage). Die Daten werden jeweils in die Zeile des Partners (Lieferanten) übernommen, von dem die Antwort übermittelt wurde. Je nach Antwort können durch die Übernahme folgende Spalten gefüllt werden:

  • Spalte Bestand

  • Spalte verfügbar

  • Spalte vfgb zum

  • In der Spalte Antw erh wird das Kontrollkästchen aktiviert.

Hinweis: Wenn ein Lieferant eine Antwort auf eine archivierte oder gelöschte Verfügbarkeitsanfrage sendet, dann wird die Eingangsnachricht nicht eingelesen und bleibt somit im Nachrichteneingang der INWB-Schnittstelle. Auch fehlerhafte Eingangsnachrichten werden nicht eingelesen. Eine Nachricht wird als fehlerhaft betrachtet, wenn sie z.B. eine nicht identifizierbare Teilenummer oder Mengeneinheit enthält. Solche Nachrichten können wie dafür üblich überwacht und bearbeitet werden. So können die Nachrichten z.B. storniert werden, sodass sie nach Ablauf der Speicherdauer für INWB-Nachrichten automatisch gelöscht werden.

Antworten auf Verfügbarkeitsanfragen überwachen

Antworten auf Verfügbarkeitsanfragen, die bei Kunden eingehen, können in der WorkflowAutomation überwacht werden. Dazu ist das Ereignis "Verfügbarkeitsanfragen beantwortet" (EreignisNr 630) für folgende Workflow-Bereiche vordefiniert:

  • Angebot (VN)

  • Auftrag (Normalauftrag) (VU)

Ereignis auslösen

Bedingungen

Die Voraussetzungen für die WorkflowAutomation sind erfüllt.

Zeitpunkt

Das Ereignis "630" wird zu einem Angebot oder Auftrag ausgelöst, wenn folgende Bedingungen zutreffen:

  • In den Belegpositionen existieren Verfügbarkeitsanfragen, die an Lieferanten gesendet wurden.

  • Für eine Verfügbarkeitsanfrage wird eine Antwort von einem Lieferanten übermittelt.

  • Die INWB-Nachricht mit der Antwort wird in den Beleg übernommen.

Das Ereignis wird ausgelöst, sobald die Daten der Antwort in die Verfügbarkeitsanfrage übernommen werden (Fenster Verfügbarkeitsanfrage).

Auswirkungen

Dem Angebot oder Auftrag wird ein Zustand automatisch zugeordnet. Den Zustand können Sie im Belegkopf wie dafür üblich einsehen (Menüpunkt Funktion | Zustände). In der Bemerkung des Zustands wird die Positionsnummer der betreffenden Belegposition angezeigt.

Der Zustand eines Angebots oder Auftrags wird in der Regel automatisch aufgehoben. So wird z.B. eine Sperre aufgehoben, wenn alle Vorgänge, die auf Grund des Ereignisses angefallen sind, von den Sachbearbeitern im Aufgabenmonitor bearbeitet wurden und die Vorgänge aus dem Aufgabenmonitor entfernt wurden.

Die zuständigen Sachbearbeiter werden anhand von Vorgängen über die anfallenden Aufgaben informiert. Der für einen Vorgang zuständige Sachbearbeiter wird aus der Verteilergruppe ermittelt, die im Belegkopf des Angebots oder Auftrags hinterlegt ist.

Vorgänge, die auf Grund von Ereignissen anfallen, werden in der WorkflowAutomation automatisch in die Aufgabenmonitore der zuständigen Sachbearbeiter gestellt. Dort können die Sachbearbeiter die angefallenen Vorgänge abarbeiten.

Administration

Objekte

Bedeutung

Speicher MMV

Speicherdauer für Verfügbarkeitsanfragen

MD_DefaultMRPArea

Dispositionsbereich für Verfügbarkeitsprüfungen, die Lieferanten auf Grund von Verfügbarkeitsanfragen durchführen.

INWB

Die INWB ist wie dafür üblich zu konfigurieren.

Thema: Integration Workbench (INWB) konfigurieren

Über die INWB werden die Verfügbarkeitsanfragen an die Lieferanten gesendet und die Ergebnisse zu den Verfügbarkeitsanfragen von den Lieferanten zurückgesendet. Lieferanten können andere Mandanten Ihres Unternehmens sein oder auch externe Lieferanten. Für den Datenaustausch mit einem externen Lieferanten wird ein Connector benötigt. Hingegen wird für den Datenaustausch mit einem anderen Mandanten Ihres Unternehmens kein Connector benötigt.