Profitcenterverrechnung

Profitcenter werden miteinander verrechnet, wenn ein Profitcenter für ein anderes Profitcenter Material, Aktivitäten oder Tätigkeiten stellt. So kann z.B. ein Profitcenter mit einem Lieferschein Material aus dem Lager eines anderen Profitcenters entnehmen. Das Profitcenter der Materialentnahme (Belegposition) ist das leistende Profitcenter. Das Profitcenter im Belegkopf ist das empfangende Profitcenter.

Abhängig davon, wie die Mengen- und Werteflüsse konfiguriert sind, erfolgt die Profitcenterverrechnung in der Kostenträgerrechnung oder Ergebnisrechnung. Die Mengen- und Werteflüsse werden durch unterschiedliche Belege in der Logistik ausgelöst. Daher wird die Profitcenterverrechnung anhand beispielhafter Belege erläutert. Die Beispiele umfassen Erläuterungen zu wichtigen Belegdaten sowie zu den Mengen- und Werteflüssen.

Erläuterungen zu den Mengen- und Werteflüssen

Abhängig davon, wie die Mengen- und Werteflüsse konfiguriert sind, erfolgt die Profitcenterverrechnung in der Kostenträgerrechnung oder Ergebnisrechnung. Zentrale Elemente der Konfiguration sind die Compilerkonstanten pa_S_Traeger und pa_V_Traeger.

Je nach Einstellung der Compilerkonstanten ergeben sich unterschiedliche Kombinationen für den Mengen- und Wertefluss. Die möglichen Kombinationen und ihre Auswirkungen können Sie in der nachfolgenden Matrix ablesen. Verschiedene Kombinationen unterstützen die Verrechnung nicht oder nur bedingt. Kombinationen, welche die Verrechnung gänzlich unterstützen, sind mit der folgenden Farbe gekennzeichnet:

Abkürzungen: KTR = Kostenträgerrechnung; KTr = Kostenträger; ETR = Ergebnisrechnung; ETr = Ergebnisträger; PC = Profitcenter; Logistik = Einkauf, Materialwirtschaft, Produktion, Projektmanagement

Zu verrechnende Profitcenter ermitteln

Profitcenter

Ermittlung

Empfangendes Profitcenter

Im Belegkopf wird das empfangende Profitcenter erfasst. Dazu wurden in der Belegart des betreffenden Belegs Einstellungen für die Erfassung und Initialisierung des Profitcenters vordefiniert. Anhand der Einstellungen ist festgelegt, ob und wie das Profitcenter initialisiert wird.

  • Bei Initialisierung über den Sachbearbeiter wird das Profitcenter verwendet, das in den Benutzereinstellungen des Sachbearbeiters hinterlegt ist.

    Über das Profitcenter kann ein Dispositionsbereich ermittelt und vorgeschlagen werden. Dazu wird im Stammdatensatz des Profitcenters der gewünschte Dispositionsbereich hinterlegt.

  • Bei Initialisierung über den Dispositionsbereich wird das Profitcenter verwendet, dem der betreffende Dispositionsbereich in der Profitcenterstruktur zugeordnet ist.

Leistendes Profitcenter

(Materialentnahme)

Den Strukturpositionen der Profitcenterstruktur sind Dispositionsbereiche zugeordnet, wobei ein Dispositionsbereich genau einer Strukturposition (einem Profitcenter) zugeordnet ist. Der Lagerort der Materialentnahme gehört einem bestimmten Dispositionsbereich an. In Folge wird über den Lagerort in der Belegposition der Dispositionsbereich ermittelt, der wiederum in der Profitcenterstruktur gefunden wird. Als Ergebnis der Ermittlung ist das leistende Profitcenter bekannt.

Hinweis: Das Profitcenter wird ausgehend vom Dispositionsbereich aus dem Belegkopf ermittelt, wenn kein Lagerort in der Belegposition zugeordnet ist.

Leistendes Profitcenter

(Aktivitäten/Tätigkeiten)

Den Strukturpositionen der Profitcenterstruktur sind Kostenstellen zugeordnet, wobei eine Kostenstelle genau einer Strukturposition (einem Profitcenter) zugeordnet ist. Die Ressource, die eine Aktivität oder Tätigkeit erbringt, gehört einer Kostenstelle an. In Folge wird über die Ressource die Kostenstelle ermittelt, die wiederum in der Profitcenterstruktur gefunden wird. Als Ergebnis der Ermittlung ist das leistende Profitcenter bekannt.

Voraussetzungen der Profitcenterverrechnung

Voraussetzungen

Erläuterungen

Das leistende und das empfangende Profitcenter sind verschieden.

-

Das empfangende Profitcenter ist dem leistenden Profitcenter nicht untergeordnet.

Im Umkehrschluss bedeutet dies: Ein untergeordnetes empfangendes Profitcenter kann z.B. Material aus dem Lager eines übergeordneten leistenden Profitcenters ohne Verrechnung entnehmen.

Beispiel: Profitcenterstruktur

Den Beispielen in dieser Hilfeseite liegt folgende Profitcenterstruktur zu Grunde:

Bedeutung der Farben im Strukturbaum

Kopfsatz

Verdichtungsprofitcenter

Basisprofitcenter

Zugeordneter Dispositionsbereich

Zugeordnete Kostenstelle

Beispiel: Rechnung (Direktfaktura)

Hinweis: Das Beispiel basiert auf der in dieser Hilfeseite abgebildeten Profitcenterstruktur.

Das Profitcenter wurde bei der Neuanlage des Belegs per Initialisierung ermittelt (Belegart "R - Rechnung"). In dem obigen Beispiel wurde über den Sachbearbeiter initialisiert. Das bedeutet: In der Belegart ist die Initialisierung "Sachbearbeiter" eingestellt. In den Benutzereinstellungen des Sachbearbeiters ist das Profitcenter hinterlegt (Feld aktives Profitcenter). Bei Neuanlage der Rechnung wurde daher das Profitcenter aus den Benutzereinstellungen ermittelt.

Dispositionsbereich und Lagerort des leistenden Profitcenters

Zum Zeitpunkt der Belegerfassung war der Lagerort der Materialentnahme bekannt, daher wurde er bereits im Fenster Neuanlage erfasst. Korrespondierend zum Lagerort wurde der Dispositionsbereich ermittelt.

Hinweis: Bei der Neuanlage wird ausgehend vom Profitcenter der Dispositionsbereich ermittelt und vorgeschlagen der im Profitcenterstamm hinterlegt ist. Dieser Dispositionsbereich wird überschrieben, wenn Sie - wie im Beispiel - den Lagerort der Materialentnahme im Fenster Neuanlage erfassen.

Das Teil wird dem Lagerort 20102 entnommen. Der Lagerort gehört zum Profitcenter 220. Das Profitcenter 220 wird über den Dispositionsbereich in der Profitcenterstruktur ermittelt.

Mengen- und Wertefluss in die Ergebnisrechnung (pa_V_Traeger = 2)

Die Bedingungen für eine Verrechnung sind erfüllt: Das leistende Profitcenter (220) und das empfangende Profitcenter (210) sind verschieden. Das empfangende Profitcenter ist dem leistenden Profitcenter nicht untergeordnet.

Grundsätzlich bleibt die Buchungslogik erhalten, wie sie auch ohne Profitcenterrechnung in proALPHA implementiert ist. Ergänzend werden profitcenterrelevante Buchungen (PC-Buchungen) erzeugt, die für die Verrechnung zwischen dem leistenden und dem empfangenden Profitcenter erforderlich sind.

Die jeweiligen Ergebniskonten für die PC-Buchungen werden über die Werteflussgruppe des Teils ermittelt (Registerkarte Profitcenterrechnung im Stammdatenfenster Werteflussgruppen).

Ergebniskonten

PC-Buchungen

Erläuterungen

70000

Belastungsbuchung Material (leistendes Profitcenter)

Das Ergebniskonto wird der Kalkulationsgruppe entnommen, die in der Werteflussgruppe wie folgt hinterlegt ist:

  • Werteflussart PC Vertrieb

  • Werteflusstyp PC Belastung

Gebucht werden die Kostenanteile des Durchschnittspreises des Teils. Kostenanteile sind u.a. Materialkosten und Bezugsnebenkosten.

70010

Entlastungsbuchung Material (empfangendes Profitcenter)

Das Ergebniskonto wird der Kalkulationsgruppe entnommen, die in der Werteflussgruppe wie folgt hinterlegt ist:

  • Werteflussart PC Vertrieb

  • Werteflusstyp PC Entlastung

Gebucht werden die Kostenanteile des Durchschnittspreises des Teils. Kostenanteile sind u.a. Materialkosten und Bezugsnebenkosten.

70400

Entlastungsbuchung Interner Erlös (leistendes Profitcenter)

Das Ergebniskonto wird der Werteflussgruppe direkt entnommen. Das Ergebniskonto ist in der Werteflussgruppe wie folgt hinterlegt:

  • Werteflussart PC Vertrieb

  • Werteflusstyp PC Interner Erlös

Gebucht werden die Kostenanteile des Durchschnittspreises des Teils. Kostenanteile sind u.a. Materialkosten und Bezugsnebenkosten.

Hinweis: Der interne Erlös kann für unterschiedliche Geschäftsvorgänge mit einem Aufschlag an Ihre firmenspezifischen Bedürfnisse angepasst werden (20 Prozent im obigen Beispiel). Die Funktion wird für Ihr Unternehmen individuell programmiert. Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem Berater.

70410

Belastungsbuchung Interne Kosten (empfangendes Profitcenter)

Das Ergebniskonto wird der Werteflussgruppe direkt entnommen. Das Ergebniskonto ist in der Werteflussgruppe wie folgt hinterlegt:

  • Werteflussart PC Vertrieb

  • Werteflusstyp PC Interne Kosten

Gebucht werden die Kostenanteile des Durchschnittspreises des Teils. Kostenanteile sind u.a. Materialkosten und Bezugsnebenkosten.

Hinweis: Die internen Kosten können für unterschiedliche Geschäftsvorgänge mit einem Aufschlag an Ihre firmenspezifischen Bedürfnisse angepasst werden (20 Prozent im obigen Beispiel). Die Funktion wird für Ihr Unternehmen individuell programmiert. Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem Berater.

Beispiel: Lieferschein an Lager

Hinweis: Das Beispiel basiert auf der in dieser Hilfeseite abgebildeten Profitcenterstruktur.

Ziellagerort der Lagerumbuchung

Das Profitcenter wurde bei Neuanlage per Initialisierung ermittelt (Belegart "MLL - Lieferschein an Lager"). In dem obigen Beispiel wurde über den Sachbearbeiter initialisiert. Das bedeutet: In der Belegart ist die Initialisierung "Sachbearbeiter" eingestellt. In den Benutzereinstellungen des Sachbearbeiters ist das Profitcenter hinterlegt (Feld aktives Profitcenter). Bei Neuanlage des Lieferscheins an Lager wurde daher das Profitcenter aus den Benutzereinstellungen ermittelt und vorgeschlagen.

Das Teil wird dem Lagerort 20102 entnommen (Abgangslagerort der Lagerumbuchung). Dem Lagerort ist der Dispositionsbereich 20102 zugeordnet. Das Profitcenter 220 wird über den Dispositionsbereich 20102 in der Profitcenterstruktur ermittelt.

Lagerumbuchungen, die durch den Lieferschein ausgelöst wurden.

Mengen- und Wertefluss in die Kostenträgerrechnung (pa_S_Traeger = 1)

Die Bedingungen für eine Verrechnung sind erfüllt: Das leistende Profitcenter (220) und das empfangende Profitcenter (210) sind verschieden. Das empfangende Profitcenter ist dem leistenden Profitcenter nicht untergeordnet.

Grundsätzlich bleibt die Buchungslogik erhalten, wie sie auch ohne Profitcenterrechnung in proALPHA implementiert ist. Ergänzend werden profitcenterrelevante Buchungen (PC-Buchungen) erzeugt, die für die Verrechnung zwischen dem leistenden und dem empfangenden Profitcenter erforderlich sind. Für Lagerumbuchungen gilt grundsätzlich, dass die PC-Buchungen durch den Lagerabgang ausgelöst werden.

Die jeweiligen Kostenarten für die PC-Buchungen werden über die Werteflussgruppe des Teils ermittelt (Registerkarte Profitcenterrechnung im Stammdatenfenster Werteflussgruppen).

Kostenarten

PC-Buchungen

Erläuterungen

72010

Entlastungsbuchung Material (empfangendes Profitcenter)

Die Kostenart wird der Kalkulationsgruppe entnommen, die in der Werteflussgruppe wie folgt hinterlegt ist:

  • Werteflussart PC Einkauf/Mawi

  • Werteflusstyp PC Entlastung

Gebucht werden die Kostenanteile des Durchschnittspreises des Teils. Kostenanteile sind u.a. Materialkosten und Bezugsnebenkosten.

72000

Belastungsbuchung Material (leistendes Profitcenter)

Das Ergebniskonto wird der Kalkulationsgruppe entnommen, das in der Werteflussgruppe wie folgt hinterlegt ist:

  • Werteflussart PC Einkauf/Mawi

  • Werteflusstyp PC Belastung

Gebucht werden die Kostenanteile des Durchschnittspreises des Teils. Kostenanteile sind u.a. Materialkosten und Bezugsnebenkosten.

72410

Belastungsbuchung Interne Kosten (empfangendes Profitcenter)

Die Kostenart wird der Werteflussgruppe direkt entnommen. Die Kostenart ist in der Werteflussgruppe wie folgt hinterlegt:

  • Werteflussart PC Einkauf/Mawi

  • Werteflusstyp PC Interne Kosten

Gebucht werden die Kostenanteile des Durchschnittspreises des Teils. Kostenanteile sind u.a. Materialkosten und Bezugsnebenkosten.

Hinweis: Die internen Kosten können für unterschiedliche Geschäftsvorgänge mit einem Aufschlag an Ihre firmenspezifischen Bedürfnisse angepasst werden (20 Prozent im obigen Beispiel). Die Funktion wird für Ihr Unternehmen individuell programmiert. Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem Berater.

72400

Entlastungsbuchung Interner Erlös (leistendes Profitcenter)

Die Kostenart wird der Werteflussgruppe direkt entnommen. Die Kostenart ist in der Werteflussgruppe wie folgt hinterlegt:

  • Werteflussart PC Einkauf/Mawi

  • Werteflusstyp PC Interner Erlös

Gebucht werden die Kostenanteile des Durchschnittspreises des Teils. Kostenanteile sind u.a. Materialkosten und Bezugsnebenkosten.

Hinweis: Der interne Erlös kann für unterschiedliche Geschäftsvorgänge mit einem Aufschlag an Ihre firmenspezifischen Bedürfnisse angepasst werden (20 Prozent im obigen Beispiel). Die Funktion wird für Ihr Unternehmen individuell programmiert. Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem Berater.

Beispiel: Rückmeldung Materialschein

Hinweis: Das Beispiel basiert auf der in dieser Hilfeseite abgebildeten Profitcenterstruktur.

Lagerort und Profitcenter

Das Profitcenter wurde bei Neuanlage per Initialisierung ermittelt (Belegart "PPA - Produktionsauftrag"). In dem obigen Beispiel wurde über den Dispositionsbereich initialisiert. Das bedeutet: In der Belegart ist die Initialisierung "Dispobereich" eingestellt. Bei Neuanlage des Produktionsauftrags wurde der Dispositionsbereich 20101 hinterlegt. Dieser Dispositionsbereich ist in der Profitcenterstruktur dem Profitcenter 210 zugeordnet. Somit wurde dieses Profitcenter für den Produktionsauftrag ermittelt.

Das Teil wird dem Lagerort 20102 entnommen. Dem Lagerort ist der Dispositionsbereich 20102 zugeordnet. Das Profitcenter 220 wird über den Dispositionsbereich 20102 in der Profitcenterstruktur ermittelt.

Lagerabgangsbuchung, die durch den Materialschein ausgelöst wurde.

Mengen- und Wertefluss in die Kostenträgerrechnung (pa_S_Traeger = 1)

Die Bedingungen für eine Verrechnung sind erfüllt: Das leistende Profitcenter (220) und das empfangende Profitcenter (210) sind verschieden. Das empfangende Profitcenter ist dem leistenden Profitcenter nicht untergeordnet.

Grundsätzlich bleibt die Buchungslogik erhalten, wie sie auch ohne Profitcenterrechnung in proALPHA implementiert ist. Ergänzend werden profitcenterrelevante Buchungen (PC-Buchungen) erzeugt, die für die Verrechnung zwischen dem leistenden und dem empfangenden Profitcenter erforderlich sind.

Die jeweiligen Kostenarten für die PC-Buchungen werden über die Werteflussgruppe des Teils ermittelt (Registerkarte Profitcenterrechnung im Stammdatenfenster Werteflussgruppen).

Kostenarten

PC-Buchungen

Erläuterungen

73010

Entlastungsbuchung Material (empfangendes Profitcenter)

Die Kostenart wird der Kalkulationsgruppe entnommen, die in der Werteflussgruppe wie folgt hinterlegt ist:

  • Werteflussart PC Produktion

  • Werteflusstyp PC Entlastung

Gebucht werden die Kostenanteile des Durchschnittspreises des Teils. Kostenanteile sind u.a. Materialkosten und Bezugsnebenkosten.

73000

Belastungsbuchung Material (leistendes Profitcenter)

Das Ergebniskonto wird der Kalkulationsgruppe entnommen, das in der Werteflussgruppe wie folgt hinterlegt ist:

  • Werteflussart PC Produktion

  • Werteflusstyp PC Belastung

Gebucht werden die Kostenanteile des Durchschnittspreises des Teils. Kostenanteile sind u.a. Materialkosten und Bezugsnebenkosten.

73410

Belastungsbuchung Interne Kosten (empfangendes Profitcenter)

Die Kostenart wird der Werteflussgruppe direkt entnommen. Die Kostenart ist in der Werteflussgruppe wie folgt hinterlegt:

  • Werteflussart PC Produktion

  • Werteflusstyp PC Interne Kosten

Gebucht werden die Kostenanteile des Durchschnittspreises des Teils. Kostenanteile sind u.a. Materialkosten und Bezugsnebenkosten.

Hinweis: Die internen Kosten können für unterschiedliche Geschäftsvorgänge mit einem Aufschlag an Ihre firmenspezifischen Bedürfnisse angepasst werden (20 Prozent im obigen Beispiel). Die Funktion wird für Ihr Unternehmen individuell programmiert. Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem Berater.

73400

Entlastungsbuchung Interner Erlös (leistendes Profitcenter)

Die Kostenart wird der Werteflussgruppe direkt entnommen. Die Kostenart ist in der Werteflussgruppe wie folgt hinterlegt:

  • Werteflussart PC Produktion

  • Werteflusstyp PC Interner Erlös

Gebucht werden die Kostenanteile des Durchschnittspreises des Teils. Kostenanteile sind u.a. Materialkosten und Bezugsnebenkosten.

Hinweis: Der interne Erlös kann für unterschiedliche Geschäftsvorgänge mit einem Aufschlag an Ihre firmenspezifischen Bedürfnisse angepasst werden (20 Prozent im obigen Beispiel). Die Funktion wird für Ihr Unternehmen individuell programmiert. Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem Berater.

Beispiel: Rückmeldung Aktivität

Hinweis: Das Beispiel basiert auf der in dieser Hilfeseite abgebildeten Profitcenterstruktur.

Das Profitcenter wurde bei Neuanlage per Initialisierung ermittelt (Belegart "PPA - Produktionsauftrag"). In dem obigen Beispiel wurde über den Dispositionsbereich initialisiert. Das bedeutet: In der Belegart ist die Initialisierung "Dispobereich" eingestellt. Bei Neuanlage des Produktionsauftrags wurde der Dispositionsbereich 20101 hinterlegt. Dieser Dispositionsbereich ist in der Profitcenterstruktur dem Profitcenter 210 zugeordnet. Somit wurde dieses Profitcenter für den Produktionsauftrag ermittelt.

Mitarbeiter, der die Aktivität durchgeführt hat.

Der Ressource ist die Kostenstelle 200102 zugeordnet. Anhand der Kostenstelle wird das Profitcenter 220 in der Profitcenterstruktur ermittelt.

Mengen- und Wertefluss in die Kostenträgerrechnung (pa_S_Traeger = 1)

Die Bedingungen für eine Verrechnung sind erfüllt: Das leistende Profitcenter (220) und das empfangende Profitcenter (210) sind verschieden. Das empfangende Profitcenter ist dem leistenden Profitcenter nicht untergeordnet.

Grundsätzlich bleibt die Buchungslogik erhalten, wie sie auch ohne Profitcenterrechnung in proALPHA implementiert ist. Ergänzend werden profitcenterrelevante Buchungen (PC-Buchungen) erzeugt, die für die Verrechnung zwischen dem leistenden und dem empfangenden Profitcenter erforderlich sind.

Die jeweiligen Kostenarten für die PC-Buchungen werden über die Kostenartengruppe der Aktivität ermittelt. Ermittelt werden die Kostenartentypen "Rüsten Mitarbeiter" und "Bearbeiten Mitarbeiter".

Im obigen Beispiel sind in den beiden Kostenartentypen dieselben Kostenarten für PC-Buchungen hinterlegt. Der Unterschied wird durch die Anzahl der Fertigungsstunden ersichtlich.

Eine Fertigungsstunde für das Rüsten, weil 60 Minuten (Ist tr) rückgemeldet wurden.

Fünf Fertigungsstunden für das Bearbeiten, weil 300 Minuten (Ist te) rückgemeldet wurden.

Folgende Buchungen werden unterschieden:

  • Kostenart 77000: Entlastungsbuchung Zeit (empfangendes Profitcenter)

    Die Kostenart wird dem Kostenartentyp der Kostenartengruppe entnommen (Feld PC Entlastung KTr).

  • Kostenart 77001: Belastungsbuchung Zeit (leistendes Profitcenter)

    Die Kostenart wird dem Kostenartentyp der Kostenartengruppe entnommen (Feld PC Belastung KTr).

  • Kostenart 77002: Entlastungsbuchung Interner Erlös (leistendes Profitcenter)

    Die Kostenart wird dem Kostenartentyp der Kostenartengruppe entnommen (Feld PC Int Erlös KTr).

  • Kostenart 77003: Belastungsbuchung Interne Kosten (empfangendes Profitcenter)

    Die Kostenart wird dem Kostenartentyp der Kostenartengruppe entnommen (Feld PC Int Kosten KTr).

Beispiel: Tätigkeitserfassung (Projekt)

Hinweis: Das Beispiel basiert auf der in dieser Hilfeseite abgebildeten Profitcenterstruktur.

Das Profitcenter 210 wickelt das Projekt ab. Das Profitcenter wurde bei Neuanlage per Initialisierung ermittelt (Belegart "J - Projekt"). In dem obigen Beispiel wurde über den Sachbearbeiter initialisiert. Das bedeutet: In der Belegart ist die Initialisierung "Sachbearbeiter" eingestellt. In den Benutzereinstellungen des Sachbearbeiters ist das Profitcenter hinterlegt (Feld aktives Profitcenter). Bei Neuanlage des Projekts wurde daher das Profitcenter aus den Benutzereinstellungen ermittelt und vorgeschlagen.

Für das Projekt hat ein Mitarbeiter eine Tätigkeitserfassung durchgeführt. Dieser Mitarbeiter gehört der Kostenstelle 200102 an. Anhand der Kostenstelle wird das Profitcenter 220 in der Profitcenterstruktur ermittelt.

Mengen- und Wertefluss in die Kostenträgerrechnung (pa_S_Traeger = 1)

Die Bedingungen für eine Verrechnung sind erfüllt: Das leistende Profitcenter (220) und das empfangende Profitcenter (210) sind verschieden. Das empfangende Profitcenter ist dem leistenden Profitcenter nicht untergeordnet.

Grundsätzlich bleibt die Buchungslogik erhalten, wie sie auch ohne Profitcenterrechnung in proALPHA implementiert ist. Ergänzend werden profitcenterrelevante Buchungen (PC-Buchungen) erzeugt, die für die Verrechnung zwischen dem leistenden und dem empfangenden Profitcenter erforderlich sind.

Die jeweiligen Kostenarten für die PC-Buchungen werden über die Kostenartengruppe der Tätigkeit ermittelt. Folgende Buchungen werden unterschieden:

  • Kostenart 77000: Entlastungsbuchung Zeit (empfangendes Profitcenter)

    Die Kostenart wird dem Kostenartentyp der Kostenartengruppe entnommen (Feld PC Entlastung KTr).

  • Kostenart 77001: Belastungsbuchung Zeit (leistendes Profitcenter)

    Die Kostenart wird dem Kostenartentyp der Kostenartengruppe entnommen (Feld PC Belastung KTr).

  • Kostenart 77002: Entlastungsbuchung Interner Erlös (leistendes Profitcenter)

    Die Kostenart wird dem Kostenartentyp der Kostenartengruppe entnommen (Feld PC Int Erlös KTr).

  • Kostenart 77003: Belastungsbuchung Interne Kosten (empfangendes Profitcenter)

    Die Kostenart wird dem Kostenartentyp der Kostenartengruppe entnommen (Feld PC Int Kosten KTr).