Integration Workbench (INWB)

Die Integration Workbench (INWB) bietet eine zentrale Plattform für den Datenaustausch innerhalb Ihres Unternehmens und mit Ihren Geschäftspartnern. So unterstützt Sie die INWB sowohl bei der konsistenten und effizienten Stammdatenhaltung in Ihren einzelnen proALPHA Mandanten als auch beim Austausch von Belegen im Rahmen Ihrer Geschäftsprozesse.

Mit der INWB können Sie Stammdaten in andere Mandanten übertragen (replizieren) oder auch für den Webshop bereitstellen. Auch können Sie Belege zwischen den Mandanten Ihres Unternehmens oder zwischen Ihrem Unternehmen und Ihren Geschäftspartnern austauschen.

Der Datenaustausch erfolgt über die INWB-Schnittstelle mit dem Datenaustauschsystem "Sonic Enterprise Service Bus" (ESB). Die Daten werden mit Hilfe von INWB-Nachrichten ausgetauscht. Eine INWB-Nachricht ist eine XML-Datei, in der die auszutauschenden Daten enthalten sind. Für den Datenaustausch der unterschiedlichen Datensatzarten gibt es je eine INWB-Nachrichtenart.

Arten von INWB-Nachrichten

Je Datensatzart gibt es für den Datenaustausch eine eigene INWB-Nachrichtenart. Die INWB-Nachrichtenarten werden anhand von Nachrichtentypen unterschieden, die in der Systemverwaltung hinterlegt sind. Die unterschiedlichen INWB-Nachrichtentypen sind XSD-Dateien, die für den Datenaustausch mit den auszutauschenden Daten gefüllt werden.

Auflistung der INWB-Nachrichtentypen

Hinweis: Die XSD-Dateien der Nachrichtentypen können Sie aus dem Application Guide herunterladen, z.B. im Rahmen von Individualanpassungen. Derzeit stehen für alle Nachrichtentypen XSD-Dateien zur Verfügung, mit Ausnahme des Nachrichtentyps für die Dokumentenanalyse (pAX-DOCANA). Alternativ können Benutzer mit Entwicklerrechten die Nachrichtentypen aus proALPHA exportieren.

XSD-Dateien aus dem Application Guide herunterladen

  1. Klicken Sie in der nachfolgenden Auflistung der INWB-Nachrichten mit der rechten Maustaste auf den gewünschten Nachrichtentyp, z.B. pAX-REPLICATIONS.

    Das Kontextmenü wird geöffnet.

  2. Wählen Sie im Kontextmenü den Menüpunkt Link speichern unter.

  3. Bestimmen Sie wie in Windows üblich, in welchem Verzeichnis die Datei gespeichert wird.

  4. Speichern Sie.

  5. Öffnen Sie Datei, z.B. mit dem Texteditor Notepad++.

    Die Daten des Nachrichtentyps oder der Beispielnachricht werden im Texteditor strukturiert angezeigt.

Stammdaten replizieren

Stammdaten können schnell und bequem in andere Mandanten repliziert werden. So können z.B. je nach Ihrer betrieblichen Organisation Stammdaten von der Unternehmenszentrale in die Niederlassungen oder Produktionsstätten repliziert werden. Der regelmäßige Abgleich des Datenbestands durch Replizieren gewährleistet stets konsistente Stammdaten in allen beteiligten Mandanten und damit die reibungslose Erfassung und Verarbeitung der auf den Stammdaten basierenden Bewegungsdaten.

Beim Replizieren wird eine INWB-Nachricht mit den Stammdatensätzen erzeugt und in der INWB-Schnittstelle bereitgestellt. Beim Empfänger wird die INWB-Nachricht aus der INWB-Schnittstelle nach proALPHA übernommen. Dadurch werden neue Stammdatensätze mit den replizierten Daten automatisch erfasst. Änderungen an vorhandenen Stammdatensätzen werden automatisch übernommen. Bei entsprechender Konfiguration können auch Löschungen von Stammdatensätzen repliziert werden, d.h. Stammdatensätze, die beim Absender gelöscht wurden, werden auch beim Empfänger gelöscht.

Die Übernahme (das Einlesen) aus der INWB-Schnittstelle erfolgt in der Regel automatisiert über permanente Jobs, z.B. über Nacht. Bei Bedarf kann die Übernahme vom Systemverwalter auch manuell gestartet werden. Das manuelle Starten kann z.B. notwendig sein, nachdem eine fehlerhafte INWB-Nachricht in der INWB-Schnittstelle bearbeitet wurde.

Bei entsprechender Konfiguration können Sie Stammdatensätze auch einzeln replizieren, z.B. nach dem Pflegen der Daten. Die Replikation starten Sie direkt im Stammdatenfenster über einen entsprechenden Menüpunkt im Menü Extras. Die Replikation erfolgt auf Basis der für die Datensatzart eingerichteten Replikationsstruktur. Die Replikation einzelner Stammdatensätze wird je Datensatzart für Ihr Unternehmen individuell programmiert. Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem Berater sowie im proALPHA Wiki unter "INWB: Datensätze einzeln übertragen". Das proALPHA Wiki ist Bestandteil des proALPHA Kundenportals. Die Zugangsdaten für das proALPHA Kundenportal erhalten Sie vom proALPHA Service.

Hinweis: Daten, die in einem zu replizierenden Datensatz automatisch erfasst wurden, werden nicht repliziert. Dies betrifft z.B. das Anlagedatum des Datensatzes. In dem neuen Datensatz wird das Anlagedatum auf das Tagesdatum gesetzt.

Stammdaten mit dem Webshop austauschen

Für den Webshop können z.B. Stammdaten von Kunden und Teilen bereitgestellt werden. Kundendaten können auch aus dem Webshop übernommen werden. Der Datenaustausch erfolgt durch Datenabgleiche zwischen proALPHA und dem Shop-System. Die proALPHA Webshop-Schnittstelle nutzt dazu die INWB. Bei einem Datenabgleich werden INWB-Nachrichten mit den betreffenden Stammdatensätzen erzeugt und über die INWB gesendet. Beim Empfänger - hier dem Shop-System - werden die INWB-Nachrichten zur Übernahme der Daten in das im Shop-System verwendete Format konvertiert. Ebenso werden vom Shop-System gesendete Kundendaten über die INWB empfangen und können in proALPHA übernommen werden.

Belege austauschen

Im Rahmen von Geschäftsprozessen wie z.B. der Abwicklung von Kundenaufträgen können Belege über die INWB gesendet und empfangen werden. So können z.B. Kunden Bestellungen über die INWB an Ihr Unternehmen senden. Bei der Übernahme der Bestellungen werden in proALPHA neue Aufträge automatisch erfasst.

Der Belegaustausch kann sowohl innerbetrieblich zwischen einzelnen Unternehmensbereichen (Mandanten) als auch mit den beteiligten Geschäftspartnern erfolgen.

Hinweis: Der Austausch von Belegen über die INWB kann als Alternative zum Austausch über EDI genutzt werden. Ob die Belege einer Belegart über die INWB oder über EDI mit einem Mandanten oder Geschäftspartner ausgetauscht werden, ist von der jeweiligen Konfiguration abhängig.

Belege senden

Die Belegdaten von Belegen können Sie über die INWB senden. Sie können einen einzelnen Beleg oder mehrere Belege in einem Arbeitsschritt senden. Im Vorlauf der Versendung bestimmen Sie, welche Belege gesendet werden sollen.

Voraussetzungen für das Senden

Erläuterungen

Der Beleg wurde ausgegeben.

Im Belegkopf ist das Kontrollkästchen Beleg gedruckt aktiv.

Für den Beleg wurde die Übertragungsfreigabe erteilt.

Im Belegkopf ist das Kontrollkästchen Übertragungsfreigabe aktiv.

Beim Versenden wird je Beleg eine INWB-Nachricht mit den Belegdaten erzeugt und in der INWB-Schnittstelle bereitgestellt. Beim Empfänger wird die INWB-Nachricht aus der INWB-Schnittstelle nach proALPHA übernommen. Dadurch werden neue Belege automatisch erfasst. Die Versendung (das Auslesen) aus der INWB-Schnittstelle erfolgt in der Regel automatisiert über einen permanenten Job. Bei Bedarf kann die Versendung vom Systemverwalter auch manuell gestartet werden.

Ob ein Beleg gesendet wurde, erkennen Sie anhand des aktiven Kontrollkästchens Beleg gesendet im Belegkopf.

Hinweis: Wenn in Ihrem Unternehmen die automatisierte Belegausgabe genutzt wird, dann kann für Belege die Versendung bei entsprechender Konfiguration auch automatisch erfolgen.

Belege übernehmen

Belege, die mit INWB-Nachrichten übermittelt wurden, können Sie in proALPHA Belege übernehmen. Bei der Übernahme von INWB-Nachrichten können in proALPHA neue Belege automatisch erfasst werden oder Belegdaten in bereits erfassten Belegen geändert werden. So kann z.B. ein Kunde eine Bestellung an Ihr Unternehmen senden. Bei der Übernahme der Bestellung wird in proALPHA automatisch ein neuer Auftrag erfasst und die Bestelldaten der INWB-Nachricht in den Auftrag übernommen.

Bei der Übernahme werden die INWB-Nachrichten aus der INWB-Schnittstelle nach proALPHA übernommen. Die Übernahme (das Einlesen) aus der INWB-Schnittstelle erfolgt in der Regel automatisiert über einen permanenten Job. Bei Bedarf kann die Übernahme vom Systemverwalter auch manuell gestartet werden. Das manuelle Starten kann z.B. notwendig sein, nachdem eine fehlerhafte INWB-Nachricht vom Systemverwalter in der INWB-Schnittstelle bearbeitet wurde. Darüber hinaus werden Belege, bei deren Übernahme Probleme aufgetreten sind, mit entsprechenden Übertragungshinweisen gekennzeichnet (aktives Kontrollkästchen Übertragungshinweis im Belegkopf).

Datenaustausch überwachen und steuern

Zur Überwachung und Steuerung des Datenaustauschs über die INWB stehen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung.

Thema: Datenaustausch über die INWB überwachen und steuern

Administration

Erläuterungen zur Administration finden Sie im Thema INWB konfigurieren.