Materialwirtschaft

Die proALPHA Materialwirtschaft bildet das organisatorische Rückgrat für alle Geschäftsprozesse, die an der Wertschöpfung der Produkte beteiligt sind. Sie managt den Materialfluss und organisiert damit die Kopplung von Teilprozessen in den geschäftsbereichsübergreifenden Abläufen.

Mit einer leistungsfähigen Disposition unterstützt proALPHA vielfältige Dispositionsverfahren und garantiert damit die optimale Bestandsführung. Für die langfristige Planung dient die Absatz- und Programmplanung. Mit verschiedensten Inventurverfahren kann die Bestandsaufnahme komfortabel permanent oder zum Stichtag erfolgen. Die Lagerung kann wahlweise chaotisch oder über feste Plätze organisiert werden und erlaubt über Seriennummern und Chargen die lückenlose Nachverfolgung der Produkte. Damit lassen sich auch Dokumentationspflichten sowie Wartungs- und Serviceaufgaben optimal erfüllen.

Darüber hinaus wird der Grundstein für entscheidungsrelevante Unternehmensdaten zu einem nicht unerheblichen Teil in der Materialwirtschaft gelegt. Mit dem synchronen Mengen- und Wertefluss lassen sich z.B. Bestände, Bestandsveränderungen und Verbräuche identisch in Kostenrechnung und Finanzbuchhaltung abbilden. So sind für die einschlägigen kaufmännischen Auswertungen von der betriebswirtschaftlichen Auswertung, GuV bis zur Bilanz immer die aktuellen Zahlen aus der Materialwirtschaft verfügbar. Dies geschieht, ohne dass Bewertungsläufe oder Monatsabschlüsse erforderlich sind.

Neben der Korrektheit und Konsistenz dieser Zahlen ist auch deren Nachvollziehbarkeit von großer Bedeutung. Deshalb lassen sich in proALPHA die zu einer Lagerbewegung gehörenden, korrespondierenden Buchungen in der Kostenrechnung wie auch der Finanzbuchhaltung direkt aufrufen.

Bestandsführung

Die Lagerwirtschaft als Drehscheibe der Materialversorgung

Die Lagerwirtschaft ist der zentrale Anlaufpunkt für die Materialversorgung des gesamten Unternehmens. Dennoch sind die Abläufe und Fokusthemen in jedem Unternehmen unterschiedlich gesetzt. Aus diesem Grund bietet proALPHA einen breiten Funktionsumfang zur Abwicklung der Lagerwirtschaft. Die Funktionen können dabei sowohl einzeln als auch kombiniert genutzt werden. So ist es möglich frei zu wählen, ob die klassische Festplatzorganisation eingesetzt oder mit dynamisch wechselnden Lagerplätzen im Sinne der chaotischen Lagerhaltung operiert wird.

Selbstverständlich ist proALPHA aber auch mehrlagerortfähig und kann einen Artikel (Teil) somit auf beliebig vielen Lägern bestandsmäßig führen. So können Mischformen eingesetzt werden, wie z.B. ein chaotisches Zentrallager, während die Hauptläger, die mit Nachschub aus dem zentralen Lager versorgt werden, mit festen Plätzen geführt werden. Hierzu zählen auch die mit besonderen Funktionen ausgestatteten Läger, wie Sperr- oder Wareneingangsläger, Konsignationsläger auf Kunden- und Lieferantenseite sowie Fremdläger. Mit Fremdlägern wird die komplette Abwicklung von der Bestückungsbestellung beim Lieferanten bis zur automatischen Generierung der Entnahmemeldung und deren Übernahme in die Rechnungskontrolle abgedeckt.

Darüber hinaus ermöglicht proALPHA eine weitergehende Differenzierung der Bestände. So ist z.B. für kundenspezifisch konfigurierte Endprodukte - neben einer Kommission für die genaue Zuordnung der Bestände - auch eine Separierung der Lagerwerte möglich. Insbesondere für wichtige oder teure Kaufteile ist dieser Kommissionsbezug logistisch von Vorteil.

Für die stetig wachsenden Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit von Einsatzmaterialien bietet proALPHA eine komplette Chargenverwaltung, die auf Knopfdruck sämtliche Informationen über Menge, Ort und Zeitpunkt des Verbrauchs einer Charge bereithält. Damit kann z.B. bei Reklamationen direkt eingesehen werden, aus welcher Charge ein bestimmtes Bauteil stammt und welche weiteren Aufträge betroffen sind.

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Seriennummernverwaltung

Lückenlose Produktrückverfolgung durch Seriennummern

Wie die Chargen dienen auch die Seriennummern in proALPHA der lückenlosen und vollständigen Rückverfolgbarkeit von Produkten und Komponenten. Allerdings gehen Seriennummern noch einen bedeutenden Schritt weiter. Sie belegen jedes Element wie z.B. eine Baugruppe mit einer Nummer, die das Teil eindeutig identifiziert. Im weiteren Produktionsprozess durch Einbau in andere seriennummerngeführte Produkte entsteht eine mehrstufige Struktur aus seriennummerngeführten Teilen mit der exakt nachgehalten werden kann, welche Komponenten oder Baugruppen in welchem Produkt verbaut sind.

Dies bezieht sich aber nicht nur auf den Herstellprozess, sondern begleitet ein Produkt über den gesamten Lebenszyklus. In einer Produktakte zu jeder Seriennummer werden alle Änderungen eines jeden spezifischen Produkts nachgehalten. So ist nicht nur bekannt, wie das Produkt das Unternehmen verlassen hat, sondern auch wie es beim Kunden im Einsatz ist, welche Komponenten bereits ausgetauscht wurden oder welche Umrüstungen stattgefunden haben. Die Produktakte ist somit das zentrale Instrument, um im Bedarfsfall Auskunft über die richtigen Ersatzteile zu geben.

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Kommissionierung

Intelligente Kommissionierung

Die Aufgabe der Materialwirtschaft ist die optimale Materialversorgung. Dies betrifft den Versand wie die Produktion gleichermaßen. Dabei ist es unerheblich, ob Teile im Sinne von Endprodukten für einen Kunden bereitgestellt werden oder für die Montage der eigenen Fertigung. In allen Fällen agiert das Lager als interner Dienstleister mit dem Ziel die Ware zusammenzustellen und dem nachfolgenden Prozessschritt bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen.

Hierzu generiert proALPHA Kommissioniervorschläge, sodass der zuständige Mitarbeiter in der Lage ist, auch in unterschiedlichen Lägern die richtigen Lagerplätze anzulaufen und die Teile aus den entsprechenden Chargen zu entnehmen. Gerade bei einer chaotischen Lagerhaltung, einer kommissionsgebundenen Beschaffung oder unter Beachtung bestimmter Restriktionen im Chargenmix ist dies eine wertvolle Unterstützung. Aus den Rückmeldungen zu den Vorschlägen lassen sich die Folgebelege komfortabel generieren, wie z.B. der Lieferschein für den Kunden.

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Disposition

Mit der Disposition Bestände und Termine im Griff

Die Frage was, wann, wo und in welcher Menge gebraucht wird, beantwortet proALPHA mit einer leistungsfähigen Disposition, indem das System zuverlässig die Bedarfe an Endprodukten, Baugruppen, Rohmaterialien und Kaufteilen für den Disponenten ermittelt.

Über anerkannte Dispositionsverfahren werden automatisch Vorschläge zur Beschaffung oder Herstellung der benötigten Teile und Produkte errechnet. So kann z.B. anhand vorliegender Bedarfe und Deckungen eine deterministische Bestellrechnung vorgenommen werden. Mit stochastischen Verfahren wird auf Meldebestände oder Verbräuche der Vergangenheit zurückgegriffen und eine zuverlässige Prognose für die Zukunft ermittelt. Zur Steuerung lassen sich diverse Parameter nutzen. Dies kann z.B. der zu berücksichtigende Vergangenheitszeitraum sein, die angestrebte Reichweite des Lagerbestands oder der Bestellrhythmus.

Die auf diese Weise generierten Vorschläge lassen sich komfortabel überarbeiten - sei dies um Mengen zusammenzufassen, den vorgeschlagenen Lieferanten zu ändern oder eine Make-or-Buy-Entscheidung zu treffen. Auf Knopfdruck erstellt der Disponent sofort Bestellungen oder Produktionsaufträge - ohne dass weitere manuelle Tätigkeiten erforderlich sind.

Mit proALPHA lassen sich aber auch realistische Termine für die Sekundärbedarfe aller Fertigungsstufen zuverlässig ermitteln. Anders als in der Produktion üblich betrachtet proALPHA das Material dabei als vollwertige Ressource und arbeitet in den Fertigungsstufen nicht mit festen Wiederbeschaffungszeiten. Damit gleicht proALPHA die Verfügbarkeit der im System hinterlegten Ressourcen zuverlässig ab. Dies gilt auch, wenn für ein Vorfertigungsteil noch kein Produktionsauftrag existiert. In diesem Fall wird der vorhandene Dispositionsvorschlag genutzt und die Produktstruktur darüber aufgelöst.

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Absatz- und Programmplanung

Programmplanung - der strategische Blick nach vorn

Zur strategischen Planung - für einen weiter in der Zukunft liegenden Zeitraum - bietet proALPHA eine wirkungsvolle Absatz- und Programmplanung. Mit dieser lassen sich neben den kapazitiven Themen als Bestandteil der Produktion auch die materialwirtschaftlichen Auswirkungen betrachten. So werden aus dem Produktionsprogramm die zu erwartenden Bedarfe über die komplette Produktstruktur abgeleitet. Aufgrund des weiter gefassten Zeithorizonts lassen sich auch zu erwartende Änderungen ab einem gewissen Stichtag berücksichtigen. Dies ist z.B. bei der Abkündigung wichtiger Zulieferteile durch einen Lieferanten von besonderem Vorteil. Für einen komfortablen Überblick lässt sich die Betrachtung auf die kritischen Elemente beschränken.

Für den Disponenten werden diese Informationen zusammen mit den operativen Elementen in einem Dispositionskonto dargestellt. So können Planabweichungen frühzeitig erkannt und der Programmplan rollierend angepasst werden.

Thema: Absatzplanung

Inventur

Einfache Inventur - permanent und zum Stichtag

Die Aufnahme des Inventars ist eine vom Gesetzgeber vorgeschriebene Pflicht. Um diese so einfach wie möglich zu gestalten, bietet proALPHA verschiedene Inventurverfahren zur komfortablen Bestandsaufnahme - die permanente und die Stichtagsinventur.

Dabei erlaubt die Komplettlösung auch während einer Bestandsaufnahme, dass Lagerprozesse ungehindert durchgeführt und die notwendigen Buchungen abgesetzt werden können. Die permanente Inventur ermöglicht es, die körperliche Bestandsaufnahme nicht nur auf das gesamte Geschäftsjahr zu verteilen, sondern auch die Zeitpunkte je Teil und Lagerort möglichst geschickt zu wählen. Auf diese Weise wird durch Hinterlegung von Auslösebeständen z.B. erreicht, dass die Bestände zu dem Zeitpunkt aufgenommen werden, an dem die Lagermengen möglichst gering sind. Zusätzlich reduziert die sofortige Erfassung und Verbuchung der Bestände den Arbeitsaufwand.

Thema: Inventur

Bestandsbewertung

Komfortable Bewertung von Inventar und Umlaufbestand

Nach der Ermittlung des Mengengerüsts durch die Inventur ist dieses zu bewerten. Hier gehen neben den Beständen im Lager auch die Halbfabrikate (work in process) entsprechend ein. Zur Bewertung der Kaufteile und Handelswaren werden in der proALPHA Materialwirtschaft unterschiedlichste Wertansätze unterstützt - vom gleitenden Durchschnitt über letzte oder kleinste Einkaufswerte bis hin zu fiktiven Verbrauchsfolgeverfahren, wie z.B. FIFO (First In - First Out). Selbstverständlich wird dabei jederzeit das Niederstwertprinzip beachtet.

Für die eigenen fertigen und unfertigen Erzeugnisse greift proALPHA auf frei definierbare Bewertungsschemata zurück. Diese gewähren die notwendige Flexibilität hinsichtlich Aufbau und Wertbestimmung, wie sie nach nationalem und internationalem Recht notwendig sind. Auch lassen sich auf diesem Wege die bilanziellen Auswirkungen einer Bewertung zunächst simulieren, bevor die endgültige Bewertung und Übertragung in die Buchhaltung erfolgt.

Thema: Bestandsbewertung

Informations- und Controllingsystem

Transparenz ist Trumpf - Bestände und Bewegungen jederzeit im Blick

Um die richtigen Entscheidungen im Rahmen der Unternehmenslogistik auf einer fundierten Basis treffen zu können, bietet proALPHA exzellente Möglichkeiten zur Auswertung, Aufbereitung und Visualisierung der Daten. So wird ein Höchstmaß an Transparenz in der Materialwirtschaft erreicht und Optimierungspotenziale werden direkt sichtbar.

Dispositive Daten wie Lager-, Auftrags- oder Bestellbestände stellt proALPHA mit dem Management-Informationssystem (MIS) kumuliert oder nach Lagerorten differenziert zur Verfügung. Im Dispositionskonto ist die zeitliche Abfolge von geplanten Entnahmen und Zugängen klar ersichtlich. Die grafische Aufbereitung dieser Informationen zeigt dediziert an, welche Deckungen für die vorliegenden Bedarfe verwendet werden können bzw. wo Terminprobleme oder Unterdeckungen auftreten. Somit können gegensteuernde Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.

Themen:

Prozesse Materialwirtschaft

Standardprozesse einfach beschrieben

Mit Hilfe unserer Prozessbeschreibungen können Sie sich mit verschiedenen Standardprozessen denkbar einfach vertraut machen. Prozesse in der Materialwirtschaft sind u.a.: