Kostenrechnung

Verschärfter Wettbewerb und verminderte Deckungsbeiträge verlangen eine hohe Transparenz der Kosten und Leistungen. Die zentrale Aufgabe der Kostenrechnung ist die Planung, Kontrolle und Steuerung des Prozesses der Umwandlung von Produktionsfaktoren in betriebliche Leistung. proALPHA liefert den Verantwortlichen alle entscheidungsrelevanten Informationen, die zur Aufgabenerfüllung auf den unterschiedlichen Entscheidungsebenen erforderlich sind.

Durch den hohen Integrationsgrad aller Module können die Konsequenzen dispositiver Entscheidungen in allen Unternehmensbereichen abgewogen werden. Das gilt sowohl für die Planung des Absatzes als auch für die Erstellung von Produktionsprogrammplänen.

Nicht nur innerhalb der einzelnen Kostenrechnungsmodule, sondern im Gesamtsystem proALPHA ist durch den geschlossenen Kreislauf die Identität von Mengen und Werten sichergestellt. So werden z.B. bei der Produktion von Erzeugnissen zum Zeitpunkt der Rückmeldung die Kostenträger automatisch mit den Leistungen der Kostenstellen belastet. Und das geschieht bei gleichzeitiger Entlastung der Kostenstellen.

Hohe Flexibilität bei der Gestaltung der unterschiedlichen theoretischen und praktizierten Kostenrechnungsmodelle wird durch die objektorientierte Struktur von proALPHA gewährleistet. Die proALPHA Kostenrechnung ist branchenneutral einsetzbar. In Abhängigkeit der eingesetzten Module werden sowohl Produktions-, Handels- als auch Dienstleistungsunternehmen gleichermaßen optimal unterstützt.

Grundfunktionen

Grundfunktionen, die den Controller begeistern

Die Möglichkeit, Kosten in ihre fixen und variablen Bestandteile zu splitten, ist die Grundvoraussetzung vieler Rechenmodelle, z.B. die der flexiblen Grenzplankostenrechnung. Mit proALPHA können die fixen und variablen Anteile derselben Kostenart getrennt voneinander ausgewertet werden, wodurch der Aufbau einer stufenweisen Fixkostendeckung oder einer Deckungsbeitragsrechnung ein Kinderspiel ist. Ergänzend können Kostenarten als betriebswirtschaftlich und/oder steuerlich relevant definiert werden. Dadurch können u.a. spezielle steuerrechtliche Zuschlagssätze für die Bewertung von Eigenerzeugnissen ermittelt werden, in denen die nicht-aktivierungsfähigen Kostenbestandteile eliminiert sind.

Kostenstellen, Kostenträger und Ergebnisträger können in einer faktisch unbegrenzten Anzahl von Alternativen strukturiert und verdichtet werden. Das gilt auch für Kostenarten. Auf diese Weise lassen sich die Informationen auf einfache Art dem gewünschten Analysegegenstand anpassen. Alle Verdichtungsstrukturen werden neben der tabellarischen Ansicht zur besseren Übersichtlichkeit auch grafisch dargestellt. Dabei entscheiden Sie, wie viele Strukturebenen angezeigt werden sollen und auf welcher Ebene aufgesetzt wird. So können sie z.B. statt der kompletten Kostenstellenstruktur nur die Struktur der Produktionskostenstellen anzeigen.

In die Kostenrechnung fließen aus allen anderen Bereichen Informationen und Werte, so z.B.: Kalkulatorische Abschreibungen und Zinsen aus der Anlagenbuchhaltung, direkt zuordenbare Kosten und Erlöse aus der Finanzbuchhaltung, Löhne und Gehälter aus der Lohnbuchhaltung. Durch die Rückmeldung der Produktion und des Projektmanagements können die Kosten auf die Kostenträger (Produkte) umgelegt werden. Die dazu benötigten Verrechnungssätze lassen sich automatisch in den Kostenstellen berechnen. Werte fließen aber nicht nur aus Logistik, Finanzwesen und Lohnbuchhaltung in die Kostenrechnung. Vielmehr gibt es auch Datenflüsse zwischen den einzelnen Modulen der Kostenrechnung, die manuell oder automatisch erfolgen können. Typisch für das automatische Fließen von Daten ist das Übertragen der Über- oder Unterdeckung von Kostenstellen in die Ergebnisrechnung, die als Deckungsbeitragsrechnung angelegt ist. Ein Beispiel für manuelle Buchungen ist das Erfassen von Ingenieurleistungen auf ein als Kostenträger angelegtes Entwicklungsprojekt: Das Projekt wird belastet, die leistende Kostenstelle wird entlastet.

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Planungsinstrumente

Ziele erreichen durch Planung

Eine der zentralen Aufgaben der Kostenrechnung ist die Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit des betrieblichen Handelns. Elementare Voraussetzung für die Kontrolle und Basis für die Abweichungsanalyse ist die Planung. In proALPHA sind die Planungsinstrumente den unterschiedlichen Anforderungsprofilen angepasst, die auf Grund von Größe, Art und Branche der Unternehmung erheblich differieren können.

Analytisch planen heißt in proALPHA Planing from Base Zero (Zero-Base-Budgeting). Für jedes Planungsobjekt - Kostenstellen, Kostenträger, Ergebnisträger - werden Kosten, Leistungen und Erlöse für jede Bezugsgröße und Kostenart analytisch ermittelt. Frei definierbare Planverteilungsreihen erleichtern die Verteilung von Jahreswerten auf Monate.

Die Planabschreibungen und die plankalkulatorischen Zinsen aus der Anlagenbuchhaltung können als Planwerte in die Kostenstellenbuchhaltung übernommen werden.

Liegen Vergangenheitswerte vor, so kann das Planungsverfahren wesentlich beschleunigt werden. Mit Hilfe der indizierten Planung werden - basierend auf Werten eines beliebigen Bezugsjahres - die Planwerte durch Multiplikation mit Indizes ermittelt. In beliebigen Varianten können z.B. Kostenstellen, Kostenarten, Leistungen und Zeiträume mit anderen Indizes beplant werden.

Zu jedem Zeitpunkt lässt sich ein Forecast ermitteln. Dabei werden Planwerte mit aktuellen Istwerten ersetzt und das Ergebnis auf dieser Basis fortgeschrieben. Die rollierend weiterentwickelten Plandaten können Sie mit der indizierten Planung komfortabel nach Ihren Anforderungen anpassen.

Thema: Planung

Kostenstellenrechnung

Wirtschaftlichkeit kontrollieren, Gemeinkosten verrechnen

Wesentliche Aufgaben der Kostenstellenrechnung sind die Wirtschaftlichkeitskontrolle und die verursachungsgerechte Verrechnung von Gemeinkosten. Für die Verrechnung von Gemeinkosten können in der proALPHA Kostenstellenrechnung Kosten- und Zuschlagssätze komfortabel ermittelt werden. Die Formeln dazu definieren Sie selbst. Dabei können Sie bestimmen, ob ein Kosten- oder Zuschlagssatz für alle Kostenstellen oder nur für eine bestimmte Kostenstelle gilt.

Unbegrenzt definierbar sind Umlagebezugsgrößen, die - entsprechend ihren firmenspezifischen Anforderungen - den Kostenstellen zugeordnet werden. Auch dabei gibt es keine Restriktionen bezüglich der Anzahl von Bezugsgrößen, die in einer Kostenstelle vorkommen können. Spiegelbild des hohen Integrationsgrades von proALPHA sind die Verrechnungssätze der Leistungsbezugsgrößen. Während die Standardsätze manuell zu pflegen sind, werden die Istsätze und Plansätze mit jeder BAB-Berechnung fortgeschrieben, sofern gewünscht. Dabei wird die komplette Satzhistorie erhalten, sodass z.B. beim Rückmelden in der Produktion - abhängig vom Rückmeldedatum - der jeweils geltende Maschinen- oder Fertigungsstundensatz gezogen wird.

Kernstück jeder Kostenstellenrechnung ist die innerbetriebliche Leistungsverrechnung. Die von proALPHA angebotenen Umlageverfahren werden allen praktischen Anforderungen gerecht. Neben dem Stufenleiterverfahren und Gleichungsverfahren - auch kombiniert einsetzbar - steht auch das Menge-mal-Kostensatz-Verfahren für die Verrechnung innerbetrieblicher Kosten zur Verfügung.

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Kostenträgerrechnung

Aufträge, Erzeugnisse, Prozesse…

Die proALPHA Kostenträgerrechnung kennt keine der herkömmlichen Restriktionen, die in Begriffen wie Kostenträgerstückrechnung, Kostenträgerzeitrechnung sowie Voll- und Teilkostenrechnung ihren Ausdruck finden.

Träger der Kosten können einzelne Erzeugnisse oder Erzeugnisgruppen sein. Aber auch langlaufende Großprojekte oder Prozesse, wie z.B. der Durchlauf eines Kundenauftrags vom Angebot bis zur Fakturierung können Kostenträger sein. Durch die konsequente Verwaltung der differenzierten Kostenbestandteile kann der Theorienstreit über Vollkostenrechnung oder Teilkostenrechnung getrost den Hochschulen überlassen werden. Die proALPHA Kostenträgerrechnung ist ein flexibles Werkzeug, das den praktischen Anforderungen Ihres Unternehmens gerecht wird.

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Ergebnisrechnung

Ergebnisse im Zeitverlauf analysieren

Eine besondere Ausprägung der Kostenträgerbetrachtung ist die Ergebnisrechnung. Sie ist speziell darauf ausgelegt, Ergebnisse im Zeitverlauf zu analysieren. Typische Anforderungen an die Ergebnisrechnung - kurzfristige Erfolgsrechnung, mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung oder stufenweise Fixkostendeckungsrechnung - können in der proALPHA Ergebnisrechnung problemlos abgebildet werden.

Serienfertiger, Einzelfertiger sowie Handelsunternehmen haben unterschiedliche Ansprüche an die Ergebnisrechnung. Den Serienfertiger interessieren z.B. die Erlöse, die er mit Teilegruppen und Kunden erzielt hat. Der Einzelfertiger hat den Vertriebsauftrag mit seinen Auftragspositionen im Fokus. Für den Handel sind z.B. Analysen bezogen auf das Teil in Kombination mit den Kunden und Vertretern von Relevanz. Diesen unterschiedlichen Ansprüchen wird proALPHA durch eine mehrdimensionale Ergebnisrechnung gerecht.

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Berichtswesen

Informieren, berichten, analysieren

Mit dem proALPHA MIS (Management-Informationssystem) und den für das Controlling typischen Auswertungen - Kostenstellen-BAB, Kostenträger-BAB oder Deckungsbeitragsrechnung - stehen ausgezeichnete Mittel zur Verfügung, um wiederkehrende Anfragen und Analysen schnell und einfach zu erhalten.

Alle Auswertungen können auf einfache Art und Weise variantenreich gestaltet werden. Der Controller bestimmt selbst Inhalt und Verdichtungsgrad der Auswertungen. Neben den Planzahlen und Istzahlen, die Sie problemlos in die Auswertungen einsteuern können, lassen sich auch Sollzahlen ermitteln. In den Auswertungen können unterschiedliche Vergleichszeiträume einander gegenübergestellt werden. Ergänzt wird dies durch Abweichungsanalysen und Trendanalysen sowie einfach zu definierende Formelspalten für weitere Berechnungen und Analysen.

Die Auswertungen können den Kostenstellen- und Kostenträgerverantwortlichen direkt online zur Verfügung gestellt werden, sodass diese die erforderlichen Zahlen direkt am Bildschirm einsehen können. Die Rechtevergabe dafür kann in proALPHA sehr flexibel erfolgen. Es besteht die Möglichkeit, den verantwortlichen Personen den Zugang zu den Auswertungen ihrer jeweiligen Kostenstellen und Kostenträgern komplett zu gewähren. Aber auch eine differenzierte Rechtevergabe für Teilbereiche einer Auswertung ist möglich. So können z.B. bestimmte Kosten einer Kostenstelle einem bestimmten Personenkreis zur Ansicht freigegeben werden, die Löhne und Gehälter sind jedoch ausgeblendet.

Bei der Anzeige der Auswertungen sehen Sie per "drill-down" - von den Salden über die Einzelbewegungen bis hin zum Herkunftsbeleg - alle relevanten Zahlen. Wenn der Herkunftsbeleg z.B. eine Ausgangsrechnung ist, dann kann die komplette Beleghistorie beauskunftet werden, d.h. vom Angebot, über Auftrag und Lieferschein bis hin zur Ausgangsrechnung. Falls erforderlich kann ein Beleg nochmal gedruckt werden. Zeichen der hohen Integration von proALPHA ist auch, dass über den Herkunftsbeleg direkt auf das proALPHA DMS zugegriffen werden kann. Dort können Sie dann die zum Herkunftsbeleg archivierten Dokumente im Original einsehen, u.a. eingescannte Handnotizen oder Eingangsrechnungen.

Mit dem proALPHA MIS und den proALPHA Auswertungen stehen ausgezeichnete Mittel zur Verfügung, um wiederkehrende Anfragen unter Berücksichtigung verschiedenster Parameter schnell, komfortabel und sicher zu generieren. Was aber, wenn die gewünschte Auswertung darüber hinaus geht. Für genau diesen Anwendungsfall wurde der proALPHA Analyzer entwickelt. Mit ihm ist es möglich, ohne Programmierkenntnisse beliebige Abfragen zu gestalten und so ein umfassende Datenanalyse zu betreiben . Dabei macht die graphische Unterstützung den Umgang mit dem Analysewerkzeug sehr einfach. Per Mausklick können Sie immer weiter in die Tiefe der Daten zoomen. Die detaillierten Analyseergebnisse können mit einem Reportingtool für anschließende Präsentationen einfach aufbereitet werden.

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