Vordefinierte Datenexporte für den Analyzer einrichten

Die Datenexporte können an die Belange Ihres Unternehmens angepasst und entsprechend eingerichtet werden. Je nach Zuständigkeiten und Zugriffsberechtigungen kann die Anpassung z.B. durch den Berater, den Systemverwalter oder den zuständigen Sachbearbeiter erfolgen.

Komponenten für vordefinierte Datenexporte einrichten

Für einen vordefinierten Datenexport sind folgende Komponenten einzurichten:

Komponenten

Erläuterungen

Analyzer Template

In einem Template ist u.a. das Exportprogramm hinterlegt. Das Exportprogramm bestimmt, welche Daten aus proALPHA exportiert werden. Zudem sind in dem Template die Felder (Ausgabefelder) und die Bezeichnungen der Felder hinterlegt, deren Daten zu exportieren sind.

Die Templates sind in einer Konfigurationstabelle hinterlegt und somit in Ihrer proALPHA Installation enthalten.

Exportkonfiguration Analyzer

In einer Exportkonfiguration sind landesspezifische Einstellungen hinterlegt. Die Exportkonfiguration bestimmt u.a., in welcher Sprache die Daten aus proALPHA exportiert werden.

Die Exportkonfigurationen sind in einer Konfigurationstabelle vordefiniert und somit in Ihrer proALPHA Installation enthalten.

Masterdatei

In einer Masterdatei sind die Attribute hinterlegt, in denen die exportierten Daten im Analyzer dargestellt werden. Zudem ist in der Masterdatei hinterlegt, in welchem Layout die exportierten Daten im Analyzer dargestellt werden, z.B. Farben und Schriftarten.

Die Masterdateien sind FOX-Dateien, die im Analyzer erstellt wurden und in Ihrer proALPHA Installation enthalten sind (Speicherort laut Startparameter MasterDir).

Master

In einem Master sind folgende Komponenten hinterlegt, die für den Datenexport verwendet werden:

  • Template

  • Masterdatei

Zudem sind in dem Master die Ausgabefelder und die dazugehörigen Spaltenüberschriften für die zu exportierenden Daten hinterlegt.

Anhand der Ausgabefelder des Templates und des Masters sowie der Attribute in der Masterdatei wird beim Datenexport u.a. ermittelt, welche Daten exportiert werden und in welchen Attributen im Analyzer die exportierten Daten dargestellt werden.

Voraussetzung dafür ist, dass folgende Daten der Komponenten identisch sind:

  • Ausgabefelder des Templates und Ausgabefelder des Masters

  • Bezeichnungen der Ausgabefelder des Templates und Spaltenüberschriften des Masters

  • Spaltenüberschriften des Masters und Bezeichnungen der Attribute in der Masterdatei

Im Analyzer werden in einem Attribut die Daten dargestellt, die aus einem Ausgabefeld exportiert wurden. So werden z.B. im Attribut "Lieferant" die Lieferantennummern dargestellt, die aus dem Ausgabefeld "S_Lieferant.Lieferant" aus der proALPHA Datenbank exportiert wurden.

Zusätzlich zu den Daten der Datensätze können Sie die Merkmale exportieren, die zu den Datensätzen in Merkmalsleisten hinterlegt sind. Dazu erfassen Sie im Master die gewünschte Merkmalsleiste sowie die zu exportierenden Merkmale.

Voraussetzung dafür ist, dass in der Template des Masters die entsprechende Merkmalsleistenart hinterlegt ist.

Im Analyzer werden die Merkmale als Attribute in einer neuen, unbenannten Attributgruppe dargestellt. Die Attributgruppe können Sie nach Ihren Anforderungen benennen.

Tipp: Zur Arbeitserleichterung können Sie die Attributgruppe mit den Attributen für Merkmale auch direkt in der Masterdatei hinterlegen. Dazu führen Sie vor dem Anpassen der Masterdatei den Datenexport für die gewünschten Merkmale erstmals aus. Die aus dem Export resultierenden Attributnamen hinterlegen Sie zusammen mit dem Namen der Attributgruppe in der Masterdatei. Als Namen der Attributgruppe können Sie z.B. die Bezeichnung der Merkmalsleiste verwenden.

Dabei ist zu beachten, dass die in der proALPHA Installation enthaltenen Masterdateien bei einem Update ggf. aktualisiert werden. Änderungen, die Sie an Master-Dateien vorgenommen haben, können dabei überschrieben werden. Vor einem Update müssen daher die bestehenden Masterdateien mit Ihren Anpassungen gesichert werden.

foc2fox.bat

Anhand der Batch-Datei werden die exportierten Daten (temporäre FOC-Datei) mit der Masterdatei zu einer Exportdatei konvertiert.

Die Batch-Datei ist in Ihrer proALPHA Installation enthalten (Speicherort laut Startparameter Convert).

Einstellungen des Datenexports (Exportdefinition)

In den Einstellungen (Fenster Datenexporte) sind folgende Komponenten hinterlegt, die für den Datenexport verwendet werden:

  • Master

  • Exportkonfiguration

Anhand des Masters und der Exportkonfiguration wird beim Datenexport u.a. ermittelt, welche Daten in welcher Sprache exportiert werden.

Zudem können Sie in den Einstellungen u.a. den Dateinamen der Exportdatei erfassen, in der die exportierten Daten gespeichert werden. Der Dateiname darf weder Umlaute noch Sonderzeichen enthalten.

Je nach Datenexport können Sie in den Einstellungen auch festlegen, zu welchen Terminen und in welchen Zeitabständen ein Datenexport automatisch bei Sammeldatenexporten ausgeführt wird.

Master für vordefinierte Datenexporte erfassen

  1. Öffnen Sie das Fenster Master (Menüpunkt Master | Auswertungen | Analyzer in der Programmauswahl).

  2. Geben Sie im Feld Master den Schlüssel des Masters ein.

  3. Bestimmen Sie, welches Exportprogramm für den Datenexport verwendet wird. Geben Sie dazu im Feld Template den Schlüssel des gewünschten Templates ein.

  4. Klicken Sie auf die Schaltfläche .

    Die Felder werden zur Bearbeitung geöffnet.

  5. Erfassen Sie die gewünschten Daten in den entsprechenden Feldern.

  6. Speichern Sie.

Einstellungen für vordefinierte Datenexporte erfassen

  1. Öffnen Sie das Fenster Datenexporte (Menüpunkt Datenexporte | Auswertungen | Analyzer in der Programmauswahl).

  2. Geben Sie im Feld Export den Schlüssel des Datenexports ein.

  3. Bestimmen Sie, welcher Master für den Datenexport verwendet wird. Geben Sie dazu im Feld Master den Schlüssel des Masters ein, in dem die gewünschte Masterdatei hinterlegt ist.

  4. Bestimmen Sie Sprache und Formate für den Datenexport. Geben Sie dazu im Feld Konfiguration den Schlüssel der gewünschten Exportkonfiguration ein.

  5. Klicken Sie auf die Schaltfläche .

    Die Felder werden zur Bearbeitung geöffnet.

  6. Erfassen Sie die gewünschten Daten in den entsprechenden Feldern.

  7. Speichern Sie.

Hinweis: Für einen Datenexport, der bei Sammeldatenexporten automatisch ausgeführt werden soll, bestimmen Sie u.a., in welchen Zeitabständen und über welche Zeitspannen der Datenexport auszuführen ist. Abhängig vom Periodentypen sind dafür unterschiedliche Daten zu erfassen.

Datenexporte in verschiedenen Sprachen

Die Daten eines vordefinierten Datenexports können in verschiedenen Sprachen exportiert werden. Für einen Datenexport in einer anderen Sprache benötigen Sie je Sprache folgende Komponenten:

  • Eine Exportkonfiguration für die Sprache

    In der Konfigurationstabelle sind Exportkonfigurationen für verschiedene Sprachen vordefiniert. Weitere können durch Ihren Berater oder Systemverwalter definiert werden.

  • Einen Datenexport (Exportdefinition), dem die Exportkonfiguration zugeordnet ist.

  • Eine Masterdatei, in der die Attributnamen in der entsprechenden Sprache hinterlegt sind.

  • Einen Master, in dem die Masterdatei hinterlegt ist.

Erläuterungen zu Masterdateien

Die Masterdateien für eine Sprache sind jeweils in der entsprechenden Sprachversion der Oberfläche (Language Pack) enthalten. Masterdateien für weitere Sprachen können durch Ihren Berater oder Systemverwalter angelegt werden. Wenn in Ihrem Unternehmen proLANGUAGE eingesetzt wird, dann können die Masterdateien mit Hilfe der Analyzer Translation erzeugt werden.

Weitere Erläuterungen finden Sie im proALPHA Wiki. Das proALPHA Wiki ist Bestandteil des proALPHA Kundenportals. Die Zugangsdaten für das proALPHA Kundenportal erhalten Sie vom proALPHA Service.

Die Masterdateien für eine Sprache sind anhand eines Sprachkürzels im Dateinamen gekennzeichnet. So heißt die deutschsprachige Masterdatei zum vordefinierten Datenexport "Auftragseingang" "masterd__auftragseingang.fox", die französischsprachige "masterf__auftragseingang.fox". Das Sprachkürzel ist in der Exportkonfiguration für die Sprache hinterlegt (Feld Extension Master).

Für Masterdateien sind folgende Sprachkürzel festgelegt:

Sprache

Sprachkürzel

Deutsch

d_

Amerikanisches Englisch

us

Britisches Englisch

e_

Polnisch

p_

Ungarisch

h_

Französisch

f_

Italienisch

i_

Niederländisch

du

Tschechisch

c_

Chinesisch

chs

Russisch

rus

Spanisch

s_

Rumänisch

ro

Brasilianisches Portugiesisch

ptb

Vordefinierte Datenexporte als Sammeldatenexporte einrichten

Vordefinierte Datenexporte können Sie so einrichten, dass sie mit einem Verarbeitungsprogramm als Sammeldatenexport ausgeführt werden. Das Verarbeitungsprogramm kann automatisch über einen permanenten Job gestartet werden, z.B. über Nacht nach dem Tagesabschluss. Welche Datenexporte bei einem Sammeldatenexport ausgeführt werden, wird bei der Konfiguration sowie beim Einrichten des Datenexports festgelegt.

Voraussetzungen dafür, dass ein Datenexport bei einem Sammeldatenexport ausgeführt wird, sind:

  • Der Datenexport ist so konfiguriert, dass er grundsätzlich automatisch bei Sammeldatenexporten ausgeführt werden soll. Dies ist der Fall, wenn in dem Template (Konfigurationstabelle) des Datenexports das Kontrollkästchen Ad-Hoc Erzeugung nicht aktiv ist.

  • Die Ausführung des Datenexports steht an. Wann die Ausführung eines Datenexports ansteht, ist von verschiedenen Daten abhängig, die Sie beim Einrichten des Datenexports erfassen. Dazu existieren verschiedene Felder, z.B. das Feld nächste Ausführung.

Beim Einrichten werden die Datenexporte wie folgt unterschieden:

  • Datenexporte ohne Zeitbezug

  • Datenexporte mit Zeitbezug

Sammeldatenexporte für Datenexporte ohne Zeitbezug einrichten

Datenexporte ohne Zeitbezug haben den Periodentypen "ohne Zeitbezug".

Je Datenexport können Sie Folgendes bestimmen:

  • Zu welchem Termin der Datenexport bei einem Sammeldatenexport erstmals ausgeführt wird.

  • In welchen Zeitabständen der Datenexport bei Sammeldatenexporten ausgeführt wird.

Dazu erfassen Sie u.a. folgende Daten:

Daten

Erläuterungen

Nächste Ausführung

Nächstes Datum, zu dem der Datenexport ausgeführt wird.

Offset

Zeitabstand (Anzahl von Tagen), in dem der Datenexport regelmäßig bei Sammeldatenexporten ausgeführt wird. So können Sie z.B. bestimmen, dass ein Datenexport einmal täglich ausgeführt wird.

Sammeldatenexporte für Datenexporte mit Zeitbezug einrichten

Datenexporte mit Zeitbezug haben den Periodentypen "Monat", "Woche" oder "Tag".

Je Datenexport können Sie Folgendes bestimmen:

  • Zu welchem Termin der Datenexport bei einem Sammeldatenexport erstmals ausgeführt wird.

  • In welchen Zeitabständen der Datenexport bei Sammeldatenexporten ausgeführt wird.

  • Über welche Zeitspanne die Daten exportiert werden.

Dazu erfassen Sie u.a. folgende Daten:

Daten

Erläuterungen

Nächste Ausführung

Nächstes Datum, zu dem der Datenexport ausgeführt wird.

Historie oder Horizont

Zeitspanne, über die Daten exportiert werden. So können Sie z.B. bestimmen, dass die Daten der vergangenen 12 Monate exportiert werden.

Zeitversatz rückwärts

Beginn der Zeitspanne, über die Daten exportiert werden, z.B. 1. Tag des Monats.

Offset

Anzahl von Tagen, um die die Ausführung des Datenexports, z.B. ausgehend vom 1. Tag des Monats, verschoben wird. So können Sie z.B. bei einem monatlich auszuführenden Datenexport bestimmen, dass er erst am fünften Tag jedes Monats ausgeführt wird.

Zeitversatz vorwärts

Ende der Zeitspanne, über die Daten exportiert werden, z.B. letzter Tag des Vormonats.