Liquiditätsprognosen

In Liquiditätsprognosen werden die zu erwartenden Zuflüsse und Abflüsse zu einem von Ihnen festgelegten Prognosezeitraum ermittelt und ausgewiesen. Bei der Ermittlung der geplanten Zahlungsflüsse ist es möglich, verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. So können Sie z.B. die Zahlungsmoral der Kunden berücksichtigen, damit die voraussichtlichen Zahlungszeitpunkte noch genauer ermittelt werden.

Die zu erwartenden Zahlungen aus liquiditätsrelevanten Geschäftsvorgängen z.B. aus Vertriebsbelegen werden mit Hilfe von vordefinierten Planvorgängen ermittelt. Ergänzend dazu können Sie Planwerte aus der Finanzplanung heranziehen.

Zur weiteren Analyse können Sie auf Basis der Liquiditätsprognosen freidefinierbare Liquiditätskennzahlen im Kennzahlen- und Frühwarnsystem erstellen.

Basiswissen: Auswertungen und Kalkulationen

Arbeitsschritte beim Erstellen einer Liquiditätsprognose

Mögliche Arbeitsschritte sind:

Arbeitsschritte

Erläuterungen

Liquiditätsprognosen definieren

Je nach Anforderung können Sie verschiedene Auswertungsvarianten mit den Auswertungsspalten und Auswertungszeilen definieren, die für die Prognose benötigt werden.

Themen:

Liquiditätsprognosen gestalten

Die Daten von Liquiditätsprognosen und die Liquiditätsprognosewerte können Sie in Listen ausgeben. Für die Ausgabe der Listen mit einer Listenansicht des grafischen Listeneditors können Sie verschiedene Komponenten der Auswertungsvariante gestalten.

Themen:

Zahlungsverhalten berücksichtigen

Zur genaueren Ermittlung der Zahlungszeitpunkte haben Sie die Möglichkeit, die Zahlungsmoral der Kunden zu berücksichtigen. Zudem können Sie das eigene geplante Zahlungsverhalten gegenüber den Lieferanten festlegen.

Thema: Zahlungsverhalten berücksichtigen

Abweichendes Zahlungsverhalten definieren

Für Geschäftsvorgänge der gleichen Art können Sie ein abweichendes Zahlungsverhalten berücksichtigen. Die Abweichungen definieren Sie global für alle Kunden oder Lieferanten und/oder nur kontenspezifisch für einzelne Kunden oder Lieferanten.

Thema: Vorgangsbezogene Planparameter definieren

Regelmäßige Zahlungsflüsse berücksichtigen

Regelmäßige Zahlungen, u.a. Mieteinnahmen und Personalkosten können Sie anhand von Finanzplanwerten oder rollierenden Planwerten aus der Finanzplanung berücksichtigen.

Thema: Planwerte berücksichtigen

Außerordentliche Zahlungsvorgänge berücksichtigen

Geplante einmalige oder außerordentliche Zahlungsvorgänge können Sie berücksichtigen.

Thema: Sonstige Zahlungsvorgänge definieren und verwenden

Liquiditätsprognosen berechnen

Zur Anzeige und Ausgabe der aktuellen Werte einer Liquiditätsprognose müssen Sie diese berechnen.

Thema: Liquiditätsprognosen berechnen

Liquiditätsprognosen anzeigen und ausgeben

Zum schnellen Einblick der berechneten Liquiditätsprognosen und Liquiditätsprognosewerte können Sie diese in einem Infofenster einsehen sowie in Listen ausgeben.

Themen:

Liquiditätsprognosewerte nachvollziehen

Liquiditätsprognosewerte können Sie u.a. anhand der Konten beauskunften, die den Auswertungszeilen zugeordnet sind.

Thema: Konten beauskunften

Liquiditätsprognosewerte löschen

Berechnete Liquiditätsprognosewerte, die nicht mehr benötigt werden, können Sie löschen.

Thema: Liquiditätsprognosewerte löschen

Zahlungsverhalten berücksichtigen

In Liquiditätsprognosen werden zu einem Prognosezeitraum die voraussichtlichen Zahlungen sowie deren Zahlungszeitpunkte ermittelt. Die Ermittlung der Zahlungszeitpunkte erfolgt automatisch anhand des Belegdatums/Valutadatums sowie den in den Zahlungszielen hinterlegten Fälligkeiten, z.B. Skontofrist. Da jedoch häufig das tatsächliche Zahlungsverhalten von der regulären Zahlungsfrist abweicht, ist es wichtig, das erwartete Zahlungsverhalten auch in Liquiditätsprognosen zu berücksichtigen. Die Berücksichtigung des Zahlungsverhaltens können Sie im Fibu-Stamm mit folgenden Feldern festlegen:

  • Kontrollkästchen Verzugstage Kunden

    Mit dem Kontrollkästchen bestimmen Sie, ob die zurückliegende Zahlungsmoral Ihrer Kunden berücksichtigt wird. Wenn die Zahlungsmoral eines Kunden berücksichtigt wird, dann müssen in dessen Kundenstamm Verzugstage hinterlegt sein. Positive Verzugstage sagen aus, um wie viele Tage OP nach Nettofälligkeit bezahlt wurden. Negative Verzugstage sagen aus, um wie viele Tage OP vor Nettofälligkeit bezahlt wurden. Die Verzugstage eines Kunden können mit dem Verarbeitungsprogramm Verzugstage Kunden automatisch ermittelt werden. Bei Bedarf können Sie die Verzugstage manuell anpassen. Die Verzugstage werden bei Planvorgängen zu Vertriebsbelegen sowie Planvorgängen zu OP der Kunden herangezogen. So werden die Verzugstage zusätzlich zu Skontofrist und Nettofrist aus dem Zahlungsziel berücksichtigt, um den voraussichtlichen Zahlungszeitpunkt zu ermitteln.

  • Optionsgruppe eigene Zahlungen

    Mit der Optionsgruppe bestimmen Sie, wie eigene Zahlungen an Lieferanten berücksichtigt werden. So können Sie bestimmen, ob Zahlungen zum Nettofälligkeitsdatum oder zum Skontofälligkeitsdatum berücksichtigt werden oder ob überfällige OP auch mit dem skontofähigen Betrag berücksichtigt werden. Das eigene Zahlungsverhalten wird bei Planvorgängen zu Einkaufsbelegen sowie Planvorgängen zu OP der Lieferanten herangezogen. So werden alle Lieferantenzahlungen gemäß der Einstellung berücksichtigt.

Regelmäßige Zahlungen berücksichtigen

Regelmäßige Zahlungen, u.a. Mieteinnahmen und Personalkosten berücksichtigen Sie anhand von Finanzplanwerten oder rollierenden Planwerten aus der Finanzplanung. Dazu definieren Sie eine oder mehrere Planvarianten für das entsprechende Kalenderjahr. Zu einer Planvariante hinterlegen Sie die geplanten Zahlungen je Konto. So hinterlegen Sie z.B. zum Konto "Löhne und Gehälter" die voraussichtlichen Zahlbeträge für künftige Lohn- und Gehaltszahlungen. Damit die Planwerte aus der Finanzplanung in Liquiditätsprognosen berücksichtigt werden, muss im Kontenstamm der entsprechenden Konten das Kontrollkästchen liquiditätsrelev aktiviert sein. Zudem erfassen Sie im Feld Liquiditätstag den monatlichen Stichtag, der als voraussichtlicher Zahlungszeitpunkt für alle Zahlungen des Kontos gilt. So erfassen Sie z.B. den Liquiditätstag "28", um die Zahlungen für Löhne und Gehälter am 28. eines Monats zu berücksichtigen. Dazu hinterlegen Sie in den Auswertungszeilen das Konto "Löhne und Gehälter". Beim Erstellen einer Liquiditätsprognose aktivieren Sie im Vorlauf das Kontrollkästchen Planwerte und wählen eine Planvariante mit Planwerten zum vorgenannten Konto aus.

Hinweis: Zur automatischen Übernahme der Finanzplanwerte in die Liquiditätsprognosen ist beim Definieren der Auswertungszeile das Feld "Planvorgang" leer.

Administration

Objekte

Beschreibung

KonfigurationstabellePlanvorgangsarten

Vordefinierte Planvorgänge für die Liquiditätsplanung

Auswertungen allgemein

Thema: Auswertungen und Kalkulationen