Betriebswirtschaftliche Auswertungen

Betriebswirtschaftliche Auswertungen (BwA) stellen die Situation und Entwicklung eines Unternehmens dar. Dabei verwendet die BwA sowohl aktuelle Daten, vergangene Werte als auch Planwerte.

Betriebswirtschaftliche Auswertungen nutzen Sie in proALPHA, um die Planwerte der Ergebnisplanung mit den Istwerten zu vergleichen. Dabei können Sie sowohl auf die Ergebnisplanwerte als auch auf die rollierenden Planwerte zurückgreifen. Welche Planwerte in der Auswertung verwendet werden, entscheiden Sie z.B. bei der Berechnung oder der Ausgabe der Auswertung.

Betriebswirtschaftliche Auswertungen können Sie in proALPHA bearbeiten, indem Sie Werte in die BwA einsteuern. Beim Bearbeiten der betriebswirtschaftlichen Auswertungen können Sie außerdem das Saldokennzeichen bestimmen, die Vorzeichen ändern oder der BwA das Ergebnis, den Gewinn oder Verlust der GuV zuordnen.

Für den Ausdruck der betriebswirtschaftlichen Auswertung können Sie verschiedene Formatierungen, z.B. Fettschrift oder Kursivschrift festlegen. Für einzelne Zeilen der BwA können Sie über die Druckersteuerung festlegen, ob proALPHA eine Zeile z.B. unterstreicht.

Daneben können Sie mit proALPHA die Kontenzuordnungen zu einer BwA prüfen. Dadurch stellen Sie fest, welche Konten beispielsweise der BwA mehrfach zugeordnet sind.

In proALPHA legen Sie für betriebswirtschaftliche Auswertungen Standard-Auswertungsspalten und benutzerdefinierte Auswertungsspalten an. Durch diese Spalten bestimmen Sie den Aufbau und Inhalt von betriebswirtschaftlichen Auswertungen.

Betriebswirtschaftliche Auswertungen gibt proALPHA z.B. am Bildschirm aus. Dabei können Sie beispielsweise bestimmen, ob proALPHA nur Summenwerte oder auch Einzelwerte anzeigt.

Aufbau und Inhalt von betriebswirtschaftlichen Auswertungen

Eine betriebswirtschaftliche Auswertung besteht aus Auswertungsspalten und Auswertungszeilen.

Das Auswertungsfenster der betriebswirtschaftlichen Auswertung ist unterteilt in eine Symbolleiste und einen Anzeigebereich. Der Anzeigebereich zeigt die Auswertungsspalten und Auswertungszeilen.

Auswertungsspalten

Auswertungsspalten einer betriebswirtschaftlichen Auswertung enthalten z.B. kumulierte Kontensalden des laufenden Jahres oder des Vorjahres.

Folgende Auswertungsspalten für betriebswirtschaftliche Auswertungen unterscheidet proALPHA:

  • Standardspalten

  • Benutzerspalten

Folgende Benutzerspalten stehen für betriebswirtschaftliche Auswertungen zur Verfügung:

  • Formelspalten

  • Bezugsspalten

  • Anteiligspalten

  • Abweichungsspalten

  • Zeitspalten

  • Perioden-Durchschnittsspalten

Auswertungszeilen

Auswertungszeilen einer betriebswirtschaftlichen Auswertung zeigen einzelne Werte, so z.B. Kontensalden oder Planwerte.

Auswertungszeilen anlegen

In die Auswertungszeilen einer betriebswirtschaftlichen Auswertung können Sie folgende Objekte einsteuern:

  • Konten in der Stammdatenzuordnung

  • Formeln in der Formelzuordnung

  • Texte in der Textzuordnung

Zudem können Sie in eine Auswertungszeile das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung einsteuern.

Zusätzliche Auswertungszeilen beim Umsatzkostenverfahren anlegen

Zur Gliederung der Kosten nach den Funktionsbereichen können Sie die Werte aus der Kostenstellenrechnung heranziehen. Dazu ordnen Sie den Auswertungszeilen der Funktionsbereiche das jeweilige Kostenstellen-Set zu. So ordnen Sie z.B. der Auswertungszeile für den Funktionsbereich "Verwaltung" das Kostenstellen-Set zu, in dem die einzelnen Verwaltungskostenstellen gruppiert sind. Welche Kostenarten in den Kostenstellen vorkommen, ist anhand der Kostenstellen-Kostenarten-Kombinationen festgelegt. Beim Berechnen der Auswertungsspalten werden die Kostenartensalden ermittelt und auf GuV-Konten gemappt. Das Mapping erfolgt für Kostenarten und GuV-Konten, deren Schlüssel identisch sind, automatisch. Wenn deren Schlüssel nicht identisch sind, dann werden die Kostenartensalden entsprechend der in den UKV-Funktionsbereichen hinterlegten Kombinationen gemappt. Anhand der Felder von Konto und bis Konto können Sie bestimmen, für welche GuV-Konten die Kostenartensalden übernommen werden. Wenn Sie keine Konten selektieren, dann werden alle Kostenartensalden des Kostenstellen-Sets auf die entsprechenden GuV-Konten gemappt.

Tipp: Verwenden Sie bei Abweichungen zwischen den Kostenartensalden und den bebuchten GuV-Konten die Auswertungszeile "Sonstige betriebliche Aufwendungen". Dieser Auswertungszeile ordnen Sie zunächst die GuV-Konten zu, die üblicherweise die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausweisen. Zur Differenzbildung der Kostenartensalden und der Salden der GuV-Konten ordnen Sie zusätzlich zum einen die GuV-Konten zu, auf die die Kosten der Funktionsbereiche gebucht wurden. Zum Anderen ordnen Sie nacheinander die Kostenstellen-Sets zu, die Sie bereits den Auswertungszeilen der Funktionsbereiche zugeordnet haben. Beim Berechnen der BWA werden die Kostenartensalden negiert und in der Zeile wird der Differenzbetrag ausgewiesen.

Beispiel:

Saldo der Kostenart Personal, Kostenstelle Verwaltung 300 Euro

Saldo der Kostenart Personal, Kostenstelle Vertrieb: 200 Euro

Saldo der Konten für Personalkosten: 1000 Euro

Bei der Berechnung der BWA werden die Kontensalden in Höhe von 1000 Euro sowie die negierten Kostenartensalden von 500 Euro ermittelt. Die beiden Salden werden automatisch summiert, sodass in der Differenzeile 500 Euro ausgewiesen werden. In der BWA werden nach Funktionsbereichen aufgeteilt 500 Euro Personalkosten ausgewiesen und zusätzlich 500 Euro in der Differenzzeile. Somit sind für die BWA die Kontensalden aus der Finanzbuchhaltung in Höhe von 1000 Euro maßgeblich.