Zugriffsberechtigungen

Zugriffsberechtigungen bestimmen Art und Umfang des Zugriffs von Benutzern auf proALPHA. Zugriffsberechtigungen können in proALPHA auf verschiedenen Ebenen bis hin zu einzelnen Datensätzen und Feldern vergeben werden. Zugriffsberechtigungen für Benutzer vergibt in der Regel der Systemverwalter. Innerhalb eines Moduls ist zur Vergabe von Zugriffsberechtigungen außerdem der Administrator des Moduls berechtigt.

Zugriffsberechtigungen können auch außerhalb von proALPHA direkt auf Datenbankebene eingerichtet werden.

Hinweise zu Zugriffsberechtigungen

Themen

Hinweise

Vergabe von Zugriffsberechtigungen ab Modulebene

Zugriffsberechtigungen sollten Sie grundsätzlich über Benutzergruppen vergeben. Dies erleichtert die Verwaltung und minimiert den Änderungsaufwand. Die Zuordnung von Benutzern zu Benutzergruppen können Sie bei Bedarf zeitlich befristen.

Im Ausnahmefall können Sie Zugriffsberechtigungen auch an einzelne Benutzer vergeben. Eine solche Ausnahme ist z.B. das Einrichten eines Benutzerzugangs für einen Betriebsprüfer im Rahmen der digitalen Betriebsprüfung.

Prinzipieller Zugriff auf Programme

Wie ein Benutzer prinzipiell auf Programme zugreifen darf, bestimmen Sie in seinen Benutzerstammdaten (Kontrollkästchen Pflegeprogramme und Pflegeberechtigung). So können Sie bestimmen, dass der Benutzer Daten in Programmen zwar einsehen, jedoch nicht pflegen darf.

Auf Basis dessen bestimmen die Zugriffsberechtigungen, auf welche Programme der Benutzer konkret zugreifen darf.

Zugriffsberechtigungen für Auswertungen

Erläuterungen zu Zugriffsberechtigungen für Auswertungen finden Sie im Thema "Zugriffsberechtigungen für Auswertungen konfigurieren".

Ergänzende Zugriffsberechtigungen für die Verzeichnisse von Exportdateien

Für die Verzeichnisse, in denen Exportdateien gespeichert sind, können Sie Zugriffsberechtigungen wie in Windows üblich vergeben.

Ergänzende Zugriffsberechtigungen im proALPHA Analyzer

Zugriffsberechtigungen für Datenexporte können Sie im proALPHA Analyzer vergeben, indem Sie z.B. eine Tabelle mit einem Kennwort schützen oder Berechtigungen für das Öffnen oder Bearbeiten der Tabelle vergeben.

Anmeldeberechtigungen für proALPHA einrichten

Anmeldeberechtigungen richten Sie je Benutzer im Benutzerstamm ein. Ein neu angelegter Benutzer ist zunächst für die Anmeldung in proALPHA freigegeben.

Hinweis: Ein für proALPHA freigegebener Benutzer kann bei Bedarf zusätzlich für die Anmeldung in der Progress-Basisdatenbank freigegeben werden.

Anmeldeberechtigungen zeitlich befristen

Bei Bedarf können Sie die Anmeldeberechtigung von Benutzern zeitlich befristen, z.B. für Mitarbeiter mit Zeitverträgen. Außerhalb des festgelegten Gültigkeitszeitraums können sich Benutzer in proALPHA nicht anmelden.

Folgende Gültigkeitszeiträume können Sie bei der Neuanlage des Benutzers oder nachträglich festlegen:

  • Innerhalb des festgelegten Zeitraums (Felder befristet ab und befristet bis)

  • Ab dem festgelegten Datum unbefristet (Feld befristet ab)

  • Bis zum festgelegten Datum ab dem Tagesdatum (Feld befristet bis)

Benutzer für die Anmeldung sperren

Soll der Benutzer sich nicht in proALPHA anmelden, so können Sie den Benutzer für die Anmeldung sperren. Die Sperre hat keine Auswirkung auf die laufende Arbeitssitzung des Benutzers. Sie greift erst, wenn der Benutzer sich für seine nächste Arbeitssitzung anmelden will.

Die Sperrung veranlassen Sie über den Menüpunkt Extras | Anmeldung (proALPHA) | Benutzer für Anmeldung sperren.

Die erneute Freigabe veranlassen über den Menüpunkt Extras | Anmeldung (proALPHA) | Benutzer für Anmeldung freigeben.

Hinweis: Die Sperrung für die Anmeldung in proALPHA bewirkt zugleich auch die Sperrung des Zugriffs auf Datenbankebene. So kann ein gesperrter Benutzer sich nicht mehr in der Datenbank anmelden, um z.B. als Security-Administrator Einstellungen zur Progress-Datenbanksicherheit vorzunehmen.

proALPHA Services freigeben

Der Zugriff eines Benutzers auf proALPHA, z.B. von seinem Arbeitsplatzrechner oder über das b2b, erfolgt über proALPHA Services. Ein Service ist ein Dienst in proALPHA. Über einen solchen Dienst wird jeweils die Verbindung zwischen dem entsprechenden Prozess des Rechners und dem Prozess in proALPHA hergestellt. Für einen neu angelegten Benutzer sind zunächst alle Services gesperrt. Je Service bestimmen Sie, ob dieser für den Benutzer freigegeben wird (Registerkarte Freigabe). Zusätzlich bestimmen Sie die maximale Anzahl der Verbindungen, die der Benutzer über den Service gleichzeitig nutzen kann.

Hinweis: Bei verschiedenen proALPHA Services erfolgt der Zugriff über die INWB. Diese Services sind im Benutzerstamm in der Registerkarte Freigabe (INWB) zusammengefasst. Die Nutzung der Services wird für Ihr Unternehmen individuell programmiert. Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem Berater.

Freigabe aufheben

Die Freigabe für einen proALPHA Service können Sie aufheben, sodass der Service für den Benutzer gesperrt ist. Die Sperre hat keine Auswirkung auf die laufende Arbeitssitzung des Benutzers. Sie greift erst, wenn der Benutzer den Service in seiner nächsten Arbeitssitzung nutzen will.

Zugriffsberechtigungen für Mandanten

Zugriffsberechtigungen für Mandanten werden für einzelne Benutzer eingerichtet. Für einen neu angelegten Benutzer sind zunächst alle Mandanten freigegeben. Mandanten, auf die der Benutzer keinen Zugriff haben soll, müssen Sie in seinen Benutzerstammdaten sperren (Registerkarte Firmen).

Zugriffsberechtigungen von Benutzern können Sie mandantenbezogen erweitern oder einschränken (Menüpunkt Funktion | Gruppenzuordnung Firma). Dazu nehmen Sie den Benutzer für bestimmte Mandanten zusätzlich in Benutzergruppen auf (Registerkarte zusätzliche Gruppen) oder schließen ihn für bestimmte Mandanten aus Benutzergruppen aus (Registerkarte entzogene Gruppen).

Beispiel: Zugriffsberechtigungen für Benutzergruppen je Mandanten einrichten

In einem Unternehmen mit mehreren Tochterunternehmen erledigen die Finanzbuchhalter eines Tochterunternehmens Buchhaltungsaufgaben für alle Töchter. Die Buchhaltungsdaten der Muttergesellschaft sollen die Sachbearbeiter dabei nur einsehen, aber nicht bearbeiten dürfen. Die Sachbearbeiter benötigen Berechtigungen für alle Aufgabenstellungen der Finanzbuchhaltung sowie Zugang zu allen Mandanten. Dazu richten Sie folgende Zugriffsberechtigungen und Benutzergruppen ein:

  • Sie geben alle Mandanten für die betreffenden Benutzergruppen frei.

  • Sie richten eine Benutzergruppe ein mit allen Zugriffsberechtigungen für die Durchführung der Buchhaltungsaufgaben. In diese Benutzergruppe nehmen Sie die Benutzer auf. Für den Mandanten "Mutter" schließen Sie die Benutzer von der Benutzergruppe aus.

  • Sie richten eine Benutzergruppe ein mit Zugriffsberechtigungen für die Informationsprogramme der Finanzbuchhaltung. In diese Benutzergruppe nehmen Sie die Benutzer nur für den Mandanten "Mutter" zusätzlich auf.

Hinweis: Für mandantenbezogene Gruppenzuordnungen können keine zeitliche Befristungen festgelegt werden.

Zugriffsberechtigungen für Module (Modulverriegelung)

Module freigeben oder sperren

Zugriffsberechtigungen für Module werden in der Zugangsverwaltung im Programm Modulverriegelungen eingerichtet (Registerkarte Gruppen für Benutzergruppen, Registerkarte Benutzer für einzelne Benutzer, Kontrollkästchen Freigegeben).

Für eine neu angelegte Benutzergruppe sind zunächst alle Module gesperrt. Module, auf die Benutzer dieser Benutzergruppe Zugriff haben sollen, müssen Sie für die Benutzergruppe freigeben.

Wenn einzelne Programme des freigegebenen Moduls für eine existierende Benutzergruppe gesperrt sind, dann sind die Programme auch für die neu angelegte Benutzergruppe gesperrt.

Hinweis: Das Sperren eines Moduls kann auch den Zugriff auf Programme außerhalb des Moduls verhindern, z.B. beim Einsehen von Daten im MIS. Daher wird empfohlen, den Zugriff für Benutzergruppen und Benutzer ausschließlich auf Ebene der Programme und nicht auf Ebene der Module zu sperren.

Administratoren für Module bestimmen

Sie können je Modul einen oder mehrere Benutzer als Administratoren bestimmen (Registerkarte Benutzer, Kontrollkästchen Administrator). Administratoren können Zugriffsberechtigungen für die Programme dieses Moduls an andere Benutzer vergeben.

Zugriffsberechtigungen für die Programme eines Moduls initialisieren

Mit der Initialisierung können Sie Zugriffsberechtigungen (Sperre oder Freigabe) für Benutzergruppen initial vorgeben (Registerkarte Initialisierung). Die initiale Vorgabe gilt für alle Programme, zu denen noch keine Zugriffsberechtigungen auf Programmebene eingerichtet sind.

Die Initialisierung mit einer Sperre empfiehlt sich grundsätzlich als Vorgehensweise für die effiziente Vergabe von Zugriffsberechtigungen. Sie erlaubt es, mit wenig Aufwand Zugriffsberechtigungen für eine Vielzahl von Programmen einzurichten. Abweichende Zugriffsberechtigungen für einzelne Programme können Sie im Anschluss auf Programmebene festlegen.

Mit einer initialen Sperre verhindern Sie z.B., dass nach einem Update Ihrer proALPHA Installation die Benutzer auf alle neu installierten Programme zugreifen können. Je nach Bedarf können Sie die Programme zu einem späteren Zeitpunkt individuell freigeben.

Zugriffsberechtigungen für Programme und Programminstanzen (Programmverriegelung)

Zugriffsberechtigungen für Programme und Programminstanzen werden mit Hilfe von Programmverriegelungen eingerichtet. Solche Zugriffsberechtigungen kann außer dem Systemverwalter auch der Administrator des jeweiligen Moduls vergeben.

Voraussetzungen dafür sind:

  • Die Benutzergruppe oder der Benutzer muss Zugriffsberechtigungen für das Modul haben.

  • Der Administrator muss Zugriffsberechtigungen für die Programme der Systemverwaltung haben, die er zum Sperren oder Freigeben der Programme seines Moduls benötigt.

Programme und Programminstanzen, die für einen Benutzer gesperrt sind, werden beim Start von proALPHA aus der Programmauswahl des Benutzers ausgeblendet. Die Zugriffsberechtigungen können zudem beim Mandantenwechsel geprüft werden, sodass die Programmauswahl entsprechend aktualisiert wird. Programme, die gesperrt sind, werden dabei wie beim Start von proALPHA ausgeblendet. Dies bestimmt der Benutzer in seinen Benutzereinstellungen mit dem Kontrollkästchen gesperrte Programme ausblenden. Bei Programmen, die in Fenstern über Menüs aufgerufen werden können, wird der entsprechende Menüpunkt in dem Fenster ausgeblendet. Wenn alle in einem Menü enthaltenen Programme gesperrt sind, dann wird auch das Menü ausgeblendet.

Programme freigeben oder sperren

Zugriffsberechtigungen für Programme werden in der Zugangsverwaltung im Programm Programmverriegelungen eingerichtet. Programme, auf die Benutzer einer Benutzergruppe Zugriff haben sollen, müssen für die Benutzergruppe freigegeben sein.

Voraussetzung für die Nutzung eines freigegebenen Programms durch die Benutzer einer Benutzergruppe ist, dass das Modul für die Benutzergruppe freigegeben ist.

Wenn ein Programm für eine existierende Benutzergruppe gesperrt ist, dann ist das Programm auch für jede neu angelegte Benutzergruppe gesperrt. Das Programm muss für die neue Benutzergruppe freigegeben werden.

Tipp:

  • Zur Arbeitserleichterung können Sie Programme in einem Arbeitsschritt für alle Benutzergruppen oder für alle Benutzer sperren oder freigeben. So können Sie z.B. Programme, die nur für wenige Benutzer zugänglich sein sollen, im ersten Schritt für alle Benutzer sperren und anschließend für die wenigen Benutzer wieder freigeben.

  • Zugriffsberechtigungen für Programme können Sie direkt in den Benutzergruppen einsehen und ggf. ändern (Menüpunkt Funktion | Berechtigungen im Benutzergruppenstamm).

Programmverriegelungen in der Zugangsverwaltung einrichten

  1. Suchen und starten Sie das folgende Programm: Programmverriegelungen

    Die Programme werden zeilenweise angezeigt. Je Programm sehen Sie anhand folgender Kontrollkästchen, welche Nutzungseinschränkungen für das Programm bestehen:

    • Aktives Kontrollkästchen EnMo: Das Programm steht nur im Entwicklungsmodus zur Verfügung (Einstellung der Compilerkonstante pa_ExecMode auf "DEVELOPMENT").

    • Aktives Kontrollkästchen EnBe: Voraussetzung für die Nutzung des Programms ist, dass der Benutzer Entwicklerrechte besitzt (aktives Kontrollkästchen Entwickler in den Stammdaten des Benutzers).

  2. Wählen Sie im Feld Modul das gewünschte Modul aus.

  3. Wählen Sie im Feld Untermodul das gewünschte Untermodul aus.

  4. Doppelklicken Sie auf die Zeile mit dem gewünschten Programm oder der gewünschten Programminstanz.

    Das Fenster Programmverriegelung wird geöffnet.

  5. Bestimmen Sie, für wen der Zugriff eingerichtet wird.

    Anwendungsfälle:

Programminstanzen freigeben oder sperren

Einige Programme werden in proALPHA an verschiedenen Stellen verwendet. Dazu sind in proALPHA je Verwendung Programminstanzen vordefiniert. Die Programminstanzen können Sie einzeln sperren oder freigeben.

Zugriffsberechtigungen für Programminstanzen können Sie entweder in der Zugangsverwaltung im Programm Programmverriegelungen einrichten oder in dem Objekt, in dem die Programminstanz verwendet wird, z.B. einem Stammdatenfenster.

Tipp: Zur Arbeitserleichterung können Sie Programminstanzen in einem Arbeitsschritt für alle Benutzergruppen oder für alle Benutzer sperren oder freigeben. So können Sie z.B. Programminstanzen, die nur für wenige Benutzer zugänglich sein sollen, im ersten Schritt für alle Benutzer sperren und anschließend für die wenigen Benutzer wieder freigeben.

Programmverriegelungen im Programm einrichten

  1. Öffnen Sie das Fenster des Programms in der gewünschten Instanz.

  2. Wählen Sie den Menüpunkt Datei | Programmverriegelung.

    Bei Dialogfenstern: Wählen Sie im Kontextmenü den Menüpunkt Programmverriegelung.

    Das Fenster Programmverriegelung wird geöffnet.

  3. Bestimmen Sie, für wen der Zugriff eingerichtet wird.

    Anwendungsfälle:

Programmverriegelungen übernehmen

Programmverriegelungen für Programme und Programminstanzen können Sie für andere Programme übernehmen (Menüpunkt Extras | Verriegelung übernehmen im Fenster Programmverriegelung). Bestehende Programmverriegelungen können dabei überschrieben oder beibehalten werden.

Zugriffsberechtigungen für Datensätze

Zugriffsberechtigungen für Datensätze werden mit Hilfe von Funktionsverriegelungen, Satzverriegelungen und Benutzungsverriegelungen eingerichtet. Solche Zugriffsberechtigungen vergibt in der Regel der Systemverwalter oder der Administrator eines Moduls. Auch ein Benutzer kann Zugriffsberechtigungen für Datensätze vergeben.

Voraussetzung dafür ist, dass der Benutzer Zugriffsberechtigungen für die Programme zur Verriegelung von Datensätzen hat. Zugriffsberechtigungen für diese Programme vergibt der Systemverwalter.

Auswirkungen:

Die Zugriffsberechtigungen für einen Datensatz gelten in proALPHA für alle Stellen, an denen der Datensatz bearbeitet werden kann.

Zugriffsberechtigungen für einzelne Datensätze können sich auf andere Datensätze auswirken, die über Funktionen von proALPHA verbunden sind. Eine solche Funktion ist z.B. die Pflege der Adresse im Stammdatensatz eines Kunden. Wenn ein Benutzer diesen Kunden nicht pflegen darf, dann darf er im Kundenstamm auch die dem Kunden zugeordnete Adresse nicht pflegen. Unabhängig davon kann er jedoch die Compliance-Adressprüfung für diese Adresse beantragen. So steht der Menüpunkt Adressprüfung beantragen auch dann zur Verfügung, wenn der Benutzer keine Berechtigung zum Pflegen der Adresse hat.

Funktionsverriegelung

Die Funktionsverriegelung bestimmt, wie ein Benutzer Datensätze bearbeiten kann. Dazu können Sie folgende Arten der Bearbeitung (Bearbeitungsfunktionen) einzeln oder in Kombination sperren:

  • Datensätze anlegen

  • Datensätze ändern

  • Datensätze löschen

So können Sie z.B. bestimmen, dass ein Benutzer einen Datensatz anlegen und ändern, aber nicht löschen kann. Benutzer, für die eine oder mehrere Funktionen gesperrt sind, können die Datensätze in der Regel trotzdem einsehen, verwenden und ausgeben.

Ausnahme: Datensätze von Belegen. Wenn ein Benutzer einen Beleg nicht ändern darf, dann kann er diesen Beleg auch nicht ausgeben.

Hinweis: Bei verschiedenen Datensatzarten werden Funktionsverriegelungen vererbt, d.h. Funktionsverriegelungen für Datensätze dieser Datensatzarten gelten jeweils auch für zugeordnete abhängige Datensätze. Dies betrifft u.a. Stammdatensätze von Kunden, Kontakten und Lieferanten: Funktionsverriegelungen, die für diese Stammdatensätze eingerichtet sind, gelten auch für die Stammdatensätze der jeweils zugeordneten Ansprechpartner. Gleiches gilt für Texte und Notizen, die zu den Stammdatensätzen hinterlegt sind. Die Funktionsverriegelungen für eine Datensatzart gelten zudem für die Hinterlegung von allgemein zugänglichen Informationen im InfoGuide: So kann ein Benutzer solche Informationen zum Fenster einer Datensatzart nur dann hinterlegen, wenn für ihn alle Bearbeitungsfunktionen (Anlegen, Ändern und Löschen) zum betreffenden Programm freigegeben sind.

Tipp: Zur Arbeitserleichterung können Sie Bearbeitungsfunktionen einzeln oder gesamt in einem Arbeitsschritt für alle Benutzergruppen oder für alle Benutzer sperren oder freigeben. So können Sie z.B. Bearbeitungsfunktionen, die nur für wenige Benutzer zugänglich sein sollen, im ersten Schritt für alle Benutzer sperren und anschließend für die wenigen Benutzer wieder freigeben.

Funktionsverriegelung einrichten

  1. Öffnen Sie das Fenster der gewünschten Datensatzart.

  2. Wählen Sie den Menüpunkt Datei | Funktionsverriegelung.

    Das Fenster Funktionsverriegelung wird geöffnet.

  3. Bestimmen Sie, für wen der Zugriff eingerichtet wird.

    Anwendungsfälle:

Satzverriegelung

Die Satzverriegelung bestimmt, ob der Benutzer einzelne Datensätze bearbeiten kann. Datensätze, die für den Benutzer gesperrt sind, kann dieser einsehen, verwenden und ausgeben, jedoch nicht bearbeiten.

Tipp: Zur Arbeitserleichterung können Sie Datensätze in einem Arbeitsschritt für alle Benutzergruppen oder für alle Benutzer sperren oder freigeben. So können Sie z.B. Datensätze, die nur für wenige Benutzer zugänglich sein sollen, im ersten Schritt für alle Benutzer sperren und anschließend für die wenigen Benutzer wieder freigeben.

Satzverriegelung einrichten

  1. Öffnen Sie das Fenster der gewünschten Datensatzart.

  2. Suchen Sie den gewünschten Datensatz.

  3. Wählen Sie den Menüpunkt Datei | Satzverriegelung.

    Das Fenster Satzverriegelung wird geöffnet.

  4. Bestimmen Sie, für wen der Zugriff eingerichtet wird.

    Anwendungsfälle:

Benutzungsverriegelung

Die Benutzungsverriegelung bestimmt, ob der Benutzer einzelne Datensätze verwenden kann. Für die Benutzung gesperrte Datensätze kann der Benutzer einsehen, jedoch nicht verwenden. Wenn z.B. eine Auswertungsvariante für den Benutzer gesperrt ist, dann kann er diese Auswertungsvariante nicht verwenden, um Werte anzuzeigen.

Tipp: Zur Arbeitserleichterung können Sie Datensätze in einem Arbeitsschritt für alle Benutzergruppen oder für alle Benutzer sperren oder freigeben. So können Sie z.B. Datensätze, die nur für wenige Benutzer zugänglich sein sollen, im ersten Schritt für alle Benutzer sperren und anschließend für die wenigen Benutzer wieder freigeben.

Infofenster der Kostenrechnung

In den Filtern verschiedener Infofenster können Kostenstellen, Kostenträger und Ergebnisträger über ein Von-bis-Intervall selektiert werden. Wenn das Intervall mehr als ein Kostenobjekt umfasst, dann wird die Benutzungsverriegelung aus technischen Gründen nicht berücksichtigt. Wenn ein Anwender bestimmte Informationen nicht einsehen darf, dann muss das zu Grunde liegende Infoprogramm gesperrt werden. Dies betrifft:

  • Infofenster, die im MIS aufgerufen werden

  • Infofenster, die in Stammdatenfenstern aufgerufen werden

  • Infofenster, die bei der Anzeige von Auswertungen aufgerufen werden

Benutzungsverriegelung einrichten

  1. Öffnen Sie das Fenster der gewünschten Datensatzart.

  2. Suchen Sie den gewünschten Datensatz.

  3. Wählen Sie den Menüpunkt Datei | Benutzungsverriegelung.

    Das Fenster Benutzungsverriegelung wird geöffnet.

  4. Bestimmen Sie, für wen der Zugriff eingerichtet wird.

    Anwendungsfälle:

Zugriffsberechtigungen für Felder (Feldverriegelung)

Zugriffsberechtigungen für Felder werden mit Hilfe von Feldverriegelungen eingerichtet. Solche Zugriffsberechtigungen vergibt in der Regel der Systemverwalter oder der Administrator eines Moduls. Auch ein Benutzer kann Zugriffsberechtigungen für Felder vergeben.

Voraussetzung dafür ist, dass der Benutzer Zugriffsberechtigungen für die Programme zur Verriegelung von Feldern hat. Zugriffsberechtigungen für diese Programme vergibt der Systemverwalter.

Mit der Feldverriegelung können Sie:

  • Felder für die Eingabe (Schreibzugriff) oder für die Anzeige (Lesezugriff) sperren. Felder, die für die Anzeige gesperrt sind, werden ausgeblendet und können so von den betroffenen Benutzern nicht eingesehen werden. Ob ein Benutzer die Daten von Feldern, die für die Anzeige gesperrt sind, in Listen ausgeben kann, wird anhand der Compilerkonstante pa_BL_FeldPruefung konfiguriert.

    In Übersichten können Sie Felder für die Anzeige sperren. Die Felder in Übersichten werden als Spalten bezeichnet, die Feldverriegelung als Spaltenverriegelung.

    Hinweis: Optionsfelder, die für die Anzeige gesperrt sind, können aus technischen Gründen nicht ausgeblendet werden. Die Felder können zwar eingesehen, jedoch nicht verwendet werden.

  • Schaltflächen für die Nutzung sperren

Feldverriegelungen für ein Feld oder eine Schaltfläche gelten in proALPHA für alle Stellen, an denen das Feld oder die Schaltfläche vorkommt.

Hinweis: Zugriffsberechtigungen für Felder können sich auf Datenexporte auswirken. So werden Daten, deren Felder für die Anzeige gesperrt und daher ausgeblendet sind, auch beim Datenexport durch den betreffenden Benutzer nicht berücksichtigt. Wenn auf Grund fehlender Zugriffsberechtigungen nicht alle Daten exportiert werden konnten, dann wird der Benutzer im Anschluss an den Datenexport in einer Systemmeldung informiert.

Tipp: Zur Arbeitserleichterung können Sie Felder in einem Arbeitsschritt für alle Benutzergruppen oder für alle Benutzer sperren oder freigeben. So können Sie z.B. Felder, die nur für wenige Benutzer zugänglich sein sollen, im ersten Schritt für alle Benutzer sperren und anschließend für die wenigen Benutzer wieder freigeben.

Zugriffsberechtigungen für Felder einrichten

  1. Öffnen Sie das gewünschte Fenster.

  2. Wählen Sie den Menüpunkt Datei | Feldverriegelung.

    Bei Dialogfenstern: Wählen Sie im Kontextmenü den Menüpunkt Feldverriegelung.

    Das Fenster Feldverriegelung wird geöffnet.

    Im linken Teil des Fensters werden die Felder des Fensters aufgelistet. Wenn in dem Fenster Registerkarten zur Verfügung stehen, dann werden die Felder nach den Registerkarten gruppiert.

    Im rechten Teil des Fensters werden die Feldverriegelungen für das jeweils ausgewählte Feld zeilenweise angezeigt.

  3. Doppelklicken Sie auf das gewünschte Feld.

    Tipp: Um festzustellen, wo sich das Feld in dem Fenster befindet, klicken Sie auf die Schaltfläche . Das Feld leuchtet in dem Fenster mehrmals auf.

  4. Bestimmen Sie, wie der Zugriff eingerichtet wird.

    Anwendungsfälle:

Zugriffsberechtigungen für Felder (Spalten) in Übersichten einrichten

  1. Öffnen Sie die gewünschte Übersicht.

  2. Wählen Sie im Kontextmenü den Menüpunkt Spaltenverriegelung.

    Das Fenster Spaltenverriegelung wird geöffnet.

  3. Klicken Sie auf die Zeile des Felds, dessen Zugriffsberechtigungen Sie bearbeiten wollen.

  4. Klicken Sie auf die Schaltfläche .

  5. Bestimmen Sie, für wen die Anzeige gesperrt wird.

    Anwendungsfälle:

  6. Speichern Sie.

Zugriffsberechtigungen für globale Verknüpfungen im InfoGuide

Als Systemverwalter können Sie Zugriffsberechtigungen für das Verwalten von globalen Verknüpfungen im Infoguide vergeben (Programm Verriegelung für Verknüpfungen). Dazu können Sie die Verknüpfungen für Benutzergruppen oder Benutzer sperren oder freigeben. Die Vorgehensweise dabei entspricht dem Sperren oder Freigeben von Programmen.

Verknüpfungen, die für einen Benutzer gesperrt sind, werden im Fenster Verknüpfungen verwalten des InfoGuides ausgeblendet.

Globale Anmeldesperre

Als Systemverwalter können Sie proALPHA für jede weitere Anmeldung sperren. Diese sogenannte globale Anmeldesperre können Sie z.B. bestimmen, wenn Wartungsarbeiten anstehen. Wenn Sie eine globale Anmeldesperre bestimmen, dann hat dies keine Auswirkungen für bereits angemeldete Benutzer. Die Sperre greift erst bei einer erneuten Anmeldung in proALPHA. Die Sperre gilt für alle Mandanten. Sie wird automatisch aufgehoben, wenn Sie Ihre Arbeitssitzung beenden.

Globale Anmeldesperre bestimmen

  1. Klicken Sie in der Steuerungsleiste auf die Schaltfläche .

    Das Fenster Einstellungen wird geöffnet.

  2. Wählen Sie den Menüpunkt Sitzung.

  3. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen globale Anmeldesperre.

Administration

Objekte

Bedeutung

BC_CMServiceTypes_desc

BC_CMServiceTypes_keys

Servicetypen für proALPHA Services (Auswahlfeld Service Types im Repository der Services)

pa_BL_FeldPruefung

Prüfung auf gesperrte Listenfelder