Replikationen

Mit der INWB können Sie Stammdaten in andere Mandanten übertragen (replizieren). Welche Datensatzarten von Stammdaten Sie grundsätzlich replizieren können, ist durch proALPHA im Repository der Tabellen vorgegeben. Ob und in welchem Umfang eine Stammdatentabelle repliziert wird, bestimmt der Replikationsmodus der Tabelle. Änderungen am Replikationsmodus von Tabellen werden für Ihr Unternehmen individuell programmiert. Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem Berater.

Welche Daten einer replizierbaren Datensatzart repliziert werden, legen Sie anhand von Replikationen fest. Für die Definition von Replikationen sind entsprechende Kenntnisse der internen Strukturen von proALPHA notwendig.

Hinweis: Bestimmte Stammdaten der Produktion (Standardstücklisten und Zeichnungen) bilden eine Ausnahme. Sie werden nicht wie andere Stammdaten gesammelt repliziert, sondern ähnlich wie Belege einzeln oder zu mehreren direkt aus dem Erfassungsfenster gesendet. Für diese Stammdaten definieren Sie daher keine Replikationen, sondern legen für die gewünschten Quellmandanten und Zielmandanten lediglich entsprechende Partnervereinbarungen fest.

Aufbau und Inhalt von Replikationen

Eine Replikation setzt sich zusammen aus:

  • Den Kopfdaten der Replikation

    Als Kopfdaten sind die allgemeinen Daten hinterlegt, z.B. Sender (Quellmandant) und Empfänger (Zielmandant) sowie Einstellungen zur Steuerung des Replizierens.

  • Einer oder mehreren Replikationsstrukturen. In einer Replikationsstruktur ist festgelegt, welche Datenbanktabellen mit welchen Daten repliziert werden.

    Je Replikation können mehrere Replikationsstrukturen angelegt werden. Die einzelnen Replikationsstrukturen werden als Versionen der Replikation geführt, wobei die aktuell beim Replizieren verwendete Struktur als aktive Version festgelegt wird.

Replikationen aktivieren

Damit eine Replikation zum Replizieren von Stammdaten verwendet wird, aktivieren Sie die gewünschte Version der Replikation. Mit dem Aktivieren einer Version wird auch die Replikation selbst aktiviert.

Beim Datenaustausch innerhalb einer proALPHA Installation ist die Replikationsstruktur nach dem Aktivieren in den Mandanten verfügbar. Beim Datenaustausch zwischen mehreren proALPHA Installationen wird die Replikationsstruktur mit einer INWB-Nachricht von Typ pAX RepDef an die Mandanten übermittelt. Mit dem Einlesen der INWB-Nachricht ist die Replikationsstruktur in den Mandanten verfügbar.

Replikationen aktivieren

  1. Öffnen Sie das Fenster Replikationen in der Programmauswahl (Menüpunkt Datenaustausch | Konfiguration Integration Workbench).

  2. Klicken Sie auf die Zeile der gewünschten Replikation.

  3. Wählen Sie den Menüpunkt Funktion | Versionen.

    Das Fenster Versionen wird geöffnet.

    Die Versionen (Replikationsstrukturen) zu der Replikation werden zeilenweise angezeigt.

  4. Klicken Sie auf die Zeile der Replikationsstruktur, die für die Replikation verwendet werden soll.

  5. Wählen Sie den Menüpunkt Extras | Version aktivieren.

    Die Replikationsstruktur wird aktiviert (aktives Kontrollkästchen aktiv im Versionskopf).

  6. Schließen Sie das Fenster.

    Im Replikationskopf ist das Kontrollkästchen aktiv ebenfalls aktiviert.

  7. Speichern Sie.

Replikationen ausführen

Nachdem Sie eine Replikation nach Ihren Anforderungen definiert und aktiviert haben, führen Sie die Replikation erstmalig (initial) aus. Dabei werden je Datensatz alle Daten repliziert, deren Tabellenfelder in der verwendeten Replikationsstruktur enthalten sind.

Je nach Menge der zu replizierenden Daten kann die Ausführung zeitintensiv sein. Es wird daher empfohlen, das Programm für die initiale Replikation im Hintergrund auszuführen.

Nachdem die Replikation erstmalig ausgeführt wurde, wird die dazu verwendete Version entsprechend gekennzeichnet (aktives Kontrollkästchen verwendet). So erkennen Sie, dass die Replikation verwendet wird und Sie daher z.B. die Replikationsstruktur nicht mehr ändern können.

Hinweis: Bei einer initialen Replikation werden technisch bedingt im Zielmandanten in der Tabelle bereits vorhandene Datensätze überschrieben. Dies ist unabhängig davon, welche Konfliktlösungsstrategie für die verwendete Replikationsversion festgelegt ist. So werden Datensätze, die nach der erstmaligen Replikation im Zielmandanten geändert wurden, durch eine erneute Ausführung der initialen Replikation wieder mit den Datensätzen des Quellmandanten überschrieben. Dieses Systemverhalten wird von der proALPHA Business Solutions GmbH nicht als Softwarefehler eingestuft.

Replikationen erstmalig ausführen

  1. Öffnen Sie das Fenster Replikationen in der Programmauswahl (Menüpunkt Datenaustausch | Konfiguration Integration Workbench).

  2. Klicken Sie auf die Zeile der gewünschten Replikation.

  3. Wählen Sie den Menüpunkt Extras | Initiale Replikation.

    Die Replikation wird ausgeführt.

Replikation von Datensatzänderungen

Wenn die Teilnehmer, für die die Replikation lt. Partnervereinbarungen genutzt werden kann, mit proALPHA Installationen am Datenaustausch beteiligt sind, dann werden nach der initialen Ausführung der Replikation nur noch die Datensatzänderungen in die Zielmandanten übertragen. Replikationen von Datensatzänderungen können Sie wie in proALPHA üblich über permanente Jobs automatisieren. Bei Bedarf können Sie die Ausführung auch manuell starten.

Hinweis: Teilnehmer können mit Fremdsystemen am Datenaustausch beteiligt sein, z.B. mit anderen ERP-Systemen. Wenn dies alle Teilnehmer betrifft, für die die Replikation lt. Partnervereinbarungen genutzt werden kann, dann können die Daten bei jeder Replikationsausführung komplett übertragen werden (aktives Kontrollkästchen Datensätze komplett übertragen im Fenster Versionen).

Replikationen pflegen

Eine Replikation, die noch nicht ausgeführt wurde, können Sie ändern oder löschen. Eine Replikation, die bereits ausgeführt wurde, können Sie nicht ändern oder löschen. Eine Ausnahme bildet die Änderung der Bezeichnung im Replikationskopf. Gleiches gilt für die Versionen einer Replikation: Eine Version, die noch nicht verwendet wurde, können Sie ändern oder löschen. Eine Version, die bereits zum Replizieren verwendet wurde, können Sie nicht löschen. Auch die Replikationsstruktur können Sie nicht ändern. Eine Ausnahme bildet auch hier die Änderung der Bezeichnung (Versionskopf).

Replikationen, die bereits ausgeführt wurden oder Versionen, die bereits verwendet wurden, können Sie nicht löschen. Wenn Sie eine Replikation nicht mehr ausführen wollen, dann müssen Sie die Replikation deaktivieren. Wenn Sie eine Version nicht mehr verwenden wollen, dann müssen Sie die Version deaktivieren.

Bezeichnungen für Replikationen und Replikationsstrukturen ändern

Der Sender einer Replikation kann die Bezeichnung der Replikation oder der Replikationsstrukturen (Versionen) nachträglich ändern, z.B. wenn er irrtümlich eine falsche Bezeichnung erfasst hat.

Der Sender kann:

  • Bezeichnung der Replikation im Replikationskopf ändern

    Voraussetzung: Die Replikation ist nicht aktiv (inaktives Kontrollkästchen aktiv im Replikationskopf).

  • Bezeichnung einer Version im jeweiligen Versionskopf ändern

    Voraussetzung: Die Version ist nicht aktiv (inaktives Kontrollkästchen aktiv im Versionskopf).

Bei der nächsten Ausführung der Replikation wird in den empfangenden Mandanten die ursprüngliche Bezeichnung der Replikation oder Version mit der geänderten Bezeichnung überschrieben.

Replikationen pflegen

  1. Öffnen Sie das Fenster Replikationen in der Programmauswahl (Menüpunkt Datenaustausch | Konfiguration Integration Workbench).

  2. Klicken Sie auf die Zeile der gewünschten Replikation.

  3. Pflegen Sie die Replikation nach Ihren Anforderungen.

    Anwendungsfälle: