Permanente Jobs

Permanente Jobs dienen der Abarbeitung umfangreicher und zeitintensiver Druck- oder Verarbeitungsaufträge im Hintergrund ohne Dialog mit dem Benutzer. Sie werden für die regelmäßige Ausführung von Programmen mit immer gleichen Einstellungen genutzt, z.B. für den Tagesabschluss oder für Datenabgleiche. Für die Ausführung werden Jobs erzeugt, die auf Queue-Servern ausgeführt werden. Permanente Jobs können über den Zeitplandienst des Betriebssystems abgearbeitet werden, z.B. über Nacht.

Permanente Jobs erfasst in der Regel der Systemverwalter oder ein Berater. Dabei zeichnet er u.a. Vorlaufparameter zur Abarbeitung der Jobs auf. Für die Nutzung bestimmter Anwendungsbereiche von proALPHA werden besondere permanente Jobs benötigt, z.B. für die Optimierung. Diese permanenten Jobs werden bei der Installation dieser Module vom Installationsprogramm erzeugt und eingerichtet.

Permanente Jobs erfassen und verwalten

Permanente Jobs erfassen und verwalten Sie in der Konfiguration der Job-Verwaltung im Fenster permanente Jobs.

Beim Erfassen gehen Sie je nach den Eigenschaften des Druck- oder Verarbeitungsprogramms unterschiedlich vor:

  • Programme ohne Vorlaufparameter

    Für solche Programme können Sie permanente Jobs manuell anlegen.

  • Programme mit Vorlaufparametern

    Für solche Programme können Sie die Ausführung mit den gewünschten Parametern als permanenten Job aufzeichnen.

Einen permanenten Job können Sie zudem kopieren (Menüpunkt Extras | aktuellen Job kopieren). Der neue permanente Job wird mit den Parametern der Kopiervorlage erfasst. Die Parameter können Sie anpassen.

Für Jobs, die im Tagesverlauf mehrmals ausgeführt werden, können Sie die iterative Ausführung einrichten.

Ein Job wird unter der Benutzerkennung des Benutzers geführt, der ihn erfasst hat. Die Jobs eines Benutzers können Sie bei Bedarf auf einen anderen Benutzer übertragen.

Beim Erfassen eines Jobs wird das Anwendungsprofil hinterlegt, das für den erfassenden Benutzer gilt. Das Anwendungsprofil des Jobs können Sie ändern (Menüpunkt Extras | Profil). Beim Ausführen des Jobs wird aus dem aktuell hinterlegten Anwendungsprofil die gültige Anwendungskonfiguration ermittelt. Dies ist unabhängig davon, welches Anwendungsprofil für die ausführende Queue hinterlegt ist.

Permanente Jobs manuell anlegen

Für Programme ohne Vorlaufparameter können Sie permanente Jobs manuell anlegen, z.B. für den Tagesabschluss oder den Datenabgleich mit dem Webshop (Menüpunkt Extras | manuelle Anlage permanenter Job). Beim manuellen Anlegen erfassen Sie den Programmnamen des auszuführenden Programms sowie eine Bezeichnung für den permanenten Job. Als Bezeichnung wird die Bezeichnung des Programms aus den Stammdaten vorgeschlagen. Diese Daten werden zusammen mit weiteren Daten zu dem permanenten Job gespeichert.

Permanente Jobs aufzeichnen

Für Programme, zu denen Sie Vorlaufparameter bestimmen, können Sie permanente Jobs aufzeichnen (Menüpunkt Extras | Jobeinstellung aufzeichnen). Dabei wird die Ausführung des nächsten gestarteten Druck- oder Verarbeitungsprogramms inklusive der erfassten Parameter aufgezeichnet und als neuer permanenter Job gespeichert.

Voraussetzung dafür ist, dass das Programm im Hintergrund ausgeführt werden kann.

Bei der Aufzeichnung werden lediglich die Vorlaufparameter für die Ausführung des Programms gespeichert, das Programm selbst wird nicht ausgeführt. Neben den Parametern werden verschiedene Daten des Programms in den permanenten Job übernommen, z.B. Programmname und Programmbezeichnung sowie der zugeordnete Queue-Typ.

Für ein Programm können Sie permanente Jobs mit verschiedenen Vorlaufvarianten einrichten. Dazu zeichnen Sie die Programmausführung mit den gewünschten Parametern jeweils als weiteren permanenten Job auf. Die Bezeichnung des Jobs können Sie dabei um ein Stichwort ergänzen, das auf die auf die jeweils spezifischen Parameter hinweist.

Hinweis: In den Parametern permanenter Jobs können Datumsangaben erfasst sein, z.B. für die Eingrenzung der auszugebenden Daten auf das aktuelle Datum. Solche Datumsfelder werden erkannt und bei jeder Ausführung des Jobs durch Verschieben der Datumsangaben ausgehend vom Erstellungsdatum des Jobs automatisch angepasst. Die Anpassung kann für Datumsangaben erfolgen, die in einem Bereich von +/- 366 Tagen vom Erstellungsdatum liegen.

Permanente Jobs als rollierenden oder statischen Job aufzeichnen

Für verschiedene Auswertungen können Sie permanente Jobs für das Berechnen von Auswertungsvarianten oder das Löschen von Auswertungswerten aufzeichnen. Dazu werden folgende permanente Jobs unterschieden:

Arten von permanenten Jobs

Erläuterungen

Hinweis

Statische permanente Jobs

Die Berechnung oder das Löschen erfolgt zu einer fest vorgegebenen Buchungsperiode.

Ob eine rollierender oder ein statischer Job aufgezeichnet wurde, erkennen Sie anhand des Schlüssels "&ContinuousJob" in der Übersicht der Parameter. Zu einem rollierenden Job wird in der Spalte Wert "yes" angezeigt und zu einem statischen Job "no".

Rollierende permanente Jobs

Die Berechnung oder das Löschen erfolgt periodisch wiederkehrend. Die Buchungsperiode, zu der die Berechnung erfolgt, wird automatisch anhand folgender Daten ermittelt:

  • Ausführungsdatum des Jobs.

  • Die bei der Aufzeichnung im Vorlauf erfassten Daten sowie das Aufzeichnungsdatum.

Ob ein rollierender oder statischer Job aufgezeichnet wird, bestimmen Sie in einer Systemmeldung beim Aufzeichnen von Jobs zu einer der folgenden Auswertungsarten:

  • Bilanz

  • betriebswirtschaftliche Auswertung

  • Gewinn- und Verlustrechnung

  • Liquiditätsprognose

  • Finanzplan

  • Ergebnisplan

  • Kostenstellen-BAB

  • Kostenarten-BAB

  • Kostenträgerbogen

  • Kostenartenbericht

  • Ergebnisträgerbogen

  • Ergebniskontenbericht

  • Kennzahlenbericht

  • Lieferantenbewertung

Iterative Ausführung einrichten

Die Ausführung von permanenten Jobs steuern Sie in der Regel über einen Zeitplandienst. Bei Jobs, die im Tagesverlauf mehrmals ausgeführt werden, kann dies zu einer großen Belastung des Systems führen. Ein solcher Job ist z.B. die Sofortdisposition in der Materialwirtschaft. Die Belastung entsteht, weil der Queue-Server für die Ausführung immer wieder erneut gestartet und beendet wird.

Um diese Belastung zu vermeiden, können Sie den permanenten Job selbst so parametrieren, dass er iterativ ausgeführt wird (Menüpunkt Bearbeiten | Iterationen). Iterativ bedeutet hier, dass der Job mehrmals ausgeführt wird, ohne dass der Queue-Server jedes Mal neu gestartet wird. Für die iterative Ausführung können Sie sowohl die Anzahl der Iterationen angeben als auch den zeitlichen Abstand, in dem der Job jeweils gestartet wird. Den Abstand erfassen Sie in Sekunden. So bedeutet ein Abstand von "60", dass der Job unabhängig davon, wie lange er läuft, jeweils zur vollen Minute gestartet wird. Die iterative Ausführung aktivieren Sie mit dem Kontrollkästchen mehrfach iterieren. Wenn ein Job vorübergehend nicht iterativ ausgeführt werden soll, dann deaktivieren Sie das Kontrollkästchen.

Permanente Jobs verwalten

Die Daten von permanenten Jobs können Sie ändern, z.B. andere Parameter erfassen oder ein anderes Anwendungsprofil zuordnen. Damit ein Job vorübergehend nicht ausgeführt wird, können Sie ihn deaktivieren (Menüpunkt Bearbeiten | Job deaktivieren). Ein manuell deaktivierter Job wird mit dem Status Angehalten gekennzeichnet. Bei Bedarf können Sie den Job wieder aktivieren (Menüpunkt Bearbeiten | Job aktivieren). Der Job erhält den Status Warten.

Jobs, die nicht mehr benötigt werden, können Sie löschen (Schaltfläche ). Wenn Sie einen Job löschen, der gerade ausgeführt wird (Status Aktiv), dann wird die Ausführung des Jobs abgebrochen.

Jobs auf andere Benutzer übertragen

Die Jobs eines Benutzers können Sie auf einen anderen Benutzer übertragen, z.B. weil der Benutzer das Unternehmen verlässt. Ein ausscheidender Mitarbeiter wird in der Regel als Benutzer für die Anmeldung in proALPHA gesperrt. Voraussetzung für das Ausführen eines Jobs ist jedoch, dass der Benutzer, unter dessen Kennung der Job erfasst ist, in proALPHA anmeldeberechtigt ist. Die Anmeldeberechtigung wird bei jeder Ausführung eines Jobs geprüft. Wenn der Benutzer nicht anmeldeberechtigt ist, dann wird der Job nicht ausgeführt. Die Übertragung von Jobs veranlassen Sie in den Stammdaten des betreffenden Benutzers.

Thema: Zuordnungen übertragen

Permanente Jobs ausführen

Die Ausführung von permanenten Jobs erfolgt über Queue-Server. Der Queueserver kann über einen Zeitplandienst gesteuert werden. Alternativ können Sie für den Job die iterative Ausführung ohne Zeitplandienst einrichten.

Nach der Ausführung eines Jobs wird der Benutzer, der den Job erfasst hat, mit einer Desktopbenachrichtigung (Desktop Alert) benachrichtigt. Aus der Desktopbenachrichtigung kann er das Job-Protokoll öffnen.

Permanente Jobs steuern und überwachen

Die Ausführung von permanenten Jobs können Sie in den Job-Konsolen oder in Fenster permanente Jobs steuern und überwachen. Damit Sie in den Job-Konsolen die Daten der permanenten Jobs einsehen können, muss das Kontrollkästchen permanente Jobs aktiviert sein. In den Daten des Jobs können Sie u.a. den aktuellen Status des Jobs beauskunften. Die Ausführung kann zudem mit der WorkflowAutomation überwacht werden.

Thema: Jobs steuern und überwachen