Jobs

Jobs dienen dazu, Druckprogramme oder Verarbeitungsprogramme auf Server-Rechnern auszuführen, um den Arbeitsplatzrechner des Benutzers zu entlasten. Jobs werden im Hintergrund ausgeführt, so dass der Benutzer während der Ausführung in proALPHA weiterarbeiten kann. Als Jobs lassen Sie Druck- oder Verarbeitungsprogramme z.B. dann ausführen, wenn Sie große Datenmengen ausgeben oder verarbeiten wollen. Jobs werden zudem beim Ausführen von Verarbeitungsvorgängen erzeugt, z.B. im Rahmen des Workflows oder bei der Abarbeitung von Vorgangsketten in der Produktion.

Druck- oder Verarbeitungsprogramme, die Sie regelmäßig ausführen, richten Sie als permanente Jobs ein.

Jobs einrichten

Damit ein Druck- oder Verarbeitungsprogramm als Job ausgeführt wird, richten Sie für das Programm die Hintergrundverarbeitung ein. Für die Ausführung muss zudem ein Queue-Server mit entsprechender Konfiguration zur Verfügung stehen.

Damit die Ausführung nicht durch manuell zu bestätigende Systemmeldungen unterbrochen wird, können Sie die entsprechenden Systemmeldungen ausblenden. Eine solche Systemmeldung ist z.B. der Hinweis auf den Beginn der Abarbeitung. Aufgetretene Systemmeldungen werden in den Job-Protokollen protokolliert.

Beispiel: Job für die Ausgabe von Lieferscheinen

In Ihrem Unternehmen werden in der Regel mehrere umfangreiche Lieferscheine hintereinander ausgegeben. Die Sachbearbeiter sollen während der Ausgabe in proALPHA weiterarbeiten können. Dazu richten Sie das Programm für die Lieferscheinausgabe für die Hintergrundverarbeitung ein, indem Sie in den Stammdaten des Programms das Kontrollkästchen Dialogverarbeitung deaktivieren. Damit proALPHA die Lieferscheine ohne Anbieten der Ausgabeoptionen direkt über einen Queue-Server ausgibt, deaktivieren Sie zudem das Kontrollkästchen Abfrage. Dem Programm ordnen Sie einen Queue-Typ zu, den Sie zuvor angelegt haben. Den Queue-Typen des Programms erfassen Sie zudem in den Parametern des Queue-Servers. Damit die Ausführung des Jobs nicht durch die Systemmeldung "bj-job-00007" unterbrochen wird, blenden Sie diese Systemmeldung aus.

Jobs ausführen

Die Ausführung von Jobs erfolgt entsprechend der Konfiguration des betreffenden Druck- oder Verarbeitungsprogramms über einen Queue-Server. Dieser kann beim Start der Arbeitssitzung automatisch gestartet werden.

Der ausführende Benutzer kann die Ausführung in seiner Job-Konsole überwachen. Zudem kann er mit einer Desktopbenachrichtigung (Desktop Alert) über die Beendung des Jobs informiert werden (Kontrollkästchen Benachrichtigungen für Jobs anzeigen in den Benutzereinstellungen). Aus der Desktopbenachrichtigung kann er das Job-Protokoll öffnen.

Voraussetzung: Für beendete Jobs ist eine Speicherdauer größer "0" definiert.

Jobs steuern und überwachen

Die Ausführung von Jobs können Sie in den Job-Konsolen steuern und überwachen. Die Ausführung kann zudem mit der WorkflowAutomation überwacht werden.

Job-Konsolen

Job-Konsolen sind Programme zur Anzeige der Jobs, die bei der Hintergrundverarbeitung von Druck- oder Verarbeitungsaufträgen erzeugt werden. In den Job-Konsolen können Sie Jobs in Übersichten einsehen und verwalten. Folgende Job-Konsolen stehen zur Verfügung:

  • Job-Konsole

    In dieser übergreifenden Job-Konsole kann der Systemverwalter alle aktuellen Jobs einsehen und verwalten.

    Damit Sie in der Job-Konsole die Daten der permanenten Jobs einsehen können, muss das Kontrollkästchen permanente Jobs aktiviert sein.

  • Job-Konsole (Benutzer)

    In dieser benutzerspezifischen Spool-Konsole kann jeder Standardbenutzer seine aktuellen Jobs einsehen und verwalten.

    Voraussetzung dafür ist, dass der Benutzer die Zugriffsberechtigung für das Programm der Job-Konsole besitzt.

Die Job-Konsolen sind mandantenübergreifend, d.h. die Jobs werden unabhängig davon angezeigt, in welchem Mandanten Sie gerade angemeldet sind. Die Übersicht der Jobs in den Job-Konsolen können Sie mit einem Filter eingrenzen, um nur bestimmte Jobs anzuzeigen. So können Sie z.B. Jobs, die aufgrund von Problemen angehalten wurden, rasch anhand ihres Status ausfiltern.

Die Ansicht der Job-Konsole können Sie aktualisieren ( Schaltfläche ). Dabei entfallen Einträge für zwischenzeitlich gelöschte Jobs, für neu erfasste Jobs werden Einträge angezeigt.

Informationen in den Job-Konsolen

Informationen

Informationsquellen

Daten eines Jobs

Übersicht der Jobs

Je Job sehen Sie in den Spalten der Übersicht u.a. folgende Daten:

Spalten

Daten

Job-Nummer

Nummer, unter der der Job in der Job-Konsole geführt wird.

Status

Aktueller Job-Status

Queue-Typ

Queue-Typ, auf den der Queue-Server für die Ausführung des Jobs festgelegt ist.

QNr

Nummer der Queue, über die der Job ausgeführt wird.

angel durch

AnlDatum

AnlZt

Benutzer, der den Job angelegt hat, sowie Datum und Uhrzeit des Anlegens

Startdatum

StartZt

Datum und Uhrzeit, zu denen die Ausführung gestartet wurde.

Maschine

Maschine (Rechner), die für die Ausführung eingesetzt wird.

Schnittstelle

Schnittstelle, über die die Ausführung erfolgt.

Parameter eines Jobs

Parameter, die im Vorlauf der Datenausgabe oder der Datenverarbeitung erfasst wurden (Menüpunkt Funktionen | Parameter).

Zu einem Druck- oder Verarbeitungsprogramm können in der Job-Konsole mehrere Jobs vorhanden sein. Der Inhalt der Jobs kann verschieden sein, wenn zwischen den einzelnen Druck- oder Verarbeitungsvorgängen Änderungen am Datenbestand oder innerhalb des Vorlaufs stattgefunden haben. Anhand der Parameter können Sie je Job einsehen, welche Daten jeweils im Vorlauf erfasst wurden. Auf Grund dieser Zusatzinformationen können Sie z.B. über die erneute Ausführung oder das Löschen eines Jobs entscheiden. Die Parameter werden in einer Tabelle angezeigt. Die Felder des Vorlaufs sehen Sie in der Spalte Schlüssel, die erfassten Werte in der Spalte Wert. Von-Bis-Felder werden in zwei nummerierte Zeilen mit demselben Schlüssel aufgeteilt. Den Wert des Felds von sehen Sie in der Zeile "1", den Wert des Felds bis in der Zeile "2".

Kommandos zu einem Job

Kommandos, die der aktuelle Benutzer zum Abbrechen von Jobs erteilt hat (Menüpunkt Funktionen | Kommandos). Protokolliert werden u.a. Datum und Uhrzeit des Abbrechens.

Protokoll zu einem Job

Job-Protokoll (Menüpunkt Funktionen | Protokoll).

Jobs verwalten

Jobs, die auf ihre Ausführung durch proALPHA warten oder bereits beendet sind, können Sie deaktivieren (Menüpunkt Bearbeiten | Job deaktivieren). Ein manuell deaktivierter Job wird mit dem Status "Angehalten" gekennzeichnet. Solange ein Job den Status "Angehalten" hat, kann der Job nicht ausgeführt werden. Für deaktivierte Jobs (Ausnahme: permanente Jobs) können Sie die Priorität ändern, mit der die Jobs bei der Ausführung berücksichtigt werden.

Jobs mit den Status "Angehalten" oder "Fehler" können Sie wieder aktivieren (Menüpunkt Bearbeiten | Job aktivieren). Aktivierte Jobs erhalten den Status "Warten". Sie werden ausgeführt, sobald ein passender Queue-Server aktiv ist.

Jobs, die nicht als permanente Jobs angelegt sind, können Sie in jedem Status der Ausführung manuell löschen (Schaltfläche ). Jobs, deren Ausführung abgeschlossen ist (Status "Beendet"), werden entsprechend der für Jobs hinterlegten Speicherdauer gespeichert. Nach Ablauf der Speicherdauer werden die Jobs bei verschiedenen Aktionen automatisch gelöscht, z.B. beim Starten oder Anhalten von Queues.

Hinweis: Das manuelle Löschen von permanenten Jobs in der Job-Konsole ist nicht möglich. Ein permanenter Job wird beim Klick auf die Schaltfläche lediglich angehalten. Permanente Jobs können nur im Konfigurationsprogramm für permanente Jobs gelöscht werden.

WorkflowAutomation für Jobs

Die Ausführung von Jobs können Sie mit der WorkflowAutomation überwachen. Dazu nutzen Sie einen speziellen, für die Job-Verwaltung angepassten Workflow. Anhand des Workflows kann der Systemverwalter oder zuständige Sachbearbeiter über Probleme bei der Abarbeitung von Jobs informiert werden. Dazu sind verschiedene Ereignisse und ein Vorgang vordefiniert.

Der Workflow der Job-Verwaltung verwendet im Gegensatz zum allgemeinen proALPHA Workflow keine Zustände. Dort dienen Zustände in der Regel dazu, Datensätze für die Verwendung zu sperren. Im Falle von Jobs darf jedoch eine einmalige fehlerhafte Ausführung nicht dazu führen, dass der Job für weitere Ausführungen gesperrt ist. Den Sachbearbeiter für die Benachrichtigung bestimmen Sie nicht anhand von Verteilergruppen. Den Sachbearbeiter können Sie beim Einrichten des Workflows je Ereignis direkt zuordnen.

Den Workflow richten Sie im Fenster Workflow Job-Verwaltung ein. Dabei bestimmen Sie je Ereignis, ob das Ereignis überwacht wird (Kontrollkästchen Ereignis aktiv). Zudem bestimmen Sie, wer bei der Auslösung benachrichtigt wird, sowie die Art der Benachrichtigung.

Damit die Ereignisse ausgelöst werden können, müssen zudem die Queue-Server für die Ausführung der Jobs korrekt eingerichtet sein.

Ereignisse zu Jobs

Ein Ereignis ist das Eintreffen einer bestimmten Situation, die von proALPHA überwacht wird. In der Job-Verwaltung ist ein solches Ereignis z.B. das Auftreten eines Fehlers bei der Ausführung eines Jobs. proALPHA protokolliert den Fehler zusammen mit den aufgetretenen Systemmeldungen im Job-Protokoll.

Zu Jobs kann proALPHA folgende Ereignisse überwachen:

EreignisNr

Ereignis

Anlässe für das Auslösen

100

Fehler beim Start Job-Programm

proALPHA löst das Ereignis bei der zeitplangesteuerten Ausführung von Jobs aus, wenn die Ausführung nicht gestartet werden kann. Die Ausführung kann nicht gestartet werden, wenn der Job den Status "Angehalten" hat.

110

Fehler bei Ausführung Job

proALPHA löst das Ereignis bei der Ausführung von Jobs aus, wenn bei der Ausführung ein Fehler auftritt und proALPHA eine Fehlermeldung ausgibt. Die Fehlermeldung protokolliert proALPHA im Job-Protokoll.

120

Warnung bei Ausführung Job

proALPHA löst das Ereignis bei der Ausführung von Jobs aus, wenn bei der Ausführung ein Problem auftritt und proALPHA eine Warnmeldung ausgibt. Die Warnmeldung protokolliert proALPHA im Job-Protokoll.

Vorgänge zu Jobs

Ein Vorgang ist ein Arbeitsschritt, der auf Grund eines Ereignisses anfällt. Für die Job-Verwaltung ist in proALPHA Vorgang 100 "Protokoll" vordefiniert.

Bei der Auslösung eines Ereignisses wird der zuständige Benutzer anhand des Vorgangs über die aufgetretene Situation informiert. Dazu wird der Vorgang in den Aufgabenmonitor des Benutzers gestellt (Aufgabenbereich "Job-Verwaltung"). Von dort kann der Benutzer das Job-Protokoll einsehen und anhand der dort protokollierten Meldungen z.B. eine Fehlerursache feststellen. Das Job-Protokoll kann mit Doppelklick auf den Vorgang oder über den Menüpunkt Funktion | Protokoll der Job-Verwaltung geöffnet werden.