Integration Workbench (INWB) konfigurieren

Das technische Rückgrat der Integration Workbench (INWB) bildet der Sonic Enterprise Service Bus (ESB). Über den ESB verbinden sich die Teilnehmer am Datenaustausch, z.B. einzelne proALPHA Mandanten. Der Datenaustausch kann zwischen zwei Teilnehmern auf derselben Datenbank erfolgen, aber auch zwischen zwei physisch getrennten Datenbanken. Mandanten einer proALPHA Installation werden jeweils für ihren Standort als lokale Teilnehmer erfasst. Dies erlaubt neben der Anbindung von proALPHA Installationen auch die Anbindung von Fremdsystemen, z.B. eines Webshops oder eines anderen ERP-Systems.

Hinweis: Informationen zur Installation der INWB finden Sie im proALPHA Wiki. Das proALPHA Wiki ist Bestandteil des proALPHA Kundenportals. Die Zugangsdaten für das proALPHA Kundenportal erhalten Sie vom proALPHA Service.

Datenaustausch über INWB konzipieren

Bevor die INWB für Ihr Unternehmen konfiguriert wird, ist betriebsintern zu klären, wie und in welchem Umfang die INWB eingesetzt werden soll. Wichtige Fragestellungen dabei sind:

Wer soll am Datenaustausch beteiligt sein?

Die proALPHA Mandanten sowie die Geschäftspartner und Systeme, die am Datenaustausch beteiligt sein sollen, werden bei der Konfiguration der INWB als Teilnehmer definiert. Dabei werden die Mandanten einer proALPHA Installation jeweils für ihren Standort als lokale Teilnehmer erfasst. Je Mandant können auch mehrere Teilnehmer geführt werden.

Thema: Lokale Teilnehmer erfassen

Welche Belege sollen ausgetauscht werden?

Welche Belege mit welchem Mandanten oder Geschäftspartnern ausgetauscht werden, legen Sie in Partnervereinbarungen fest.

Thema: Partnervereinbarungen definieren

Hinweis:

  • Wenn in Ihrem Unternehmen für den Austausch von Belegen EDI eingesetzt wird, dann ist zu klären, ob und welche Geschäftspartner auf die INWB "umsteigen". Der Austausch von Belegen einer Belegart kann nur entweder über EDI oder über die INWB erfolgen. Entsprechend müssen die Partnervereinbarungen für EDI zu den betreffenden Belegarten deaktiviert werden. Die Deaktivierung muss vor dem Definieren der Partnervereinbarungen für die INWB erfolgen.

  • Beim Austausch von Belegen können die Geschäftspartner jeweils anhand der übermittelten GLN (Global Location Number) identifiziert werden. Die GLN Ihres Unternehmens hinterlegen Sie in den eigenen Stammdaten, die GLN Ihrer Kunden und Lieferanten in den EDI-Partnerstammdaten der betreffenden Kunden und Lieferanten. Die GLN eines Geschäftspartners aus den EDI-Partnerstammdaten wird auch für den Datenaustausch mit der INWB verwendet. Daher müssen die EDI-Partnerstammdaten auch dann erfasst sein, wenn Sie für den Datenaustausch nur die INWB nutzen.

Welche Stammdaten sollen übertragen (repliziert) werden?

Welche Mandanten Stammdaten an welche anderen Mandanten replizieren, legen Sie in Partnervereinbarungen fest.

Thema: Partnervereinbarungen definieren

Welche Stammdaten repliziert werden, bestimmen Sie anhand von Replikationen. In einer Replikation ist festgelegt, welcher Mandant (Quellmandant) in welchen Mandanten (Zielmandant) repliziert und in welchem Umfang die Daten der betreffenden Datensatzart berücksichtigt werden. Die Tabelle der Datensatzart wird intern überwacht, sodass Änderungen an der Tabelle automatisch für die Replikation bereitgestellt werden.

Thema: Replikationen

Bei der Replikation können Abweichungen in der Datenstruktur zwischen Quellmandant und Zielmandant berücksichtigt werden. Wenn z.B. dieselben Teilearten unter unterschiedlichen Schlüsseln geführt werden, dann können die Schlüssel des Quellmandanten beim Replizieren automatisch in die Schlüssel des Zielmandanten umgesetzt (gemappt) werden.

Thema: Mappings

Hinweis: Bestimmte Stammdaten der Produktion (Standardstücklisten und Zeichnungen) bilden eine Ausnahme. Sie werden nicht wie andere Stammdaten gesammelt repliziert, sondern ähnlich wie Belege einzeln oder zu mehreren direkt aus dem Erfassungsfenster gesendet. Für diese Stammdaten definieren Sie daher keine Replikationen, sondern legen für die gewünschten Quellmandanten und Zielmandanten lediglich entsprechende Partnervereinbarungen fest.

Wie und wann soll der Datenaustausch erfolgen?

Sowohl der Austausch von Belegen als auch die Replikation von Stammdaten erfolgt in Form von XML-Dateien, die als INWB-Nachrichten gesendet und empfangen werden. Die dazu benötigten Datenstrukturen sind als Nachrichtentypen in einem Repository vordefiniert. So gibt es z.B. den Nachrichtentypen pAX-ORDERS für Bestellungen oder den Nachrichtentypen pAX-REPLICATIONS für das Replizieren von Stammdaten. Die vordefinierten Nachrichtentypen können Sie nach Ihren Anforderungen für die Verwendung konfigurieren.

Thema: Nachrichtentypen konfigurieren

Wenn der Datenaustausch automatisiert erfolgen soll, dann werden entsprechende permanente Jobs eingerichtet. So können z.B. nächtlich Belege gesendet und empfangen werden.

Thema: Datenaustausch automatisieren

Der Datenaustausch kann mit der WorkflowAutomation überwacht werden.

Thema: Datenaustausch überwachen

Lokale Teilnehmer erfassen

Beim Definieren der Teilnehmer erfassen Sie die Mandanten einer proALPHA Installation jeweils für ihren Standort als lokale Teilnehmer.

Partnervereinbarungen definieren

Das Definieren von Partnervereinbarungen erfolgt in folgenden Schritten:

Partner zuordnen

Hinweis: Teilnehmer aus anderen teilnehmenden proALPHA Installationen oder Fremdsystemen müssen zunächst in die lokale proALPHA Installation geladen werden. Erst dann können die Teilnehmer als Partner zugeordnet werden.

Einem lokalen Teilnehmer ordnen Sie alle Teilnehmer als Partner zu, mit denen ein Austausch erfolgen soll. Dazu erfassen Sie deren Teilnehmerkennung im Feld Empfänger. Zusätzlich hinterlegen Sie je Partnerzuordnung den Schlüssel, unter dem der Partner in den proALPHA Stammdaten des lokalen Teilnehmers geführt wird, z.B. die Kundennummer. Der Schlüssel wird beim Datenaustausch für die Adressierung der Nachrichten benötigt, damit z.B. eingehende Belege des Partners in proALPHA korrekt verarbeitet werden.

Wenn bei einem Partner mehrere Adressaten am Datenaustausch teilnehmen, z.B. verschiedene Sachbearbeiter bei einem Kunden, dann können Sie je Adressat eine eigene Partnerzuordnung erfassen. Darin erfassen Sie zusammen mit der Teilnehmerkennung des Partners die Kennung des Adressaten, z.B. seinen Namen. Die Daten erfassen Sie ähnlich wie eine E-Mail-Adresse in folgender Form: <Kennung des Adressaten>@<Teilnehmerkennung>. Diese Form der Adressierung wird bei Nachrichtentypen für Replikationen nicht unterstützt.

Partner zuordnen

  1. Öffnen sie das Fenster lokale Teilnehmer in der Programmauswahl.

  2. Klicken Sie auf die Zeile des gewünschten Teilnehmers.

  3. Wählen Sie den Menüpunkt Funktion | Partner.

    Das Fenster Partner zu Teilnehmer wird geöffnet.

  4. Geben Sie im Feld Empfänger die Teilnehmerkennung des gewünschten Partners ein.

  5. Klicken Sie auf die Schaltfläche .

    Die Felder werden zur Bearbeitung geöffnet.

  6. Erfassen Sie die gewünschten Daten in den entsprechenden Feldern.

  7. Speichern Sie.

  8. Optional: Ordnen Sie weitere Partner zu.

    Wiederholen Sie dazu die Schritte 3 bis 6, bis alle gewünschten Partner zugeordnet sind.

Partnervereinbarungen für Nachrichten erfassen

Beim Erfassen der Partnervereinbarungen bestimmen Sie, welche Nachrichten und damit Daten Sie senden oder empfangen können. Entsprechend aktivieren Sie zu den gewünschten Nachrichtentypen die Kontrollkästchen send und empf. So bestimmen Sie z.B. mit dem aktiven Kontrollkästchen send zu dem Nachrichtentyp pAX-ORDERS, dass Sie Bestellungen an den Partner senden können. Nutzt der Partner ebenfalls proALPHA, dann bestimmt er in einer entsprechenden Partnervereinbarung mit dem aktiven Kontrollkästchen empf, dass er Bestellungen von Ihnen empfangen kann.

In einer Partnervereinbarung können Sie abhängig vom Nachrichtentypen verschiedene weitere Einstellungen festlegen:

Hinweis: Nachdem Sie Daten in Partnervereinbarungen erfasst oder geändert haben, müssen die Teilnehmer erneut geladen werden.

Partnervereinbarungen für Nachrichten erfassen

  1. Öffnen sie das Fenster lokale Teilnehmer in der Programmauswahl.

  2. Klicken Sie auf die Zeile des gewünschten Teilnehmers.

  3. Wählen Sie den Menüpunkt Funktion | Partner.

    Das Fenster Partner zu Teilnehmer wird geöffnet.

    Die dem Teilnehmer zugeordneten Partner werden zeilenweise angezeigt.

  4. Klicken Sie auf die Zeile des gewünschten Partners.

  5. Wählen Sie den Menüpunkt Funktion | Partnervereinbarungen für Nachrichten.

    Das Fenster Partnervereinbarungen für Nachrichten wird geöffnet.

    Die Nachrichtentypen werden zeilenweise angezeigt.

  6. Klicken Sie auf die Schaltfläche .

    Die Spalten mit den Kontrollkästchen empf und send werden zur Bearbeitung geöffnet.

  7. Aktivieren Sie die Kontrollkästchen zu den gewünschten Nachrichtentypen nach Ihren Anforderungen.

  8. Speichern Sie.

  9. Optional: Bestimmen Sie Optionen für das Senden und Übernehmen von INWB-Nachrichten mit Belegen. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

    1. Klicken Sie auf die Zeile des gewünschten Nachrichtentypen.

    2. Wählen Sie den Menüpunkt Extras | Optionen Teilnehmer.

      Das Fenster Optionen Teilnehmer wird geöffnet.

    3. Aktivieren Sie die Kontrollkästchen für die gewünschten Optionen.

    4. Bestätigen Sie mit OK.

  10. Optional: Bestimmen Sie Filterdefinitionen zum Senden von Standardstücklisten und Zeichnungen. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

    1. Klicken Sie auf die Zeile des gewünschten Nachrichtentypen.

    2. Wählen Sie den Menüpunkt Funktion | Filterdefinition.

      Das Fenster Filterdefinition für den Nachrichtentypen wird geöffnet.

    3. Geben Sie im Feld Tabellenname den Tabellennamen des gewünschten Nachrichtenbestandteils ein.

    4. Geben Sie im Feld Spaltenname den Feldnamen des gewünschten Felds aus dem Nachrichtenbestandteil ein.

    5. Klicken Sie auf die Schaltfläche .

      Die Felder werden zur Bearbeitung geöffnet.

    6. Geben Sie im Feld Suchmuster das gewünschte Suchmuster ein.

    7. Speichern Sie.

Optionen für das Senden und Übernehmen von INWB-Nachrichten mit Belegen

Für INWB-Nachrichten mit Belegen können Sie abhängig vom Nachrichtentyp verschiedene Optionen festlegen. Die Optionen legen Sie anhand von Kontrollkästchen fest.

Kontrollkästchen

Erläuterungen

Nachrichtentypen

Preis-/Rabattfindung

Option für das Übernehmen von INWB-Bestellungen in Aufträge

Mit dem Kontrollkästchen bestimmen Sie, wie die Konditionen (Einzelpreise, Rabatte und Zuschläge) ermittelt werden.

pAX-ORDERS

Auftragsart

Option für das Senden und Übernehmen folgender INWB-Nachrichten:

  • Bestellung/Aufträge

  • Auftragsbestätigungen

  • Lieferscheine

  • Rechnungen

  • Gutschriften

Mit dem Kontrollkästchen bestimmen Sie, wie mit Angaben zur Auftragsart verfahren wird.

pAX-ORDERS

pAX-ORDRSP

pAX-DESADV

pAX-INVOIC

Verteilergruppe

Option für das Übernehmen folgender INWB-Nachrichten in Belege:

  • Bestellung/Aufträge

  • Auftragsbestätigungen

  • Lieferscheine

  • Rechnungen

  • Gutschriften

Mit dem Kontrollkästchen bestimmen Sie, wie mit Angaben zur Verteilergruppe verfahren wird.

pAX-ORDERS

pAX-ORDRSP

pAX-DESADV

pAX-INVOIC

Empfänger als Sachbearbeiter

Option für das Übernehmen folgender INWB-Nachrichten in Belege:

  • Bestellung/Aufträge

  • Lieferscheine

  • Rechnungen

  • Gutschriften

Mit dem Kontrollkästchen bestimmen Sie, wie der Sachbearbeiter des Belegs ermittelt wird.

pAX-ORDERS

pAX-DESADV

pAX-INVOIC

Welche Optionen für welche Nachrichtentypen zur Verfügung stehen, ist anhand verschiedener Anwendungsparameter konfiguriert.

Filterdefinitionen zum Senden von Standardstücklisten und Zeichnungen

Standardstücklisten und Zeichnungen werden nicht wie andere Stammdaten gesammelt repliziert, sondern ähnlich wie Belege einzeln oder zu mehreren direkt aus dem Erfassungsfenster gesendet. Dazu erfassen Sie für die gewünschten Mandanten Partnervereinbarungen für die entsprechenden Nachrichtentypen. Dabei können Sie bestimmen, dass an einen Zielmandanten nur bestimmte Standardstücklisten oder Zeichnungen gesendet werden. So z.B., wenn Ihr Unternehmen in zwei Werken unterschiedliche Teile produziert und an jedes Werk nur die Standardstücklisten oder Zeichnungen für "seine" Teile gesendet werden sollen. Welche Standardstücklisten oder Zeichnungen an welchen Zielmandanten gesendet werden, legen Sie für die Partnervereinbarung in Filterdefinitionen fest.

Filterdefinitionen können Sie für folgende Partnervereinbarungen festlegen:

  • Partnervereinbarungen zum Senden von Standardstücklisten (Nachrichtentyp pAX-ENGBOM)

  • Partnervereinbarungen zum Senden von Zeichnungen (Nachrichtentyp pAX-ENGDAT)

In einer Filterdefinition bestimmen Sie anhand von Nachrichteninhalten, dass eine Nachricht nur dann an den Zielmandanten gesendet wird, wenn die enthaltenen Daten einem bestimmten Muster entsprechen. So können Sie z.B. festlegen, dass an den Zielmandanten nur Standardstücklisten zu Teilen gesendet werden, deren Teilenummern einem bestimmten Nummernkreis angehören. Dazu bestimmen Sie zunächst das Kriterium, nach dem die Standardstücklisten beim Versenden gefiltert werden. Als Filterkriterium erfassen Sie den Nachrichtenbestandteil (Tabelle) und darin das Feld (Spalte), dessen Daten geprüft werden sollen. Anschließend erfassen Sie das Muster, dem die Daten entsprechen müssen, als Suchmuster. Je nachdem, wie weit die Daten eingegrenzt werden sollen, können Sie auch mehrere Filterdefinitionen festlegen.

Hinweis: Wenn Sie als Filterkriterium nur eine Tabelle, aber kein Feld erfassen, dann wird das Suchmuster auf alle Felder der Tabelle angewendet.

Beim Senden einer Standardstückliste als INWB-Nachricht werden die Partnervereinbarungen für den entsprechenden Nachrichtentyp geprüft. Enthält die INWB-Nachricht Inhalte, die den Filterdefinitionen für einen oder mehrere Zielmandanten entsprechen, dann wird die Standardstückliste an alle diese Zielmandanten gesendet. Ebenso wird die Standardstückliste an Zielmandanten gesendet, für die keine Filterdefinitionen festgelegt sind. An Zielmandanten mit Filterdefinitionen, denen die Inhalte nicht entsprechen, wird die Standardstückliste dagegen nicht gesendet.

Hinweis: Nachdem Sie Daten in Partnervereinbarungen erfasst oder geändert haben, müssen die Teilnehmer erneut geladen werden.

Partnervereinbarungen für Replikationen erfassen

Partnervereinbarungen für Replikationen erfassen Sie, nachdem die gewünschten Replikationen erfasst wurden. Dabei bestimmen Sie je Teilnehmer (Quellmandant) und Partner (Zielmandant), welche Replikationen zum Replizieren von Stammdaten genutzt werden können. Entsprechend aktivieren Sie zu den gewünschten Replikationen das Kontrollkästchen senden. Die Angaben werden in den Stammdatensatz der Replikation übernommen (Felder Sender und Empfänger).

Partnervereinbarungen für Replikationen erfassen

  1. Öffnen sie das Fenster lokale Teilnehmer in der Programmauswahl.

  2. Klicken Sie auf die Zeile des gewünschten Teilnehmers.

  3. Wählen Sie den Menüpunkt Funktion | Partner.

    Das Fenster Partner zu Teilnehmer wird geöffnet.

    Die dem Teilnehmer zugeordneten Partner werden zeilenweise angezeigt.

  4. Klicken Sie auf die Zeile des gewünschten Partners.

  5. Wählen Sie den Menüpunkt Funktion | Partnervereinbarungen für Replikationen.

    Das Fenster Partnervereinbarungen für Replikationen wird geöffnet.

    Die Replikationen werden zeilenweise angezeigt.

  6. Klicken Sie auf die Schaltfläche .

    Die Spalte mit dem Kontrollkästchen senden wird zur Bearbeitung geöffnet.

  7. Aktivieren Sie die Kontrollkästchen zu den gewünschten Replikationen nach Ihren Anforderungen.

  8. Speichern Sie.

Nachrichtentypen konfigurieren

Die Nachrichtentypen sind in einem Repository vordefiniert. Die vordefinierten Nachrichtentypen können Sie nach Ihren Anforderungen für die Verwendung konfigurieren.

Datenstruktur von Nachrichtentypen in XSD-Dateien exportieren

Je Nachrichtentyp können Sie die Daten aus proALPHA in eine XSD-Datei exportieren, z.B. im Rahmen von Individualanpassungen. Den Export starten Sie in der Systemkonfiguration im Fenster Message Types (INWB) über den Menüpunkt Function | Create Schema File. Dabei wird für jeden Nachrichtentyp, der im Repository hinterlegt ist, eine separate Exportdatei erstellt, z.B. pAX-REPLICATIONS.xsd.

Voraussetzung: Sie besitzen Entwicklerrechte (aktives Kontrollkästchen Entwickler in Ihrem Benutzerstammdatensatz).

Datenaustausch automatisieren

Der Datenaustausch wird mit Hilfe permanenter Jobs automatisiert. Dazu richten Sie Jobs für folgende Verarbeitungsprogramme ein:

  • bovinw01.p

    Das Programm prüft, ob Stammdaten zum Replizieren vorliegen und stellt zu replizierende Stammdaten für die Versendung bereit. Außerdem übergibt es INWB-Nachrichten mit Stammdaten und Belegen an den ESB.

    Hinweis: Beim Datenaustausch innerhalb derselben Datenbank erfolgt der Versand nicht über den ESB, sondern auf direktem Weg. Dabei werden die Daten aus dem Nachrichtenausgang des Senders in den Nachrichteneingang des Empfängers kopiert.

  • bovinw02.p

    Das Programm überwacht das Eingehen von INWB-Nachrichten vom ESB.

  • bo_inw00.w

    Das Programm versendet INWB-Nachrichten mit zu replizierenden Stammdaten an den ESB oder kopiert sie direkt in den Nachrichteneingang des Empfängers.

    Dazu richten Sie für die gewünschten Replikationen jeweils einen Job ein. Zum Aufzeichnen der Jobs können Sie das Programm direkt aus der Programmauswahl aufrufen (Menüpunkt Datenaustausch | Konfiguration Integration Workbench | Replikation versenden).

  • bo_inw01.w

    Das Programm übernimmt INWB-Nachrichten mit Belegen oder Stammdaten vom ESB zur Verarbeitung in proALPHA.

    Dazu richten Sie für die gewünschten Nachrichtentypen jeweils einen Job ein. Zum Aufzeichnen der Jobs können Sie das Programm direkt aus der Programmauswahl aufrufen (Menüpunkt Datenaustausch | Konfiguration Integration Workbench | Nachrichtenübernahme).

Die Jobs für Nachrichtenversand und Nachrichtenübernahme können Sie als Endlosverarbeitung einrichten (aktives Kontrollkästchen Endlosverarbeitung im Vorlauf der Verarbeitungsprogramme).

Datenaustausch überwachen

Für die Überwachung können Sie die WorkflowAutomation entsprechend der Geschäftsprozesse Ihres Unternehmens konfigurieren. Dazu wurden z.B. im Workflow-Bereich "INWB Message Type (BO_MT)" verschiedene Ereignisse vordefiniert, die in der WorkflowAutomation für den Datenaustausch über die INWB genutzt werden können.

Wenn Probleme beim Datenaustausch über die INWB auftreten, dann werden die betreffenden INWB-Nachrichten nicht übernommen oder versendet. Die fehlerhaften Nachrichten verbleiben im Nachrichteneingang oder Nachrichtenausgang der INWB. Dort können Sie die Nachrichten einsehen und bearbeiten. Anschließend können Sie die Übernahme oder den Versand manuell starten.

Hinweis: Weitere Informationen zur Fehlerbehandlung finden Sie im proALPHA Wiki unter "INWB: Fehlerhandling".

Administration

Objekte

Bedeutung

BO_ChangedDataState_...

Status für Transaktionen zur Replikation von Datensätzen

BO_CreationFields

Felder, die bei der Neuanlage eines Datensatzes zusätzlich zu füllen sind

BO_DefaultMappingType_...

Default-Typen für das Mapping von Feldwerten

BO_InboxDelay

Pause in Sekunden zwischen den einzelnen Verarbeitungsläufen für den Nachrichteneingang

BO_InboxMessageStatus_...

Nachrichtenstatus für Eingangsnachrichten

BO_MessageOptionsMessage...

Optionen für das Senden und Übernehmen von INWB-Nachrichten mit Belegen

BO_OutboxDelay

Pause in Sekunden zwischen den einzelnen Verarbeitungsläufen für den Nachrichtenausgang

BO_OutboxMessageStatus_...

Nachrichtenstatus für Ausgangsnachrichten

BO_ReplicationConflictHandling_...

Konfliktlösungsstrategien

BO_ReplicationMode_...

Replikationsmodi

BO_TransmissionDirection_...

Senderichtungen für INWB-Nachrichten

INWBConnect

Startkonfiguration: Parametertypen | proALPHA Startup

Festlegung, ob beim Start eines proALPHA Clients eine Verbindung zur INWB aufgebaut wird

Die Verbindung ist in der Startkonfiguration zu definieren und für den gewünschten Sitzungstypen anhand des Startparameters INWBServer zu hinterlegen.

INWBConnectCycles

Startkonfiguration: Parametertypen | proALPHA Startup

Anzahl der Versuche beim Verbindungsaufbau zur INWB

INWBConnectID

Startkonfiguration: Parametertypen | proALPHA Startup

Kennung der Verbindung zur INWB

Mit der Kennung kann die Verbindung zur INWB identifiziert werden, z.B. beim Verbindungsabbruch

INWBPassword

Startkonfiguration: Parametertypen | proALPHA Startup

Passwort des Benutzers, unter dessen Namen die INWB an den Application Servern der proALPHA Installation angemeldet wird.

Die Anmeldung wird für den Austausch von INWB-internen Nachrichten benötigt. Hier können dieselben Zugangsdaten hinterlegt werden, die auch im Teilnehmerstamm für den Datenaustausch zwischen Teilnehmern hinterlegt sind.

INWBReplicationBatchActive

Startkonfiguration: Parametertypen | proALPHA Startup

Replikationen aktiv

Wenn der Startparameter auf "no" eingestellt ist, dann werden die Replikationen für die betreffende Arbeitssitzung deaktiviert. Eine Arbeitssitzung mit dieser Einstellung benötigen Sie, wenn Sie Datenänderungen per Skript durchführen. Dazu können Sie einen entsprechenden Sitzungstyp sowie eine eigene Startverknüpfung zum Start der Arbeitssitzung definieren. Weiterführende Informationen finden Sie im proALPHA Wiki. Das proALPHA Wiki ist Bestandteil des proALPHA Kundenportals. Die Zugangsdaten für das proALPHA Kundenportal erhalten Sie vom proALPHA Service.

INWBServer

Startkonfiguration: Parametertypen | Setup

Rechnername oder TCP/IP-Adresse des INWB Servers

Der Datenaustausch erfolgt über ESB mit einem Messagebroker. Dazu ist in der Startkonfiguration für den Broker eine Verbindung des Typs "Integration Workbench" zu definieren und dem gewünschten Sitzungstypen zuzuordnen. Der Broker ist für den Sitzungstypen im Startparameter INWBServer zu hinterlegen.

INWBUserID

Startkonfiguration: Parametertypen | proALPHA Startup

Kennung des Benutzers, unter dessen Namen die INWB an den Application Servern der proALPHA Installation angemeldet wird.

Die Anmeldung wird für den Austausch von INWB-internen Nachrichten benötigt. Hier können dieselben Zugangsdaten hinterlegt werden, die auch im Teilnehmerstamm für den Datenaustausch zwischen Teilnehmern hinterlegt sind.