Startkonfiguration

Die Einstellungen der Startkonfiguration bestimmen, wie Hardware und Software beim Betrieb von proALPHA arbeiten. In der Startkonfiguration ist z.B. hinterlegt, welche Datenbank- und Server-Verbindungen gestartet und in welche Verzeichnisse Daten gespeichert werden.

Einstellungen für die Startkonfiguration hinterlegen

Einstellungen für die Startkonfiguration können Sie an folgenden Stellen hinterlegen:

  • In proALPHA im Programm Startkonfiguration

    In der Startkonfiguration hinterlegen Sie Konfigurationseinstellungen für die Arbeitssitzungen der Benutzer. Die Einstellungen werden in einer XML-Datei (Konfigurationsdatei) gespeichert, die beim Start einer proALPHA Arbeitssitzung automatisch geladen wird.

  • In der Windows-Systemregistrierung (Registrierungs-Editor)

    In der Windows-Systemregistrierung eines Arbeitsplatzrechners hinterlegen Sie in der Regel nur gerätebezogene Konfigurationseinstellungen. Dies sind Einstellungen, die unabhängig vom Benutzer für den Betrieb von proALPHA auf diesem Rechner gelten. In der Windows-Systemregistrierung können Sie in Einzelfällen auch benutzerbezogene Einstellungen hinterlegen, z.B. wenn diese Einstellungen nur für einen einzelnen Benutzer gelten sollen. Einstellungen, die in der Windows-Systemregistrierung hinterlegt sind, übersteuern beim Betrieb von proALPHA Einstellungen, die in der Konfigurationsdatei hinterlegt sind.

    Hinweis: Verschiedene Einstellungen in der Windows-Systemregistrierung werden beim Installieren von proALPHA automatisch hinterlegt, u.a. die Einstellungen in den Abschnitten "Colors", "Java" und "Fonts".

  • In der proALPHA Startverknüpfung in der Parameterliste "-param"

Ermittlung der Konfigurationseinstellungen beim Start von proALPHA

Beim Start einer proALPHA Arbeitssitzung werden die Konfigurationseinstellungen in folgender Reihenfolge ermittelt:

  1. Einstellungen der Parameterliste "-param" der Startverknüpfung

  2. Einstellungen der Windows-Systemregistrierung

  3. Einstellungen der Konfigurationsdatei

Einstellungen einer höheren Ebene übersteuern in der Regel Einstellungen der folgenden Ebenen. Wurde z.B. der Startparameter "Temp" zur Hinterlegung des TEMP-Verzeichnisses sowohl in der Startverknüpfung als auch in der Konfigurationsdatei definiert, dann gilt die Einstellung der Startverknüpfung.

Ausnahmen sind die sicherheitsrelevanten Einstellungen in den Startparametern "ReadOnly", "InfoOnly", "FirstAccessDate" und "LastAccessDate". Diese Einstellungen sind von der Übersteuerung durch Einträge in der Systemregistrierung oder in der Startverknüpfung ausgeschlossen.

Startkonfiguration für Clients und Queue-Server

Programme können für die Hintergrundverarbeitung eingerichtet sein, sodass sie in der Regel als Jobs auf einem Queue-Server abgearbeitet werden. Wenn ein Job ausnahmsweise lokal auf dem Client ausgeführt wird, dann werden für die Ausführung ggf. andere Einstellungen verwendet. Dies ist dann der Fall, wenn die Startkonfigurationen von Client und Server voneinander abweichen. Die Ausführung mit abweichenden Einstellungen kann zu unerwarteten Effekten führen.

Ein Beispiel: Bei der automatisierten Belegausgabe soll der Mailversand des Belegs im Hintergrund über den Queue-Server erfolgen. Der Benutzer wählt auf Nachfrage (Systemmeldung bj-job-00039) stattdessen die lokale Ausführung. Es kommt zu einem Fehler. Ein Blick in die Sitzungsparameter und ins Job-Protokoll zeigt Abweichungen bei der Nutzung der Startkonfiguration. So nutzen Client und Server zwar vielleicht den gleichen Sitzungstypen, die Parameter für den Mailversand haben jedoch unterschiedliche Einstellungen. Gleiches kann vorkommen, wenn die Einstellungen der proALPHA Konfigurationsdatei durch die Windows-Systemregistrierung (Registry) übersteuert werden. Da Server und Client in der Regel auf verschiedenen Rechnern laufen, nutzen sie auch verschiedene Registry-Zweige. So können auch hier unterschiedliche Einstellungen hinterlegt sein.

Damit ein Job auf dem Client mit denselben Einstellungen ausgeführt wird wie auf dem Server, müssen die betreffenden Startparameter in der Startkonfiguration für Client und Server identisch konfiguriert sein. Dies gilt sowohl für die Konfigurationsdatei in proALPHA als auch für die Registry.